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Flüchtlingshilfe: Lembecker und Rhader packen gemeinsam an

Lembeck / Rhade - Zum Thema Flüchtlinge im Michaelisstift laden die Organisten zu einer Infoveranstaltung am Montag, 25.01.2016 um 19.30 Uhr in die St.Urbanus-Kirche Rhade ein.

Das Michaelisstift am 6. Januar 2016 - Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst

Viele Lembecker und Rhader haben nach der Veranstaltung in der St. Laurentius-Kirche im Oktober signalisiert, die Flüchtlingshilfe in der Notunterkunft in der Hauptschule zu unterstützen. Inzwischen ist durch die vielen Helfer eine tragfähige Organisation entstanden, in der den vielfältigen Bedürfnissen der Flüchtlinge in einer Notunterkunft (wie Kleidung, Sprachhilfe, positive menschliche Begegnungen, Freizeitgestaltung, u.s.w.) begegnet wird.

Nun kommt eine wichtige Aufgabe dazu. Im Januar werden der Stadt Dorsten zugewiesene Flüchtlinge in das Michaelisstift (ca. 100 Plätze) an der Rhader Straße einziehen. Bereits jetzt befinden sich vorübergehend Menschen in der Hauptschule, die in Kürze in das Michaelistift umziehen werden. In Lembeck und Rhade leben schon zugewiesene Flüchtlinge in Wohnungen. Diese Menschen werden überwiegend dauerhaft in Dorsten und damit auch in Lembeck und Rhade ihren Lebensmittelpunkt haben.

Nun gilt es, die neuen Bürger in unseren Wohnort zu integrieren. Für diese neue Aufgabe, die für eine gute Dorfgemeinschaft so wichtig ist, werden Integrationslotsen gesucht: Ob zusammen mit anderen oder alleine – Integrationslotsen sind Teil der Flüchtlingshilfe und können somit auf ein breites unterstützendes Netzwerk zurückgreifen.
Wir laden die Bürger von Rhade ein, mitzumachen. Ziel ist, dass sich aus der Flüchtlingshilfe Lembeck die Flüchtlingshilfe Lembeck-Rhade entwickelt. Dies bietet sich zum Einen wegen der Lage des Michaelisstiftes an. Zum Anderen wird sich damit das Unterstützungspotential noch vergrößern. Außerdem unterstützen bereits Rhader Bürger die Ehrenamtlichkeit in Lembeck z.B. in der Kleiderkammer oder im Bereich Freizeit und Begegnung. Ein erstes Abstimmungsgespräch mit Rhader Vertretern hat bereits stattgefunden.

Am 25. Januar 2016 um 19.30 Uhr findet in der St.Urbanus-Kirche in Rhade eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der Stadt und der Pfarrei statt. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen.
Ein großes Thema werden Integrationslotsen sein. Erfahrene Integrationslotsen werden dort über ihre Arbeit berichten. Sollten Sie sich für diese Aufgabe interessieren, schreiben Sie eine E-Mail an fluechtlingshilfe@lembecker.de. Gerne werden wir uns bei Ihnen melden und ggf. Ihre Fragen beantworten.
Ansonsten ist jede Unterstützung der Flüchtlingshilfe natürlich weiterhin gefragt und kostbar.

Nähere Informationen zur Flüchtlingshilfe im Raum Dorsten sind auf www.dorstener-helfen.de nachzulesen.

Beitrag von Katja Breuer (für das Organisten-Team der Lembecker Flüchtlingshilfe)


Verunsicherung in letzter Woche: Ein Flüchtling attackierte Grundschüler

Um den Vorwurf einer einseitigen Berichterstattung vorzubeugen, wollen auch wir von dem Vorfall berichten, der vor rund einer Woche für Unsicherheit unter den Lembeckern gesorgt hatte. Grundschüler aus der 4. Klasse der Lembecker Don-Bosco-Schule berichteten von einem Mann mit Migrationshintergrund, der ihnen Angst machte indem er einem Kind die Beine wegzog und auch mit Knallkörpern warf. Ein entsprechendes Schreiben, welches die Schulleiterin Brigitte Walt an die Eltern versendete, ging seit Anfang der Woche als Foto durch die sozialen Medien wie Facebook und WhatsApp.

Die Dorstener Zeitung hatte daraufhin recherchiert und am vergangenen Donnerstag darüber berichtet. Es handelte sich bei dem Täter um einen 49-jährigen Flüchtling, der erst kurze Zeit in der Flüchtlingsunterkunft Laurentiusschule untergebracht war. Der Leiter der Flüchtlingsunterkunft Hans-Heinrich Müllers fand laut Bericht der Dorstener Zeitung klare Worte für das Fehlverhaltens des 49-jährigen und sorgte für eine sofortige Verlegung aus Lembeck heraus. Er betonte, dass es sich bei diesem Vorfall in Lembeck um eine „absolute Ausnahme“ handelte. Nicht zuletzt wegen der gigantischen Hilfsbereitschaft der Lembecker ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer (Organisten) sind solche Fälle demotivierend und werden umgehend Angezeigt.


 

Quelle: Katja Breuer und Frank Langenhorst für Lembecker.de

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