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Lembecker luden Flüchtlings-Jugendliche zum Fußball ein

Lembeck - Das schöne Herbstwetter am letzten Samstag nutzten einige Lembecker, um mit Kriegsflüchtlingen aus Afganistan und Syrien Fussball zu spielen.

Foto: Christian Forsthövel
Foto: Christian Forsthövel

Spieler des SV Lembeck und Organisatoren der Flüchtlingsinitiative trafen sich am Samstag auf der Sportanlage Am Hagen und ließen den Ball munter zwei Stunden rollen. Wegen der besseren sprachlichen Verständigung spielten die afganischen Jugendlichen gegen syrische. Das Spiel war weitgehend ausgeglichen, zum Schluß gewannen aber das Team aus Afganistan, nicht zuletzt aufgrund der engagierten Mitwirkung eines Lembecker Spielers (Markus Mast) auf afganischer Seite. Trotz Spiels auf Asche gab es keine Verletzungen, noch nicht mal bei dem Spieler, der mangels passenden Schuhwerks barfuß spielte.

Die Schiedsrichterpfeife kam aufgrund des fairen Spiels nicht zum Einsatz. Alle waren hochmotiviert, den Ball möglichst schnell und störungsfrei laufen zu lassen und zeigten dabei, dass sie den Spielgedanken dieses wundervollen Spiels genauso beherrschen wie alle anderen Fussballer dieser Erde.

Der SV Lembeck wird seine Anlage und einen Trainingsbegleiter in Zukunft an zwei Nachmittagen wöchtentlich für das Fussballspielen mit Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Ein Spieler aus Syrien wird am Mannschaftstraining des SV teilnehmen.

Foto: Christian Forsthövel
Foto: Christian Forsthövel

 

Markus Mast vom SV Lembeck schrieb auf Facebook:

27.10.2015:
Chapeau Sportfreunde – Ihr seid fantastisch. Nicht mal 20 Stunden ist mein Aufruf her und wir verfügen über mehr als 20 Paar gut erhaltene, teilweise extra dafür neu gekaufte Fußballschuhe. Mir fehlen die Worte für diese Welle der Hilfsbereitschaft. Zum heutigen Training erschienen wieder 10 Flüchtlinge, von denen 8 wiederum keine Fußballschuhe besaßen. Ihr habt heute deren Training gerettet – danke im Namen der Flüchtlinge dafür. Ein besonderes Danke Schön an die Erlebniswelt Sport, für Sachspenden und die zur Verfügung gestellte Zeit, an Gregor dem besten Vereinswirt der Welt und an unseren Nachbarort Rhade, der in Hochgeschwindigkeit geholfen hat. Ich bin absolut geflasht!!!

26.10.2015:
Liebe Facebook-Gemeinde, der SV Lembeck 1921 e.V. bietet den Flüchtlingen der Laurentiusschule Lembeck nun zwei Mal in der Woche die Möglichkeit am Sportplatz Fußball zu spielen. Die Trainingseinheiten werden durch Trainer des Vereins betreut. Ich durfte die erste “Trainingseinheit” mit den Flüchtlingen begleiten und bin heute noch fasziniert, was diese zwei Stunden den Flüchtlingen bedeuteten.
Ich glaube jeder Sportler kann sich vorstellen, wie befreiend es sein muss, nach Wochen u. Monaten der Angst und Flucht mal wieder dem schönsten Hobby der Welt nachzugehen – Fußball spielen. Leider fehlt es an Fußballschuhen, logischer Weise hatte keiner der Flüchtlinge ein Paar Schuhe dabei, es wurde in Turnschuhen und Sneakers gespielt. Ein Flüchtling spielte barfuß auf unserer Asche.
Dieses Bild bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf, daher meine Bitte:
Wer hat noch ein Paar Fußballschuhe im Keller stehen und wäre bereit diese für unsere Aktion zu spenden. Gesucht werden hauptsächlich Schuhgrößen bis maximal 44/45. Ich werde Morgen einen Umzugskarton am Sportplatz aufstellen, in dem die Schuhe abgelegt werden können. Des Weiteren habe ich mit der Kleiderkammer vereinbart, dass nun auch dort Sportschuhe abgegeben werden dürfen, die dann direkt dem speziellen Sportzweck zur Verfügung gestellt werden. (Die Kleiderkammer ist in dieser Woche Donnerstag u. Freitag von 9 Uhr – 11 Uhr geöffnet) Darüber hinaus sind die Öffnungszeiten auf www.lembecker.de einsehbar. Ich richte mich mit dieser Bitte auch an mein ortsübergreifendes Sportler-Netzwerk, an meine Sportfreunde aus Deuten, Rhade, Reken … Sammelt Eure Schuhe ggf. hole ich sie bei Euch im Verein ab. Hier geht es nicht nur um eine Flüchtlingsdebatte – hier helfen Sportler, Sportlern. Ich hoffe auf Eure Unterstützung!!! P.S. das eine oder andere Paar Torwarthandschuhe wäre auch sehr nützlich, die Angst vor meiner “linken Klebe” ist enorm.

Quelle: 26.10.2015 Bernd Wiemeyer und Ulla Küsters für Lembecker.de

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