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Lembecker Projekte profitieren von der Porte

Lembeck – Die Eigendynamik der Portebewegung und das große Interesse der Lembecker in ihrem Ort etwas zu bewegen, war am vergangenen Dienstag (04.09.) zum 17. Porteabend wieder deutlich spürbar. Gastgeber für die ca. 40 Besucher war diesmal das Haus der Lebenshilfe.

Porteabend
Der 17. Porteabend im Haus der Lebenshilfe Lembeck. Fotos / Collage: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Der Leiter der seit 2000 in Lembeck an der Schulstraße existierenden Einrichtung, Klaus Ostgathe eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste und stellte kühle Getränke bereit. „Seit 18 Jahren sind wir hier in Lembeck und wir alle fühlen uns hier pudelwohl“ erklärte er und beschrieb das Haus und die Tagesabläufe.

„Lembeck ist ein Beispiel für perfekt funktionierende Integration und Inklusion“, schwärmte er weiter und nannte die vielen Vereine und Veranstaltungen, bei denen die Behinderten vollwertig in die Mitte genommen werden. Ostgathe nannte und lobte auch den sehr aktiven Förderverein und das damalige Engagement von Hermann Bügers sen., der mit anderen vom Förderverein das Haus der Lembecker Lebenshilfe ermöglichte.

Als nächstes übernahm der Porte-Moderator Joachim Thiehoff das Wort und begrüßte alle Gäste. Eine Erklärung, was die Porte genau ist, konnte sich das stehts bestens informierte und gut vorbereitete Porte-Mitglied aus erster Stunde sparen. Der engagierte Lembecker ist hauptberuflich bei der Stadt Dorsten in der Abteilung Bürgerbeteiligung und Ehrenamt tätig. In dieser Funktion ist er auch erster Ansprechpartner für Fragen zur Antragsstellung von Geldern aus dem Dorstener Bürgerbudget.

Das städtische Bürgerbudget

Jährlich stellt die Stadt Dorsten ein finanzielles Budget für alle Stadtteile zur Verfügung, deren Bestimmung in den jeweiligen Bürgerforen abgestimmt werden können. Projekte unter 500 € können zu 50% bezuschusst werden, wenn die andere Hälfte in finanzieller Eigenleistung realisiert wird – und ab 500 € sind es schon 75% (bei 25% Eigenanteil).

Für Vorschläge ist Joachim Thiehoff bei der Stadt Dorsten telefonisch unter 02362 – 663334 erreichbar und Berät auch über Antragsformulierungen und mögliche Erfolgsaussichten. Kontakt auch per Email unter: joachim.thiehoff@dorsten.de

Zwei Anträge aus Lembeck standen zur Abstimmung

An diesem Porte-Abend durften die Gäste über zwei Anträge abstimmen. Als erstes stelle Ulla Küsters als Vorsitzende der Fördergemeinschaft Seniorenzentrum Lembeck den Antrag zur Bezuschussung einer geeigneten Sitzbank für Kinder auf den wiederbelebten Spielplatz Bonhoefferring, nahe dem Seniorenzentrum. Geplant ist eine ca. 900 € teure Tisch-Bank-Kombination, in der Größe für Kinder geeignet. Diese soll gemäß den Auflagen fest im Bereich der anderen Bänke einbetoniert werden. 600 € trägt der Förderverein und den Rest in Höhe von 300 € wurde aus Geldern des Bürgerbudgets beantragt.

Der zweite Antrag ist für die Erweiterung der T.O.T.-Räume bestimmt. T.O.T.-Leiterin und Pädagogin Katja Breuer und der T.O.T.-Mitarbeiter Helge Hesse haben große Pläne und wollen das Angebot für Jugendliche ab 15 Jahren erweitern. Dafür soll der jetzige Messdienerraum im Pfarrheimanbau, mit einem Zuschuss in Höhe von 1830,- € aus dem Bürgerbudget und einem Eigenanteil von 2700,- € mit Sofas, Fernseher, Musikanlage und Playstation aufgerüstet werden.

Der bis jetzt noch spartanisch eingerichtete Raum soll dann freitags in der Zeit von 19 bis 22 Uhr unter der Leitung von Helge Hesse für Jugendliche zum Spielen und Chillen genutzt werden.

Beide Anträge wurden am Porteabend mit großer Mehrheit zugestimmt und damit waren die Zuschüsse für dieses Jahr verplant. Für das kommende Jahr versprach die Stadt, das Bürgerbudget für alle Stadtteile zu verdoppeln. Diese auf 1 € pro Einwohner erhöhten Gelder bescheren den Lembecker Projekten im kommenden Jahr rund 5300 €.

Taschengeldbörse und Seniorenbegleitung

Winfried Dammann und Hugo Bechter vom Seniorenbeirat der Stadt Dorsten waren ebenfalls Gäste des Porteabends und beschrieben eindrucksvoll die Möglichkeiten der Taschengeldbörse und Seniorenbegleitung. Um das Miteinander der Generationen zu fördern, bietet die Taschengeldbörse eine im gesamten Bereich Dorsten vernetzte Möglichkeit, Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren durch Hilfe bei alltäglichen Dingen ihr Taschengeld aufzubessern. Oft sind es Senioren, die Hilfe im Garten, beim Einkaufen oder anderen Dingen gebrauchen können.

Das Team der Dorstener Taschengeldbörse ist jederzeit per Email unter taschengeldboerse-dorsten@gmx.de erreichbar und zur persönlichen Sprechstunde jeden 1., 2. Und 4. Donnertag im Monat in der Zeit von 14 bis 18 Uhr im Büro „Agentur für Ehrenamt“, An der Fehme 1 in 46282 Dorsten anwesend. Sprechstunde im T.O.T.-Lembeck ist jeden 3. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr. Das Team und vor allem viele Dorstener Senioren freuen sich über Euer Interesse.

Die Seniorenbegleitung Dorsten ist ebenfalls eine Initiative des Seniorenbeirats der Stadt Dorsten und hilft Senioren, die im alltäglichen Leben schnell und unbürokratisch Hilfe benötigen. Die Seniorenbegleitung Dorsten verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und hilft kostenlos!

Ob Fahrten / Begleitung zum Arzt und zu medizinischen Behandlung, Einkaufshilfe und Einkaufsdienst, Behördengänge, Besuche zu Hause mit Spiel und Unterhaltung, Spaziergänge (auch im Rollstuhl), Besuche bei älteren Menschen – um Gespräche zu führen und deren Einsamkeit zu lindern oder für Informationen über Angebote und Hilfen für Senioren in Dorsten / Raum Dorsten. Verständlicherweise werden keine Putz- oder Gartenarbeiten und auch keine pflegerischen Tätigkeiten angeboten.

Erreichbar ist die Seniorenbegleitung montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02362-793659. Hugo Bechter und Winfried Dammann, An der Fehme 1 in 46282 Dorsten.

Gesamtplanung für Dorstener Spiel- und Bolzplätze

Stefan Breuer, Jugendamtsleiter der Stadt Dorsten und ebenfalls Porte-Mitglied der ersten Stunde und Bürgermeister Tobias Stockhoff erklärten die Gesamtplanung der rund 160 Spiel- und Bolzplätze im Raum Dorsten.

(Anmerkung der Redaktion: „Was wäre die Dorstener Stadtverwaltung ohne die kreativen Lembecker Köpfe?“).

Stefan Breuers Vater Josef Breuer leitete von 1970 bis zum Ruhestand 1989 das Dorstener Jugendamt. Spezialist für Spielplätze war Stefan Breuer einige Jahre beim Jugendamt Oberhausen und trat dann in die Fußstapfen seines Vaters und ist heute Leiter des Dorstener Jugendamtes.
Für die Gesamtfläche der Stadt Dorsten mit allen Stadtteilen sind für die Bevölkerung rund 75 bis 90 Spielplätze vorgesehen – Dorsten hat rund 160!

Diese verschlingen Unsummen an Geld und unter dem Motto „weniger ist mehr“ hat die Stadt Dorsten eine große Online-Umfrage für alle Bürger gestartet (Link nachfolgend). Die Bürgerinnen und Bürger aller Stadtteile dürfen als „Experten“ in ihrem jeweiligen Quartier abstimmen und kommentieren.
Die Stadt und alle Planer möchten in dieser Onlineumfrage wissen: Welcher Spielplatz wird gut angenommen? Welcher könnte schöner sein? Welcher Spielplatz kann aufgegeben werden? Das so gesparte Geld kann wieder in Spielplätze investiert werden.

Auf der Seite www.dorsten.de/spielplaetze gibt es ab sofort eine Erläuterung zu dieser Umfrage. Ein weiterer Link unten auf der Seite führt direkt zu einer Onlinekarte, auf der alle Spielplätze dargestellt sind. Hierzu gibt es Fotos und Kommentarmöglichkeiten. Ein eigens dafür erstellter Flyer (Bild unten) beschreibt weiteres und bietet einen QR-Code für den Direktlink über Smartphone.

18. Porteabend in der Schule Beck

Ein kreatives Team braucht wechselnde Örtlichkeiten. Eine nette Geste, die sich auf Porteabenden etabliert hat, ist der wechselnde Veranstaltungsort als Treffpunkt. Oft haben Vereine, Privatpersonen und auch Graf Merveldt Räumlichkeiten bereit gestellt und sich als Gastgeber bewährt. Für die im Frühjahr 2019 geplante 18. Porte hat sich Familie Böckenhoff kurzerhand bereit erklärt, als Gastgeber die „Schule Beck“ anzubieten. Adresse und genaues Datum mit Uhrzeit werden rechtzeitig hier auf Lembecker.de veröffentlicht. Wer mit Fahrrad kommen will, kann sich einer Gruppe anschließen, die sich im Dorf auf dem Parkplatz Bügers trifft.

06.09.2018 – Lembecker.de – Frank Langenhorst

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