Heimatverein umradelte die Lembecker Ortsgrenzen

Lembeck – Grenzwertig im positiven Sinne war die Radtour am Freitag zur Erkundung der alten und aktuellen Lembecker Ortsgrenzen. Grenzwertig war aber leider auch die zu kurzfristige Ankündigung, vier Tage vor Tourbeginn. Dennoch folgten 18 Teilnehmer der Einladung und machten sich um 13 Uhr vom Heimathof am Krusenhof auf die ungewöhnliche Reise.

Der elektronische Routenplaner gab die Strecke mit einer Gesamtlänge von 43,5 Km aus, die bei einer durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit von 14,8 Km/h 2 Stunden und 55 Minuten dauern sollte. Trotz einiger kleinen Pausen zum Beine vertreten an den Straßen Zum Vorwerk, Wulfener Straße / Ecke B 58, Heidener Straße in Höhe der neuen Windkraftbaustellen und einer Kaffee- und Kuchenpause in der Waldschänke (in Nähe der Grenze Lippramsdorf / Lembeck) erreichte die Fahrradtruppe gegen 17.15 Uhr wieder unversehrt den Heimathof.

Die Straßenstrecke

weiß: Lembecker Grenze vor 1975 (Schnattgang ca. 38 Km).
rot: Grenzumfahrung / Schnattgang 2017 (ca. 41 Km)

Die am Freitag, den 28. Juli um 13 Uhr beginnende Grenzerkundung verlief über die Straßen:
Vom Heimathof durch Endeln zum Stuvenberg, Lembecker Straße, Gemener Straße am Rhader Bahnhof vorbei, Emmericher Straße, Neuer Grund, Haverkämper Weg, Zum Vorwerk, dann links an der A 31 vorbei, Deutener Weg an der Bahnstrecke entlang, Lasthausener Weg, Im Schöning, Wulfener Straße, Präsenkamp, Wiesental, Maiberger Allee, Braunfelder Allee, dann bei Große Hörsticken, Patenberg, Pasing und Vierhaus vorbei in den Specking, Dorfstraße in Reken, Rekener Straße, Mühlenweg, An der Landwehr, Wessendorfer Weg, Im Elven, Am Kalten Bach, Am Hünengrab, Mainstraße, Am Stuvenberg und schließlich zum Endpunkt, dem Heimathof am Krusenhof.

Die Geschichte des Schnadeganges – Erkundung der Ortsgrenzen

Der Schnadegang, mitunter auch Schnadezug, Schnatgang oder Schnadgang, bzw. auch Grenzgang oder Grenzengang genannt, ist in zahlreichen Gemeinden ein wiederbelebter alter oder seit Jahrhunderten bestehender Brauch der Grenzbegehung. Zurückzuführen sind die Rundgänge auf Streitigkeiten der Orte wegen angeblicher oder tatsächlicher Grenzverschiebungen. Früher dienten Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben als Grenzmarkierung. Bis zum 17. Jahrhundert dienten zur Markierung auch eigens gepflanzte Bäume, in die man mit der Axt ein Kreuz hineinschlug, dann ging man zur Verwendung von Grenzsteinen (Hutesteine) über. Diese bestehen häufig aus einem anderen Material als die Gesteine aus der Umgebung, damit man die Grenzsteine besser von den natürlichen Steinen unterscheiden kann. Um die Korrektheit der Gemeindegrenze zu kontrollieren, die Grenzmarkierungen freizuschneiden und den neuen Bürgern die Kenntnis über den Verlauf der Grenzen zu vermitteln, fand anfangs eine amtliche Grenzbegehung statt, die dann alle ein oder zwei Jahre wiederholt wurde. (Quelle: Wikipedia)

Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)
Foto: Andreas Fasselt (Heimatverein Lembeck)

30.07.2017 – Andreas Fasselt / Heimatvein Lembeck und Frank Langenhorst / Lembecker.de

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