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Neue Philharmonie begeisterte Zuhörer in Lembeck (Video)

Lembeck – Nicht nur die Hamburger Elbphilharmonie oder Laeiszhalle bieten audiophilen Hörgenuss, auch die Lembecker St. Laurentiuskirche bewies gestern Abend ein klangvolles Ambiente. Dazu beigetragen hat natürlich das rundum gelungene Live-Konzert der „Neuen Philharmonie Westfalen“.

Die “Neue Philharmonie Westfalen” im Chorraum der St. Laurentius-Kirche Lembeck. Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Im Super-Jubiläumsjahr 2017 hat fast alles ein Thema, 1000 Jahre Lembeck, 800 Jahre Kirchengemeinde St. Laurentius Lembeck und 325 Jahre Schloss Lembeck.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Kirchweihe am 19. Mai 1937 durch Bischof Clemens August von Galen gab die „Neue Philharmonie Westfalen“ gestern Abend ein Konzert in der St. Laurentius Kirche Lembeck. Rund 200 begeisterte Zuhörer spendeten reichlich Applaus. Die Neue Philharmonie Westfalen um Dirigent und Pianist Enrico Delamboye und Sänger Michael Taylor bezauberte mit feinster Musik auf Weltklasseniveau.

Blick von der Orgelbühne. Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Der Anbau der Kirche und die Einweihung vor genau 80 Jahren

Nachdem die Pläne zur Erweiterung der Kirche im Jahre 1843 verworfen wurden, beschloss man im Jahre 1846 den Bau einer Bühne, um 134 weitere Plätze zu schaffen. Im Jahre 1847 wurde diese Bühne von der Firma Mast aus Lembeck für 268 Taler, 21 Groschen und 8 Pfennige gebaut. Der Graf spendete 159 Taler. Zeitgleich beschloss man, eine Taufkapelle als Verlängerung am Nordflügel zu bauen, die am Turm angeschlossen werden sollte. 1860 wurde die Taufkapelle unter dem Pfarrer Friedrich von Gahlen für 159 Taler, 6 Groschen und 9 Pfennige gebaut.
1848 fasste man den Beschluss, eine neue Sakristei an der Ostseite vom Chor zu bauen. Die alte Sakristei sollte der Sitz für die gräfliche Familie werden. Erst 1860 wurde die Sakristei für 268 Taler gebaut und die alte Sakristei zum Chor hin geöffnet. Der Graf spendete hierfür 50 Taler.
Auch nach diesen Baumaßnahmen wurde die Kirche wieder zu klein. In den dreißiger Jahren zählte Lembeck 2847 Katholiken – die Plätze in der Kirche waren aber noch unverändert (265 Sitzplätze, 196 Stehplätze und 134 Plätze auf der Bühne).

Am 10.04.1935 wurde Pfarrer Roth abgeholt.
Nachdem Kinder mit dem Aufnehmen der Steine auf dem Kirchplatz begannen, startete der Anbau der Kirche am 28.04.1936, im März 1936 konnte schon ausgeschachtet werden. Freiwillige wurden in Gruppen aufgeteilt und mussten Steine und Baumaterialien herankarren. Die Arbeitsgruppen begannen mit Hacke, Spaten und Schaufeln mit dem Ausschachten des Kellers. Die Erde wurde mit einer Feldbahn zur anderen Straßenseite in eine Senke gefahren, die heute zugebaut ist. Die Sandsteine aus der Hohen Mark wurden mit Pferdewagen bei schlechtester Wegestrecke angefahren. Auch da mussten Arbeitsgruppen helfen. Die Steine wurden von Fachleuten behauen. Ein Teil der Steine wurde vom abgebrannten Haus Ostendorf in Lippramsdorf angefahren, den Rest stellte der Graf zur Verfügung.

Es folgte die Grundsteinlegung mit einer Messe auf der Betondecke mit Weihbischof Roleff.

Die Kircheneinweihung erfolgte am 19.05.1937, nachdem Clemens August, Bischof von Münster einen Tag zuvor empfangen wurde.

Die Neue Philharmonie Westfalen in Lembeck – Das Konzert-Video (ca. 13 Min.)

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Die Foto-Galerie vom Konzert

20.05.2017 – Lembecker.de – Frank Langenhorst

 

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