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Balu62 ist offline Balu62  
Er schreibt mir aus der Seele !!!
1 Beitrag - Einmalposter
Ja was soll ich noch dazu sagen. Dieser Mann schreibt mir aus der Seele,was Lembeck angeht. Das Lembeck den Anschluss verloren hat hatte damit zu tun das unsere sogenannten Spezialisten ( Planer ) sich eingemischt hatten und Lembeck darauf gehört hat. Leider !!! Nun gut ist halt passiert. Aber warum lernen wir nicht daraus ??? Apropo Leerstände : Es ist doch immer das gleiche : Es ist schon sehr schwer einen Laden zu führen das ist wohl jedem bewusst oder ??? Nehmen wir nur die Gesetzeslage. Aber nicht genug damit !!! Wenn man den Mietspiegel beobachtet der zur Zeit auch in Lembeck herrscht braucht man sich doch nicht wundern das viele Ladenbesitzer aufgeben. Es ist wichtiger hohe Mieten zu erzielen als Arbeitsplätze zu erhalten . Alleine die Steuergelder die nicht mehr reinkommen die Arbeitslosengelder die gezahlt werden müssen und und und. Ich weiß nicht was schlimmer ist ???? Aber solange sich dieses Denken nicht ändert wird auch Lembeck bald nicht mehr Geschäftsfähig sein. Schaun wir doch ,mal die Stadt Dorsten an. Dorsten ist finanziel total am Boden und sie machen immer weiter mit diesen Praktiken. Vieleicht haben wir viel zu viele Sesselpurzer die etwas zu sagen haben wollen ,ich weiß es nicht. Man kann nicht alles Studieren oder ??? Vor allem nicht ein Dorf zu planen das muß aus dem Herzen kommen. Aber wie gesagt das ist nur meine persönliche Meinung ..... und weg
Beitrag vom 20.07.2013 - 17:49
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Themenicon    Kommentar von Fritz Cosanne per Email:
Administrator
585 Beiträge - Alter Hase
Hallo Frank,

zu dem Artikel folgendes:

Bravo an den Autor. Er ist mit offenen Augen und wie man heute vielleicht sagt "eingeschalteter Festplatte" durch Lembeck gegangen. Der Kollege kennt sich ziemlich gut aus, kann treffend formulieren und ich stimme in allen Teilen voll zu.
Ich glaube zu wissen, wer sich dahinter verbirgt. Dieser "Weckruf" ist dringend nötig. Ich hoffe, er bewirkt etwas.

Bei den vielen No-Names und Synonymen kannst Du gerne meinen Namen verwenden weil ich hoffe, dass das etwas zur Offenheit beiträgt.


Viele Grüße

Fritz Cosanne

(Kommentar der Red.: Danke fürs Feedback - hab ich direkt gepostet)



Redaktion / Frank L. (Webmaster)

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Beitrag vom 19.07.2013 - 16:09
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Themenicon    WAZ-Artikel: "Rhader Bürger planen ihren Ortsteil um"
Administrator
585 Beiträge - Alter Hase
Aufgrund der Nennung und Nachfrage hier mal der besagte WAZ-Artikel "Rhader Bürger planen ihren Ortsteil um" vom 16.07.2013:

Rhade. Die Rahmenplanung Rhade ist nach fast drei Jahren abgeschlossen. Der Arbeitskreis präsentiert die Ergebnisse im Carola-Martius-Haus. Das Stadtteilentwicklungskonzept umfasst sechs Teilbereiche.

70 Rhader Bürger sind ins Carola-Martius Haus gekommen, fast zweieinhalb Stunden lauschen sie aufmerksam den vorgetragenen Maßnahmen der Rahmenplanung Rhade, die zur deutlichen Aufwertung des Ortsteils führen sollen.

Fast drei Jahre lang hat sich ein Arbeitskreis, bestehend aus Mitgliedern des Rates und der Fachausschüsse, im Zwei-Monats-Rhythmus mit den städtebaulichen Planungs- und Entwicklungs-Potenzialen in Rhade beschäftigt. Unterstützt wurde der Arbeitskreis immer wieder von sachkundigen Bürgern.

Am Montagabend werden die Ergebnisse auf der Abschlussveranstaltung vorgestellt. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst ist gekommen, er lobt immer wieder das hohe bürgerliche Engagement im Ortsteil, er spricht von einer einzigartigen Veranstaltung und von einer „Chance für Rhade“.

Aufgeteilt ist das Stadtentwicklungskonzept in sechs Teilbereiche: Dorfkernentwicklung, Verkehr, Freiraum, Baulandentwicklung, Soziales und Wirtschaft.
Dorfkernentwicklung

Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass die historische Dorfstruktur erhalten bleiben soll. Der Dorfkern soll aber attraktiver werden. Ganz wichtig: Die Verkehrslage auf der Debbingstraße ist im Sinne der Fußgänger neu zu ordnen.
Verkehr

Defizite weist vor allem der Ausbaustandard der Straßen innerhalb der zentralen Geschäftsbereiche (Debbingstraße und Lembecker Straße) auf. Der Verkehr soll entschleunigt werden, das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer gestärkt werden. Darüber hinaus sollen die Radwege-Verbindungen im gesamten Ortsteil optimiert werden.
Freiraum

Im Fazit steht es schwarz auf weiß: Rhade ist ein Ortsteil mit hohem Freiraum-Anteil, den es zu schützen und zu bewahren gilt. Daher sollen touristische Aktivitäten, die nach und nach angestrebt werden, aus den Naturschutzgebieten herausgehalten werden. Die Vereinssportaktivitäten sind auf die Sportanlage Dahlenkamp zu konzentrieren. Dort besteht noch Entwicklungspotenzial.
Baulandentwicklung

Keine Frage, es besteht Bedarf. Wegen des demografischen Wandels sind Bauflächen jedoch nur verhalten zu entwickeln. Diese sollen sich vorrangig an den gewachsenen Siedlungsbereichen orientieren.
Soziales

Die Lebensqualität in Rhade ist hoch, ebenso wie das ehrenamtliche Engagement. Es gilt also, soziale Strukturen zu verbessern und die Attraktivität des Ortsteils zu pflegen, um Abwanderungstendenzen zu vermeiden. Die Rhader wünschen sich Unterstützung durch die Stadt Dorsten.
Wirtschaft

Die Landwirtschaft hat in Rhade nach wie vor einen hohen Stellenwert. Es besteht Entwicklungspotenzial, dieses Merkmal touristisch mit Naherholung zu kombinieren. Die Leerstände in den Geschäften sind zu reaktiveren. Hier sollen die Eigentümer aktiv werden, zudem wünscht sich die Arbeitsgruppe Unterstützung der Wirtschaftsförderung.

Christoph Winke / WAZ




Redaktion / Frank L. (Webmaster)

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Beitrag vom 19.07.2013 - 11:37
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hetkemper ist offline hetkemper  
9 Beiträge - Neuposter
Also, hört sich so an, als ob wir uns im Tiefschlaf befinden….
Zum Teil stimmt das wohl. Man muss aber schon aufpassen, dass man nicht wieder nur mit dem Finger auf andere zeigt und dann weiterhin nix tut. Wenn man denkt, dass PLUS schuld am Leerstand ist, vergisst man den Eigentümer des Hauses. Wenn man denkt, die Stadt ist für Investitionen zuständig, vergisst man die privaten Investoren, z.B. Hausbesitzer. Den Zustand einer Immobilie verantwortet der Besitzer! Und wenn man Politik mit „Merkel“ gleichsetzt, tja dann kann man auch getrost weiterschlafen. Politik fängt spätestens am Gemeindedreieck an, nicht erst in Berlin!
Vielleicht auch interessant: Der Mietpreistrend 2012 für Lembeck: 0 %, für Reken: +2,04 % (habe ich im Internet gefunden)

Beitrag vom 19.07.2013 - 11:23
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Linda ist offline Linda  
1 Beitrag - Einmalposter
Ich finde auch das daran viel wahres ist. Und ich denke das sicherlich viele Lembecker daran interessiert sind Lembeck auch langfristig interessant zu halten.

Kann denn nicht eine Rahmenplanung wie in Rhade auch für Lembeck ins Leben gerufen werden?
Ich kenne das Programm im Inhalt zwar nicht aber wichtig ist wahrscheinlich das überhaupt mal über die Entwicklung in Lembeck gesprochen wird.
Beitrag vom 19.07.2013 - 10:12
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Risti ist offline Risti  
37 Beiträge - Mediposter
also, erst mal hat mich das schreiben schon recht bewegt.....

aber der Nachbar aus der ferneren Gegend spricht von uns?! wohnte er in Lembeck? will er zurück?

gegen diese Dorf Politik (für Investitionen ist nun mal die Stadt verantwortlich) können die "Lembecker" sehr
wenig tun....wenn plus den laden zu macht.....machen sie ihn zu....nur ein Beispiel
des weiteren....wer sollte den Parkplatz teeren wollen? für seinen nutzen?!
Der Gülle Geruch gehört zum Dorf!!! der recht selten und nicht so intensiv ist wie beschrieben vorkommt........Vielleicht
wohnt der Autor des Schreibens deswegen nicht mehr in Lembeck???

was kann die Politik tun? die Frage war geil......frag doch mal Merkel was sie für Lembeck tun kann....omg
die Politik schert sich nen Dreck drum....es jammert ja keiner(zumindest nicht genug)

Also wegen den Kneipen und dem Bier trinken....was dem Dorf fehlt ist ein Pub....am besten so was wie in Dülmen
Ein Indoor Sportcenter.....mit Kegel - Bollingbahnen.......mit vernünftigen Restaurant, was auch im Sommer ein supper
Biergarten wäre, die jugendlichen bräuchten nicht mehr zu den Städten fahren um zu feiern....Landjugend ausgeschlossen.....

Aber es Stimmt, das reine Dorfleben wird verschwinden........es wird immer mehr zur Stadt......irgendwann kommt auch
ein Einkaufszentrum nach Lembeck (ich rechne recht schnell damit) so in 2 Jahren schon.....

An dem Schreiben ist aber recht viel dran......

Danke zum Nachdenken






Immer Positiv denken
Beitrag vom 19.07.2013 - 04:17
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Themenicon    Lembeck oder Wünsche nicht, etwas anderes zu sein als was du bist, aber versuche, dies so gut wie möglich zu sein.
Administrator
585 Beiträge - Alter Hase
Hier mal ein Schreiben (per Email an Lembecker.de) eines nicht namentlich genannten Kollegen aus der ferneren Nachbarschaft, das zum Nachdenken einlädt:

Lembeck oder Wünsche nicht, etwas anderes zu sein als was du bist, aber versuche, dies so gut wie möglich zu sein.

Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen: Irgendetwas läuft nicht mehr rund in Lembeck, diesem (nur noch flächenmäßig) größtem Stadtteil in Dorsten.
Was ist eigentlich aus dem stolzen Dorf geworden, aus der stolzen Handwerkerschaft und den stolzen Unternehmen? Was ist aus dem Willen geworden, das Dorf heimelig und einladend zu gestalten? Und zwar für die Dörfler, wie auch für die Gäste?
Heute erscheint das Dorf abgeschlagen und – für einige noch schlimmer – im Vergleich zu den direkten Nachbardörfern abgehängt. Die einhellige Meinung, es liege nicht an den Dörflern, sondern an der Stadt Dorsten, mag beim Zustand der Straßen im Vergleich z.B. zu Klein-Reken noch nachvollziehbar sein, ändert aber nichts.
Zugegeben, die Straßen sind schlecht (trotz der neuen Heidener Straße), wo aber entsteht Protest dagegen? Und vor allem: Sind Straßen der alleinige Maßstab für einen einladenden Ort?

Oder gehört dazu nicht auch die Möglichkeit, im Sommer in einer Kneipe im Biergarten zu sitzen? Nun ja, im Dorfkern gibt es tatsächlich noch bei einer Kneipe die Möglichkeit dazu (wohlgemerkt: Kneipe, nicht Restaurant oder Kaffeehaus), vor wenigen Jahren waren es noch einige Möglichkeiten mehr. Und wenn es später werden soll, bleibt man direkt sitzen, da alle anderen entweder nicht mehr existieren, oder eben schon als Restaurant oder Café geschlossen sind. Man kann natürlich die Meinung vertreten, dass das Kneipensterben alle Dörfer und auch Städte betrifft. Das stimmt übrigens, nirgends jedoch ist das Siechtum soweit fortgeschritten, nirgendwo sterben Kneipen so heimlich, still und leise. Und, um noch einmal auf die Nachbardörfer aufmerksam zu machen: es gibt dort auch andere Beispiele, in Dörfern, die kleiner sind und über die gerne mal an der verbliebenen Theke in unserem Dorf eher abschätzig gesprochen wird.

Wobei sogar Rhade nun in der Einwohnerstatistik an Lembeck vorbeigezogen ist. Und das liegt nicht daran, dass man aufgrund der Lembecker Straße schneller aus dem Dorf raus ist, als in Lembeck. Vielleicht liegt es eher am sogar vergrößerten Einzelhandel? Oder an den Vereinsaktivitäten? Die Gegend wird es wohl nicht sein, sie ist ja doch mit Lembeck vergleichbar. Aber, und das scheint ein entscheidender Unterschied zu sein: Rhade hat einen Plan, wie man jetzt in der Zeitung nachlesen konnte. In Rhade gibt es einen abgestimmten und verabschiedeten Plan zur Weiterentwicklung des Dorfes. Für Lembeck ist so etwas unbekannt. Man muss die Inhalte des Rhader Planes nicht gut finden, man muss aber anerkennen, dass es eine offensichtlich gemeinsame Anstrengung gibt, das Leben in diesem Dorf zu verbessern.
Und in Lembeck bekommt man es noch nicht einmal hin, sommerliche „Events“ so zu planen, dass sie nicht alle an einem Wochenende stattfinden. Wer redet eigentlich mit wem?

Apropos Einzelhandel. Man muss ihn nicht mögen, aber er scheint in Rhade zu funktionieren. In Lembeck steht der ehemalige Discounter dafür seit Jahren leer (oder wird in einen Laden für Fußbodenheizungen umgebaut). Dadurch wird das Dorf auch nicht schöner. Daneben entfaltet sich in schöner Regelmäßigkeit ein Sandsturm auf einem Parkplatz, der früher mal bebaut war (Kornbrennerei) und heute nicht einmal mehr gepflastert oder geteert ist – und das mitten im Dorf! Natürlich wirkt sich eine optische Aufwertung dieses Platzes nicht sofort finanziell aus, aber auch hier kann man den Gesamteindruck des Dorfes verbessern. Und das wird sich langfristig auch finanziell positiv auf die Besitzer dieses Platzes auswirken.
Übrigens haben in diesem Jahr junge Lembecker Abitur gemacht, die nicht mehr wissen, dass man im „Brauhaus“ tatsächlich mal Bier trinken konnte… Wahrscheinlich gehen sie davon aus, dass diese verfallene Ruine schon von Anbeginn der Zeiten als Alleinstellungsmerkmal zu Lembeck gehört wie das Schloss oder die Kirche.

Wenigstens gibt es in unmittelbarer Nähe zur Kirche jetzt eine weitere Kneipen-, bzw. Restaurantimmobilie, die zwar auch leer steht, aber noch nicht verfallen ist. Mal schauen, wie lange das noch so ist.
Keinesfalls erhebt diese kleine Liste der Leestände Anspruch auf Vollständigkeit, die erwähnten Geschäfte gehören aber zum Dorfkern und fallen jedem Gast sofort auf. Dazu gehören natürlich auch die beiden Ladenlokale an der Schulstraße oder die ehemalige Drogerie-Filiale. Alles in etwa so einladend wie eine Stadt im Wilden Westen nach dem Goldrausch.
Ach ja, so etwas wie einen Goldrausch gibt es in Lembeck augenscheinlich auch. Leider jedoch besteht dieser Rausch aus unzähligen Mastbetrieben, die natürlich die Ausscheidungen von vielen hundert tausend Tieren irgendwo wegschütten müssen, dass es nur so rauscht und stinkt.

Wer soll die Tiere eigentlich mal essen? Nix gegen Wirtschaftswachstum, aber mit etwas mehr Sinn und weniger Subventionen (also: Steuergeldern)! Es muss auch in Lembeck darüber diskutiert werden, wem dies alles nützt! Und vor allem müssen wir Lembecker sagen, ob wir in unserem Dorf noch mehr Ställe, noch mehr 50-Tonnen-Schlepper und noch mehr Gülle-Geruch wollen.
Es bietet sich also für denjenigen, der mit dem Gedanken spielt, in Lembeck zu wohnen, oder dieses Dorf regelmäßig zu besuchen, folgendes Bild:
Wenn man was einkaufen will, ist man sehr stark eingeschränkt oder man sucht den Weg in die nächste Stadt (wobei Dorsten auch nicht wirkt, als wäre es eine Einkaufsmetropole). Wenn man Essen gehen will, sind die Auswahlmöglichkeiten im Dorf eher eingeschränkt. Das gleiche gilt für einen Besuch in der Kneipe. Dafür kann man jederzeit dem Zahn der Zeit begegnen, sei es bei den Straßen (Rhader und Rekener Straße sind wohl der Grund für die Zunahme von Geländewagen: ohne sie kann man diese Pisten auch kaum noch befahren) oder bei leerstehenden Gebäuden, die schon nicht einmal mehr auf Wiederbelebung warten, sondern den Gnadenschuss herbeisehnen. Das innere Auge sieht noch Wildwest-Dornenbüsche, die durch die Straßen geweht werden.

Na ja, wenigstens ist das Schloss eine Attraktion und durchaus empfehlenswert. Leider ist es weit weg. Dieser Abstand spiegelt sich unleugbar im Verhalten des Besitzers zu dem Dorf wieder, dessen Namen seine Familie lange trug. Oder wirkt er im Hintergrund für ein lebenswertes und liebenswertes Lembeck? Im Vordergrund fällt er auf jeden Fall nicht auf.
Das ganze wird natürlich garniert von einem strengen Güllegeruch, der wochenlang durch das Dorf wabert.
Warum ist das so? Warum kann man kleine, inhabergeführte Läden nicht im Dorf halten? Warum kann man für Filialschließungen, wie z.B. die Drogerie, keine Ersatzmieter bekommen? Ab wann wirken sich diese Leerstände und das damit einhergehende trostlose Bild des Dorfkerns auch auf die harten Fakten aus, wann also sinkt z.B. der Mietpreis oder der Preis für Bauland? Wie viel Einschränkung bedeuten die vielen neuen Ställe in den Außenbereichen für die Naherholungsqualität? Wie lange will das Dorf eigentlich noch darauf warten, dass „Die da auf´m Amt“ ihren Arsch hoch kriegen?

Oder einfacher: Wann bekommen die Lembecker ihren Arsch hoch? Wann werden Ideologien überwunden, wann wird das eine große Ziel – fernab von sonstigen berechtigten oder auch nur scheinbar berechtigten Vorbehalten - in Angriff genommen? Wann wird also die direkte Nachbarschaft mit der größtmöglichen Lebensqualität versehen? Was kann jeder Einzelne tun? Was kann die Politik tun? Wer fragt die Lembecker Vertreterinnen und Vertreter im Rat der Stadt oder im Kreistag? Was tun sie für Lembeck, besser: für die Bürger von Lembeck?

Lembeck hat den Anschluss verloren, die Frage ist nur noch, wann wir das einsehen und uns geschlossen dagegen wehren. Die Zeit des Aushaltens ist vorbei, es ist genau das Dorf, was wir daraus machen, jeder von uns!




Redaktion / Frank L. (Webmaster)

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zuletzt von Lembecker de am 17.07.2013 - 23:04.
Beitrag vom 17.07.2013 - 19:13
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