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Plattdütschke Misse, Sunndag, 8. Oktober 2017 in Lembeck

Lesung:

Ett wass eenmaol in´t Jaohr 1017, dat sick´n paar aolle Germanen met öhre Famillgen eenen Plass to´t Liäben utsochen, natürlick an`t Water, genauer saggt: anne Lehmbecke. Van dän Dag an heiten de iärste Siedlung  ” Lehmbecke”  un läter an häbbt se dat “e” an´t Enne wegloaten un dao heiten´t dann blos noch “Lembeck”. Twee hunnert Jaohr lang häddn de Lembecker kenne Kiärke. In´t Jaohr 1207 häbbt se sick de höchste Stiäh van de Siedlung utsocht un up dän Puckel de iärste Laurentius-Kiärke drup baut. Daomet häddn de Lembecker alls richtig maakt: Se häddn St. Laurentius midden in´t Duorp!  Van de Tied an trokken mähr un mähr Menschken in´t noch kleine schummrige Lembeck. Ut de Buerschoppen ringsherüm kämen de Löh nao de Hillige Misse. De Christianiseerung meik nich Haolt vör Lembeck. Tofall off nich Tofall: Jüst met de Reformation in 1517 wass dat Duorp Lembeck genau 500 Jaohr aolt. Dän deertigjaöhrigen Krieg van 1618 bes 1648 met sien ganze Elend soll ook wull bis Lembeck kommen sien. Dann in´t Jaohr 1692: Dao kriäg Lembeck sien Schloß. Sietdäm resideert de Adel dao – met full Land un Buschk rundherüm.

Ett wass eenmaol to de sölwige Tied, ca. 1685, dat wull 50.000 Hugenotten ut Frankriek in dütsche Landen kammen; full bünt kattolschk wuorn. Völlicht is so ook dän Name “Cosanne” nao Lembeck kommen: Ut`t Jaohr 1699 stammt jedenfalls dän iärsten Indrag met düssen Namen.  Öwerhaupt de Franzosen: Godd hunnert Jaohr läter, dao höörde de Härlichkeet Lembeck sogar to´t Kaiserriek Frankriek unner Napoleon, de 1811 bes 1812 dän Weg dao bauen leit, wo vandage Büttgen siene Konnenställe staoht. – Un ook nao Kaiser Wilhelm, Bismarck un twee Wiältkriege läter stonn  Lembeck ümmer noch. –   Gott-sie-Dank!

Wi kommt nu in de Tied, wo wi Liäwende us noch an dat aolle Duorp Lembeck erinnern könnt: Ett wass eenmaol to de Tied, äss ett noch kiene Handys un kien Whatsapp gaff, äss Handel, Banken, Versicherungen un ook de Kiärke noch aohne Fusionen klaorkämen, wu alls noch wat gemütlicker affleip, kuort:  äss ett dat “aolle Lembeck” noch gaff:

De Genossenschaft, de wass noch midden in´t Duorp, Wösten Fritz harr de unner sick. Kuorten Hiärm wass de Schmett. Kipp harr sien Hues un sien Textilgeschäft noch direkt up´n Kiärkplass. Wittbecker, Sprenger, Bölling wiärn noch de Tante-Emma-Lädens. Johann Heiming un de Stellmäker, de wiärn ook noch in´t Duorp. De Laurentius-Kiärke, de wass sunndags ümmer rappelfull – “Orgel Bennard”, allerdings, de satt ook daomaols all buowen!

De Kneipenkultur, de wass in öhre fulle Blüte:  Stegemanns Bernhard un Mia met öhren grooten Saal, Drieks Bürken, Westricks Lutti, Kösters Constantin, Bölling, aollen Sprenger un Steenen Leo – Kiärl nochmaol, wat wass blos  loss in´t Duorp! Nao´t Hochamt satten sick de aollen Buern bi Sprengers Lisbeth inne Köcke un meiken Fröhschoppen – Pulle Schnaps up´n Dischk. Spielmannszug Grün-Weiß, de Blaoskapelle Harmonie, de Chöre  wiörn Stammgäste.

Blagen, de gaff´t ook genoog: De Schoolen in Wessenduorp, up de Beck, in Endeln, de wiärn full – in´t Duorp sowieso. In de Buerschoppen, dao leip ett ook godd rund: Jedereen harr sienen Hoff, siene Arbeit un siene groote Famillgen.

Ett wass eenmaol ´n Duorp, dat heiten Lembeck….

– –  –  Komm, du 1.001 Jaohr!

Helmut Drüing

 

 

 

 

 

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