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Dorfbrunnen & Dorfpumpe

db-1Die Lembecker Dorfpumpe & der Lembecker Dorfbrunnen

Nachdem im Jahre 1908 ein Fluchtlinienplan für das Dorf Lembeck aufgestellt wurde, mussten einige Gehöfte im Dorf dem Straßenbau weichen, so auch das Gehöft der Witwe Wolthaus an der Ecke Bahnhofstraße / Wulfener Straße. Zurück blieb der Brunnen.

Bis zu dem Zeitpunkt benutze auch die Familie Kortendieck diesen Brunnen und bestand auf dem Recht, auch weiterhin dort Wasser zu entnehmen. Der alte Brunnen bedeutete aber eine Gefahr für die Kinder im Dorf. So beschlossen die Gemeindeverordneten am 13. Dezember 1911 einen Gemeinschaftsbrunnen daraus zu machen.

1927 wurde der Dorfbrunnen wiederum verändert. Man entfernte den alten Bretterverschlag am Brunnen und Fritz Küpper, als Geschichtsforscher bekannt, baute ein Pumpenhäuschen mit dem beim Bau der Dorfschule (Laurentiusschule) übrig gebliebenen Klinkersteinen.

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1937 wurde hier u.a. mit Kutschen Wasser für das Vieh auf den Feldern geholt. Im Bild sind (von rechts nach links) abgebildet: Heinrich Cosanne, Josef Heitmann, Heinrich Beckmann und Heinrich Körber. Im Hintergrund ist das alte Haus von Weßeling zu sehen. Aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten und der Gefahr, dass Kinder in den Brunnen fallen könnten, entschied man sich 1969, den Dorfbrunnen abzureißen. Er wurde so abgerissen, dass das Mauerwerk in den Brunnenschacht stürzte und damit für so manche Überschwemmung in benachbarten Häusern sorgte, die bis zur Verlegung der Landleitung des Wasserwerkes mit unterirdischen Rohren vom Brunnen versorgt wurden. Heute steht an diesem Platz (Dorfmitte/Ecke Wulfenerstr.-Bahnhofstr.), dem sogenannten “Plätzchen” eine kleine, überdachte Bushaltestelle mit Bank.

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Der “neue” Dorfbrunnen wurde 1982, unmittelbar nach dem Abriss des alten Textilhauses Kipp (1979) auf dem freigewordenen Grundstück vor dem Kirchplatz an der Ecke Wulfener Straße / Bahnhofstraße errichtet. In den 90er Jahren kam die Kolpingstatur hinzu. Der Dorfbrunnen ist mit einem Wasserfall versehen und wird mit einer Grünfläche und einem Sitzplatzrondell (zum Kirchplatz) umgeben. Eine Handpumpe mit Wassertrog ist links im Bild zu sehen.

Die Planung des Dorfbrunnens wurde als Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Auf dem Bild ist der Entwurf vom Architekturbüro Risthaus zu sehen.

Im Mai 1983 wurde die Dorfpumpe dann durch Bernhard Loick, Baronin von Twickel und Hermann Bügers in Betrieb genommen (siehe Zeitungsartikel unten).

2005 wurde der Dorfbrunnen und der Kirchplatz verschönert

„Ein wahres Schmuckstück für Lembeck“ – mit diesen Worten weihte Pfarrer Alfred Voss am Sonntag Vormittag stolz den neuen Kirchplatz St. Laurentius ein. Nach vier Jahren Verhandlungen, Planung und Bau ist nun endlich Zeit zum Feiern.

Zur Einweihung wurde der neue Kirchplatz zum Dorf-Zentrum. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Lembecker vor der St. Laurentiuskirche, um sich das Ergebnis des 287 000 Euro teuren Umbaus anzuschauen.

Die Blaskapelle Harmonie, Kirchenchor und der Kindergarten St. Laurentius sorgten für feierliche Musik, Pfarrer Alfred Voss segnete den neuen Platz. „Dank für dieses gelungene Werk gilt der Stadt, den Architekten und ausführenden Firmen und den vielen freiwilligen Helfern“, sagte Voss. „An diesem Platz können wir uns alle erfreuen.“ Heimatverein und Kolping-Familie haben sich um die Gestaltung des Dorfbrunnens und der Stützmauern gekümmert, die Feuerwehr pumpte die Zisterne leer, der Verein der Gartenfreunde wird zukünftig die Grünpflege des Platzes übernehmen.

„Aus der Kraterlandschaft nach Beginn der Baumaßnahmen ist inzwischen ein schöner Kirchplatz geworden, auf den wir alle ein Auge haben sollten“, mahnte Pfarrer Alfred Voss. Die 550 Quadratmetergroße Fläche soll hv-dorfbrunnen-neu3schließlich lange so schön bleiben, schließlich ist sie der neue Stolz der Lembecker. Dank der neuen Elektroinstallationen und Lichtquellen „kann man unseren Kichturm nachts sogar von Rhade aus sehen“, scherzte Architekt Stefan Risthaus. Und auch mit den Gerüchten, die während der Bauphase im Dorf kursierten, wollte er aufräumen. „Auch wenn die Grabungsarbeiten es vermuten ließen, wir wollten zu keiner Zeit eine Tiefgarage mit direktem Zugang zum Altarraum bauen“, sagte Risthaus augenzwinkernd.

Der Dorfbrunnen 2005
Der Dorfbrunnen 2005

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