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13. Porteabend in ehemaliger Schlossdisco

Lembeck – Was vor 3 Jahren als „Fundbüro für Dorfideen“  mit  Marion Taube begann, hat sich in Lembeck zur „Porte“ mit gesunder Eigendynamik entwickelt. Rund 45 Lembecker folgten am Mittwochabend (03.05.2017) der Einladung von Graf Merveldt und dem Porteteam zum 13. Porteabend in der Schlossgalerie.

Rund 45 Personen folgten der Einladung. Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Mit einer kleinen geschichtlichen Zeitreise durch den Gewölbekeller eröffnete Ferdinand Graf Merveldt die 13. Porte der Lembecker Bürger. Dort, wo sich früher einmal Schlossküche, Schlossdisco oder Berg-Lehrlingsheim befanden, werden heute Ehen geschlossen oder Empfänge organisiert. Die jetzige Schlossgalerie hat unendlich Charme und Graf Merveldt erklärte mit brillanter Spannung die Architektur des auf Eichebalken stehenden Schlosses.

Nachdem der Raiffeisen-Markt Lembeck für die Getränkespende des Porte-Abends Applaus erntete, ging es direkt an einen spannenden Tagesordnungspunkt:

Alle stimmberechtigten Teilnehmer konnten über das erste gemeinwohlorientierte Projekt abstimmen und damit selbst über Förderzuschüsse mitbestimmen. Mehrheitlich wurde für den Antrag vom Verein 1.000 Jahre Lembeck, vorgetragen von Ewald Trockel, abgestimmt. Hier geht es im speziellen um einen Willkommenshügel im Kreuzungsbereich auf der Schützenfestwiese.

Um Förderungen zu erhalten, wurde die Bürgerversammlung „Porte“ als Gremium anerkannt und durch den anwesenden Bürgermeister Tobis Stockhoff ein Zertifikat an Ursula Küsters überreicht. Weitere Anträge der Bürger können jederzeit eingereicht werden, Hilfestellung kann hier Joachim Thiehoff vom Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt der Stadt Dorsten geben.

Ausgezeichnete Flüchtlingshilfe in Lembeck und Rhade

“Order of Malta Refugee Aid Medal” (Flüchtlingshilfe-Medaille). Foto: Burkhard Altrath

Über die aktive Flüchtlingshilfe konnte das Team um Ursula Küsters, Katja Breuer, Sonja Große-Heidermann und Walburga Kurtenbach berichten.

Bereits am Dienstag, den 02. Mai wurde  die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade vom Malteserhilfsdienst e.V. mit einer  Verdienstmedaille „Order of Malta Refugee Aid“ für ihre Einsätze in der Flüchtlingsarbeit geehrt.

Die Ehrung gilt allen, die sich für die Flüchtlinge in Lembeck / Rhade eingesetzt haben bzw. sich weiter dafür einsetzen werden.

 

Auch wenn das Thema Flüchtlinge in den lokalen Medien nicht mehr so präsent ist, ist die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade weiterhin aktiv. Dies sind aber insbesondere die Integrations-Lotsen, die gut vernetzt enormen Einsatz zeigen.

Die Flüchtlingshilfe Lembeck / Rhade und die Kleiderkammer haben für ihr Engagement als Dank vom Souveränen Malteser Ritterorden jeweils die “Order of Malta Refugee Aid Medal” (Flüchtlingshilfe-Medaille) bekommen. Dies mit besten Grüßen von den Maltesern an Lembeck.

 

Ulla Küsters informierte zum Stand im Michaelisstift, in dem zur Zeit noch 12 Erwachsene und 7 Kinder untergebracht sind. Viele Familien wurden Dank der I-Lotsen bereits in Wohnungen vermittelt und werden dort weiter im Alltag begleitet. Insgesamt ist die Hilfsbereitschaft im Ort, insbesondere in der Grundschule, noch groß. 

Aber weitere Helfer werden gesucht:

 

Für eine Familie mit vier Kindern und eine mit drei Kindern wird jeweils eine Wohnung gesucht. Beide Familien würden gerne in Lembeck/Rhade leben und würden, so Ulla Küsters, auch gut hierher passen.

Für diese Familien werden Helfer / Integrationslotsen gesucht, die bereit sind, diese mit zu begleiten.

Am Michaelisstift stehen reparaturbedürftige Fahrräder. Es wäre toll, wenn jemand bereit wäre, diese im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ gemeinsam mit den Menschen zu reparieren.

Wer helfen möchte, wendet sich bitte an Ulla Küsters, Tel.: 02369/76938 oder per Email an: Kuesters-Lembeck@t-online.de.

Die Integrationslotsen Sonja Große-Heidermann und Konrad Neumann berichteten von ihren „Schützlingen“ hier vor Ort, die auf einem guten Weg sind, sich hier zu integrieren. Besonders die jungen Menschen sprechen schon recht gut deutsch, sind mobil und suchen nach beruflichen Perspektiven.

Sonja Große-Heidermann erklärte, dass sie es nie bereut habe, diese intensive Aufgabe übernommen zu haben.

Viele der Flüchtlinge, die in Lembeck und Rhade leben, kommen aus Afghanistan. Die Ablehnung der Asylanträge und die drohende Abschiebung lasten schwer. Dies betrifft in erster Linie die alleinstehenden jungen Männer.

Der 22jährige Mohamed Khalid Hashimi und Integrationslotze Konrad Neumann. Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Konrad Neumann stellte im Rahmen der Porte-Veranstaltung einen 22-jährigen Mann aus Afghanistan vor, der sich hier sprachlich und beruflich in vorbildlicher Weise integriert.

Gemeinsam werben sie für eine offene Petition des Flüchtlingsrates NRW e.V., die bis zum 15.06.2017 läuft.  Auch der Caritasverband im Bistum Münster unterstützt diese Petition und wirbt für die Online-Unterzeichnung:

 

Website: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebungen-aus-nrw-nach-afghanistan

 

Windenergie, Radweg und Jubiläum

Stefan Risthaus fand im Anschluss die Überleitung zum Thema Windenergie in Lembeck. Da hier Flächennutzungspläne geändert werden müssen und Bürgerbeteiligungen ein fester Bestandteil sind, wurde ein Termin für eine „Windenergie-Extra-Porte“ genannt: 04.07.2017 um 19.30 in der Pausenhalle der früheren Laurentiusschule.

 

Den Status quo der Veranstaltungen vom Verein 1.000-Jahre Lembeck e.V. zeigte Ludwig Drüing auf. Die nächsten Events sind z.B. das Konzert der Neuen Philharmonie Westfalen am 19. Mai in der St. Laurentius Kirche und die Frühstücksmeile im Ort am Sonntag, 18.Juni 2017 (ein Tag nach der 10. Nacht der Revanche).

In regelmäßigen Abständen saniert die Lembecker Interessengemeinschaft (LIG) den Radweg zwischen Lembeck und Wulfen, der auf dem privaten Grund von Graf Merveldt parallel zur Wulfener Straße verläuft. Die letzte Sanierung fand Anfang April mit der LIG und einigen Helfern aus den Porte-Abenden statt (Lembecker.de berichtigte). Ralf Badura zeigte einige Fotos und dankte den Helfern und Unterstützern.

Bürgermeister Stockhoff überreicht Ursula Küsters ein Zertifikat, welches die Porte für Förderungen authorisiert. Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Zum Abschluss konnte Bürgermeister Tobias Stockhoff noch das Bürgerforum ermutigen, bei aktuellen Förderprojekten am Ball zu bleiben. So werden beispielsweise bis Jahresende noch Landesmittel für verschiedene Vorhaben vergeben, die Teilnahmekriterien sind vergleichbar mit dem Leader-Projekt aus dem Jahr 2016.

Um zukünftige Lembecker mit richtigen Informationen über Lembeck zu versorgen, will die Stadt Dorsten ab sofort Neubürgern einen Infozettel mit Verweis auf unser Ortsportal www.lembecker.de bereit stellen.

 

04.05.2017 – Ludger Elvermann, Katja Breuer und Frank Langenhorst für Lembecker.de

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