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Jugendherberge Lasthausen

Seit dem 31. Oktober 2016 (nach 64 Jahren) wegen zurück gegangenen Besucherzahlen sowie investitionsbedarf geschlossen. Foto: Archiv Lembecker.de
Jugendherberge im November 1952

Im Jahre 1909 konnte der Lehrer Richard Schirrmann in Altena / Westfalen die erste Jugendherberge der Welt in der Nette-Schule einrichten. 1912 folgte, dank Unterstützung des Landrates Thomèe, die erste ständige Einrichtung einer Jugendherberge in der Burg Altena, die noch heute ein Pilgerort für viele Jugendherbergsfreunde aus aller Welt ist.

Schnell fand diese Jugendherbergsidee Freunde, Gönner und Förderer und schon 1913 konnten 83 Jugendherbergen mit insgesamt 60.000 Übernachtungen im Jahr gezählt gezählt werden.

1932 wurde in Amsterdam der Internationale Jugendherbergsverband gegründet. Der Jugendherbergsgedanke wurde weltweit und hat in seiner Beliebtheit Kriege und schlechte Zeiten, wenn auch mit Krisen und Rückschlägen, stetig aufwärtsstrebend überstanden.

Heute gehören 50 Länder der “International Youth Hostel Federation” an mit insgesamt über 4678 Jugendherbergen (Stand: 1979). Israel und Ägypten sind ebenso dabei, wie Polen, Japan und Uruguay.

Der Jugendherbergsverband Westfalen-Lippe kaufte 1951 von Wilhelm Rößmann ein gut erhaltenes, aber fast 200 Jahre altes Bauernhaus mit mittelgroßem Gelände in Lembeck-Lasthausen (nah an der Wulfener Grenze). Daraus errichtete er nach gründlichem Ausbau im Herbst 1952 eine Jugendherberge mit 69 Betten (Bild oben). Man wollte damit einen Wanderstützpunkt für die Jugend des nördlichen Industriegebietes in dem schönen Wandergebiet der Herrlichkeit Lembeck gewinnen. Sehr bald ergab sich, dass diese Erholungsstätte den sehr großen Ansprüchen nicht mehr genügte; darum wurde 1958 durch den Landesbaupfleger Brunne-Münsterein Anbau mit 40 Betten und Wohnung geschaffen, der Altbau im Erdgeschoss mit neuer Küche und zwei Tagesräumen versehen und beide Bauteile durch einen Zwischenbau mit sanitären Räumen verbunden. (Bild unten)

Jugendherberge 1962

Schon bald bestätigten Schulklassen, Jugendgruppen, Erholungsfreizeitler und Wanderer, wie richtig es war, das Jugendherbergsnetz um dieses Haus zu bereichern. Wenn auch der Jugendherbergsverband in all den folgenden Jahren innen und außen manches verbesserte, konnte das ehemalige alte Rößmann-Bauernhaus doch nicht schritthalten mit den Anforderungen und Maßstäben, die heute einem solchen “Mehrzweckhaus für die Jugend” auferlegt werden. Brandschau-Auflagen und Forderungen der Heimaufsicht brachten die Entscheidung für einen völligen Durchbau der bestehenden Gebäude. Von den 1975 vorhandenen 96 Bettplätzen mussten soviele gestrichen werden, dass nur ein Erweiterungsbau die Lücke stopfen konnte. Mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW, des Kreises Recklinghausen und der Stadt Dorsten, wurden die Arbeiten, trotz mancher Schwierigkeit, im Jahre 1978 durchgeführt.

 

 

Jugendherberge 1978

Eine völlig überholte und erweiterte Jugendherberge mit 112 Betten in kleinen Schlafräumen, mit Lehrer- und Begleiterzimmern, mit einer ausreichenden Zahl an Tages- und Freizeiträumen, mit Duschen und anderen guten sanitären Einrichtungen, aber auch ausreichendem Freiraum mit Betätigungsmöglichkeiten für Spiel und Sport konnte so in einer kleinen Feierstunde am 30. August 1978 wiedereröffnet werden. Von 1952 bis zu diesem Tage hatten 273.706 Gäste die Bauernhaus-Jugendherberge besucht und viel Freude und Erholung im Bereich der “Herrlichkeit Lembeck” gefunden. Mögen auch alle zukünftigen Gäste von nah und fern sich hier wohl fühlen.

Adresse:

Jugendherberge Lembeck

Im Schöning 83

46286 Dorsten-Lembeck

Bilder-Quelle: Archiv Heimatverein, private Sammlungen und Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1979

 

Lembecker Jugendherberge schließt Ende Oktober