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Vortrag von Dr. Frese stieß auf großes Interesse im Festzelt

Lembeck – Dass die Lembecker ein großes Interesse an allen Veranstaltungen der Festwoche haben, zeigte sich auch gestern Abend, wo Gräfin und Graf Merveldt zum Vortrag von Dr. Frese ins Festzelt einluden.

Foto: Renate Chmielewski

Wegen des 325-jährigen Schloss-Jubiläums hatten Gräfin und Graf Merveldt bereits zum dritten Mal zu einem Vortrag über die Schlossgeschichte eingeladen und damit, wie Bürgermeister Tobias Stockhoff in seinen Begrüßungsworten launig bemerkte, bereits eine Tradition begründet.

Während die  beiden ersten Vorträge im altehrwürdigen Schlaunschen Saal mit seinem begrenzten Platzangebot vorgetragen wurden, fand dieser Vortrag im Festzelt an der Wulfener Straße statt, in dem mehr als 250 Geschichtsinteressierte mühelos Platz fanden.

Nachdem Ludger Große-Heidermann, der Vorsitzende des Vereins 1000 Jahre Lembeck e.V. , der Bürgermeister und Graf Merveldt die Gäste und den Redner Dr. Werner Frese begrüßt hatten, erläuterte Dr. Frese zahlreiche Details der Genealogie der Herren von Lembeck sowie die Erbgänge und bedeutende Ehen der Herren von Lembeck.

Er betonte, dass „die Herren von Lembeck immer den Ehrgeiz hatten, nach oben zu kommen und dort zu bleiben und als gleichwertig angesehen wurden.“ Interessant war, dass die Herren von Lembeck und die von Raesfeld sich oft zusammentaten – besonders in Form von Heiraten. Die Konstellation Lembeck – Raesfeld wird in den Urkunden mindestens 21 Mal erwähnt. Auffällig war auch die westwärts gewandte Orientierung, die über das Rheinland bis nach Arnheim, Zutphen und Deventer in den Niederlanden reichte. 

Was die Namensgebung der männlichen Nachkommen derer von Lembeck betrifft, kann man auf Plattdeutsch sagen: „Adolf und Wessel wesseln sich ab“. Es gibt einen Adolf VI. und einen Wessel VII., aber auch einen Johann VII, der mit Margareta von Raesfeld verheiratet war.

Dr. Frese schilderte diese Margareta von Raesfeld als reichlich ausgestattete gute Partie, die sehr selbstbewusst und durchsetzungsfähig war.  Allein der Wert ihres detailliert beschriebenen Schmucks entsprach dem Wert von zwei Bauernhöfen. Sie war mit Johann von Merveldt verlobt, bestand aber darauf diese Verlobung zu lösen und setzte sich damit durch.

In ihrer Glanzzeit um das Jahr 1490 bestand die Herrlichkeit Lembeck aus den acht Kirchspielen Lembeck, Rhade, Erle, Altschermbeck, Holsterhausen, Hervest, Wulfen und Lippramsdorf. 1491 wurden allerdings die Rechte an Lippramsdorf verkauft.

1513 heiratete Bertha, Erbin zu Lembeck, Bernd von Westerholt. Damit wurden alle Rechte der Herren von Lembeck auf die Herren von Westerholt übertragen.

 

Foto: Renate Chmielewski
Foto: Renate Chmielewski
Foto: Renate Chmielewski
Foto: Renate Chmielewski
Foto: Renate Chmielewski

 

05.10.2017 – Lembecker.de – Ludwig Drüing

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