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Konzert der Neuen Philharmonie Westfalen am 19. Mai in Lembeck

Lembeck – Anlässig des 80. Jahrestages der Kirchweihe am 19. Mai 1937 durch Bischof Clemens August von Galen gibt die “Neue Philharmonie Westfalen” am 19. Mai 2017 um 19.30 Uhr ein Konzert in der St. Laurentius Kirche Lembeck. Der Kartenvorverkauf beginnt am 13. März bei Recker Raumdesign, bei den Pfarrbüros in Lembeck und Rhade, und bei der Stadtinfo Dorsten.

Enrico Delamboye, Dirigent und Pianist

Foto: Susanne Prothmann

Enrico Delamboye wurde als Sohn niederländischer Eltern 1977 in Wiesbaden geboren. Schon im jungen Alter begann er mit Klavierunterricht.
Nach der Schulausbildung in Deutschland und den Niederlanden besuchte er das Conservatorium Maastricht und studierte dort Klavier bei Joop Celis und Orchesterdirigieren bei Jan Stulen.

Seit 2000 ist er als professioneller Dirigent bei überwiegend deutschen Orchestern und Theatern tätig. Seit 2007 ist er außerdem als “hoofdvakdocent orkestdirectie” dem Conservatorium Maastricht verbunden. Die Funktion “Musikdirektor und Chefdirigent” am Theater Koblenz hat er seit 2009 inne.

Haydn im Dialog mit Altus

Zu Haydns Zeit war die Kunst der Kastraten in der Spätblüte. Heute lebt ihr betörender Gesang wieder auf durch die Spezies der Countertenöre. Zu ihren Spitzenvertretern zählt Matthias Rexroth, der seit Jahren in den internationalen Konzertsälen und Opernhäusern zu Gast ist. Im Musiktheater im Revier begeisterte er 2015 als Oberon in Brittens „Midsummer Night’s Dream“. Matthias Rexroth singt Mozarts Arie „Ombra felice!“, komponiert für den Kastraten Francesco Fortini, und einen Ausschnitt aus Haydns „Stabat Mater“ – aber auch eine Sopranarie von Vincenzo Bellini, der noch mit den letzten berühmten Kastraten zusammengearbeitet hat. Das Jugendwerk wurde erst kurz nach Bellinis Tod veröffentlicht. 

Mit Haydns „Oxford-Sinfonie“ ist für einen würdigen Abschluss gesorgt. Das prächtige Werk soll bei Haydns Ernennung zum Ehrendoktor an der Universität Oxford erklungen sein. Und der britischen Insel verdanken wir schließlich auch die Renaissance der Countertenöre seit den 1960er-Jahren.

Dr. Kerstin Schüssler-Bach

Matthias Rexroth, Altus

Matthias Rexroth gewann als bisher einziger Altus gleich zwei der bedeutendsten internationalen Gesangswettbewerbe: den 37. Francesco-Viñas-Wettbewerb in Barcelona, wo er zudem als bester Countertenor ausgezeichnet wurde, und den 19. Hans-Gabor- Belvedere-Wettbewerb in Wien, wo er zusätzlich acht Sonderpreise überreicht bekam. Wenig später wurde er „Rising Star“ der Philharmonie Köln. Seitdem gilt der Künstler zu den begehrten Countertenören mit dem seltenen Spezialfach des Altus. In Nürnberg geboren studierte Matthias Rexroth an der Musikhochschule Karlsruhe, der Schola Cantorum Basiliensis, bei Marilyn Horne in New York und Eytan Pessen an der Staatsoper Stuttgart, wo er in Purcells King Arthur sein Opern-Debut gab.

Einem Millionenpublikum wurde Matthias Rexroth als Solist in der weltweiten TV- und Rundfunkübertragung der h-Moll-Messe im Bach-Gedenkjahr 2000 mit dem Gewandhausorchester Leipzig bekannt. Anlässlich seines Debuts im Münchner Prinzregententheater wurde er vom Publikum mit Ovationen und von der Süddeutschen Zeitung mit einer hymnischen Rezension gefeiert.

Als Gastdozent gibt Matthias Rexroth seine Erfahrungen, Wissen und Gesangstechnik bei internationalen Meisterkursen im In- und Ausland weiter, so in New York, San Francisco und Israel. An der Staatsoper Warschau leitet er seit Frühjahr 2014 eine Meisterklasse.

Programmfolge 

Joseph Haydn (1732-1809)

Sinfonie Nr. 2 C-Dur Hob I:2

 Joseph Haydn

„Fac me vere tecum flere“ aus „Stabat Mater“ Hob XXbis 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

„Ombra felice – Io ti lascio“ Rezitativ und Arie KV 255 

Vincenzo Bellini (1801-1835)
„Questa è la valle“

 PAUSE

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 92 G-Dur Hob I:92 „Oxford“

Fac me vere tecum flere,
Crucifixo condolere,
Donec ego vixero..
.
Laß mich herzlich mit dir weinen,
mich durchs Kreuz mit Ihm vereinen,
sterben all mein Leben lang!

NEUE PHILHARMONIE WESTFALEN

Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebiets, des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen.
Das Orchester zählt zu den größten Klangkörpern in Nordrhein-Westfalen und bewältigt pro Saison nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Das mit rund 130 Musikerinnen und Musikern besetzte Orchester ist im Stande, die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne abzudecken. Auch Film- oder Crossover-Konzerte mit Pop-, Rock- oder Jazzmusik gehören zum Repertoire. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen, dessen Opernorchester das Ensemble ist, Sinfoniekonzerten im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus, nimmt die Arbeit für Kinder und Jugendliche großen Raum in der Tätigkeit des Orchesters ein.

Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich in der jüngsten Vergangenheit zunehmend auch als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: Konzerten mit Elīna Garanča, Lang Lang, Herbie Hancock, Erwin Schrott oder Anna Netrebko folgte im Jahr 2013 eine Tournee mit Angela Gheorghiu nach Frankfurt am Main und Hamburg.

Seit Sommer 2014 ist Rasmus Baumann Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen.

Träger des Orchesters sind die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna. Darüber hinaus wird die NPW vom LWL und dem Land Nordrhein-Westfalen als das größte der drei Landesorchester gefördert, um Städte und Gemeinden zu bedienen, die über kein eigenes Sinfonieorchester verfügen.

 

 

 

 

 

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