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Am Freitag verwandelt die “Neue Philharmonie” die Kirche zum Konzerthaus

Lembeck – Dass die St. Laurentius-Kirche in Lembeck auch das klangvolle Ambiente eines Konzerthauses bieten kann, beweist am kommenden Freitag (19. Mai 2017, um 19.30 Uhr) die „Neue Philharmonie Westfalen“. Der Kartenvorverkauf läuft seit dem 13. März bei Recker Raumdesign, bei den Pfarrbüros in Lembeck und Rhade und bei der Stadtinfo Dorsten. Das Konzert findet anlässlich des 80. Jahrestages der Kirchweihe durch Bischof Clemens August von Galen statt.

Foto: www.neue-philharmonie-westfalen.de

Zu Haydns Zeit war die Kunst der Kastraten in der Spätblüte. Heute lebt ihr betörender Gesang wieder auf durch die Spezies der Countertenöre. Zu ihren Spitzenvertretern zählt der Kanadier Michael Taylor, der kurzfristig für den erkrankten Matthias Rexroth einspringt. Michael Taylor singt Mozarts Arie „Ombra felice!“, komponiert für den Kastraten Francesco Fortini, und einen Ausschnitt aus Haydns „Stabat Mater“ – aber auch die Arie “Vedro con mio diletto” von Antonio Vivaldi, in welcher er ein Thema eines seiner Violinkonzerte verarbeitete.

Mit Haydns „Oxford-Sinfonie“ ist für einen würdigen Abschluss gesorgt. Das prächtige Werk soll bei Haydns Ernennung zum Ehrendoktor an der Universität Oxford erklungen sein. Und der britischen Insel verdanken wir schließlich auch die Renaissance der Countertenöre seit den 1960er-Jahren.

Enrico Delamboye, Dirigent und Pianist

Foto: Susanne Prothmann

Enrico Delamboye wurde als Sohn niederländischer Eltern 1977 in Wiesbaden geboren. Schon im jungen Alter begann er mit Klavierunterricht.
Nach der Schulausbildung in Deutschland und den Niederlanden besuchte er das Conservatorium Maastricht und studierte dort Klavier bei Joop Celis und Orchesterdirigieren bei Jan Stulen.

Seit 2000 ist er als professioneller Dirigent bei überwiegend deutschen Orchestern und Theatern tätig. Seit 2007 ist er außerdem als “hoofdvakdocent orkestdirectie” dem Conservatorium Maastricht verbunden. Die Funktion “Musikdirektor und Chefdirigent” am Theater Koblenz hat er seit 2009 inne.

Haydn im Dialog mit Altus

Zu Haydns Zeit war die Kunst der Kastraten in der Spätblüte. Heute lebt ihr betörender Gesang wieder auf durch die Spezies der Countertenöre. Zu ihren Spitzenvertretern zählt Matthias Rexroth, der seit Jahren in den internationalen Konzertsälen und Opernhäusern zu Gast ist. Im Musiktheater im Revier begeisterte er 2015 als Oberon in Brittens „Midsummer Night’s Dream“. Matthias Rexroth singt Mozarts Arie „Ombra felice!“, komponiert für den Kastraten Francesco Fortini, und einen Ausschnitt aus Haydns „Stabat Mater“ – aber auch eine Sopranarie von Vincenzo Bellini, der noch mit den letzten berühmten Kastraten zusammengearbeitet hat. Das Jugendwerk wurde erst kurz nach Bellinis Tod veröffentlicht. 

Mit Haydns „Oxford-Sinfonie“ ist für einen würdigen Abschluss gesorgt. Das prächtige Werk soll bei Haydns Ernennung zum Ehrendoktor an der Universität Oxford erklungen sein. Und der britischen Insel verdanken wir schließlich auch die Renaissance der Countertenöre seit den 1960er-Jahren.

Dr. Kerstin Schüssler-Bach

Michael Taylor

Michael Taylor

Michael Taylor (singt am 19. Mai als Ersatz für den erkrankten Matthias Rexroth) ist ein junger kanadischer Countertenor aus Toronto,  der zur Zeit in Berlin wohnt und zwei Tage nach dem Konzert in Lembeck am Prenzlauer Berg in Berlin auftritt um den 450. Geburtstag von Monteverdi zu feiern.

 

 „mit der Virtuosität eines seiltanzenden Harlekins“ (FAZ, 03/2015)

“bis in die Spitzentöne hinein klangschön und strahlkräftig” (Musik in Dresden, 03/2015)

“der beeindruckende Sänger-Schauspieler Michael Taylor” (Opernwelt, 12/2013)

 

Programmfolge 

–        Joseph Haydn (1732-1809)  Sinfonie Nr. 2 C-Dur Hob I:2

–        Antonio Vivaldi (1678–1741) Arie des Anastasio “Vedro con mio diletto” aus “Il Giustino”

–        Joseph Haydn „Fac me verum flere“

–        Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) „Ombra felice – Io ti lascio“ Rezitativ und Arie KV 255

–        Pause

–        Joseph Haydn Sinfonie Nr. 92 G-Dur Hob I:92 „Oxford“

Mitwirkende: Michael Taylor – Leitung: Enrico Delamboye

Fac me vere tecum flere,
Crucifixo condolere,
Donec ego vixero..
Laß mich herzlich mit dir weinen,
mich durchs Kreuz mit Ihm vereinen,
sterben all mein Leben lang!

NEUE PHILHARMONIE WESTFALEN

Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebiets, des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen.
Das Orchester zählt zu den größten Klangkörpern in Nordrhein-Westfalen und bewältigt pro Saison nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Das mit rund 130 Musikerinnen und Musikern besetzte Orchester ist im Stande, die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne abzudecken. Auch Film- oder Crossover-Konzerte mit Pop-, Rock- oder Jazzmusik gehören zum Repertoire. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen, dessen Opernorchester das Ensemble ist, Sinfoniekonzerten im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus, nimmt die Arbeit für Kinder und Jugendliche großen Raum in der Tätigkeit des Orchesters ein.

Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich in der jüngsten Vergangenheit zunehmend auch als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: Konzerten mit Elīna Garanča, Lang Lang, Herbie Hancock, Erwin Schrott oder Anna Netrebko folgte im Jahr 2013 eine Tournee mit Angela Gheorghiu nach Frankfurt am Main und Hamburg.

Seit Sommer 2014 ist Rasmus Baumann Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen.

Träger des Orchesters sind die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna. Darüber hinaus wird die NPW vom LWL und dem Land Nordrhein-Westfalen als das größte der drei Landesorchester gefördert, um Städte und Gemeinden zu bedienen, die über kein eigenes Sinfonieorchester verfügen.

 

www.neue-philharmonie-westfalen.de

Video vom Open-Air-Konzert in Recklinghausen

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