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Ein klares Ja zum Erhalt der Schulgebäude mit „Laurentiushof“

Lembeck – Am Dienstag wurde die erfolgreiche Porteserie zum Treffen interessierter Lembeckerinnen und Lembecker fortgesetzt. Diesmal war der Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck Gastgeber und bot mit seinen Proberäumen im Dachgeschoss der alten Laurentiusschule ein ideales Forum.

Foto: Ludger Elvermann
Foto: Ludger Elvermann

Der Treffpunkt im ältesten Gebäude der Laurentiusschule hatte schon deswegen Brisanz, weil die Zukunft der drei Schulgebäude im Fokus der aktuellen Diskussionen steht. Carsten Nöding vom Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck begrüßte die rund 50 Lembecker in den Proberäumen des Dachgeschosses, der mit ausreichender Bestuhlung und kühlen Getränken bestens geeignet war.
Neben Lembecker Bürgern waren Vertreter von Vereinen, Architekten, Ingenieure und auch der Bürgermeister Tobias Stockhoff anwesend. Der „Arbeitskreis Architektur“ hatte sich im Vorfeld schon intensive Gedanken über eine vereins- und gewerbsmäßige Nutzung der Gebäude gemacht und ist aktuell noch dabei, für verschiedene Konstellationen der Nutzung Unterhaltungs- und Umbaukosten zu ermitteln. Um bei unwirtschaftlicher Nichtnutzung den Abriss, wenigstens der älteren Gebäude aus den 1920er und 1960er Jahren zu verhindern – in dem Fall wären die Grundstücke von der Stadt für Wohnungsbau veräußert worden – muss ein tragbares Konzept her. Möglichkeiten würden sich durch den Zusammenschluss einer Genossenschaft, einer Bürgerstiftung oder (weniger gewünscht) dem Ankauf durch investitionsfreudigen Geschäftsleuten zur Gründung einer GmbH erschließen. Das Genossenschaftsmodell funktioniert in Lembeck bereits durch die Volksbank und Raiffeisen bestens und bei diesem Modell wäre eine transparente Bürgerbeteiligung gewährleistet. Bürgermeister Stockhoff bekundete das Entgegenkommen der Stadt für jegliche Lembecker Bemühungen, das Ensemble der Laurentiusschule kreativ und tragbar zu nutzen.

Laurentiushof mit buntem Angebot

An Ideen und kreativen Vorschlägen mangelt es jedenfalls nicht. Neben Vereinsräumen und einer Bücherei könnte z.B. auch ein Musikkaffee mit Livemusik junger Akteure und auch ein kleines Hotel zur ortsnahen Unterbringung von Gästen realisiert werden. Die Architekten bestätigten eine insgesamt gute Bausubstanz und erklärten auch den möglichen Umbau zu Wohnungen in einem Teilbereich des B-Gebäudes, das 1968 parallel zur Schulstraße eröffnet wurde. Alles in allem scheint die Zukunft einen lebendigen Laurentiushof als Begegnungsstätte zu versprechen und auch ein vom Porte-Team geplanter „Tag der offenen Tür“, wie im ehemaligen Stenen Hues vergangenes Jahr könnte den Schulhof erneut beleben. Ein ganz klares „Ja“ zum Erhalt des kompletten Ensembles der Schulgebäude, wenn auch nicht zu jedem Preis, war das Resümee einer lebhaften und sachlichen Diskussion.

Farbenfrohes Lembeck mit Grünbereichen

Der Laudator der Porte-Veranstaltungen, Joachim Thiehoff war auch diesmal gut vorbereitet und hat neben der Hauptdiskussion zur Schulgebäudenutzung auch Raum und Wortmeldungen für weitere Themen gegeben. So erklärte Peter Liebers sein Vorhaben, Lembeck an manchen Orten durch Begrünung schöner zu machen. Er sprach unter anderem vom Eingangsbereich der Wulfener Straße, wo man vom Schloss kommend die hölzerne Vereinstafel für Veranstaltungen antrifft. Dieser Bereich könnte mit einer farbenfrohen Bepflanzung aufgewertet werden. Da dieses im Nachbarort Lippramsdorf bereits erfolgreich umgesetzt wurde, hat Familie Humme zum 10. Februar um 19.30 Uhr dazu eingeladen, mit Vertretern aus Lippramsdorf bei sich zuhause am Stemmerberg die Möglichkeiten zu besprechen.

Die nächste Porte und weitere Termine

Der zurzeit spannendste Ort bleibt auch im März Treffpunkt für die nächste Porte. Noch am Dienstagabend lud die Blaskapelle Harmonie für Mittwoch, den 25. März 2015 ab 20 Uhr zu sich in die Proberäume im Dachgeschoss des C-Gebäudes der Laurentiusschule ein. Hier könnten schon erste Zahlen zum Unterhalt oder Umbau diverser Teilbereiche des Schulensembles vorgestellt werden. Der Arbeitskreis Architektur hat seine Hausaufgaben gemacht und ist weiterhin fleißig bei der Sache. Ausgesprochen wurde zudem noch eine Einladung vom Umwelt- und Planungsausschuss Dorsten zum Thema “Neue Windkraftzonen in Dorsten”, für Donnerstag, den 12. Februar 2015 um 20:00 Uhr in der Volkshochschule Dorsten (VHS). Auch der Supergeburtstag (Lembeck wird 1000) in zwei Jahren wurde angesprochen und von Ludger Große Heidermann kam die Einladung für das nächste Planungstreffen, am Donnerstag, den 26. Februar um 19 Uhr im Cafehaus Böhmer.

Lembeck ist und bleibt lebendig und das ungebrochene Interesse, gepaart mit selbstlosen Einsätzen der Bürger sind der beste Motor für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde.

Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

 

Quelle: 05.02.2015 Lembecker.de – Frank Langenhorst
Fotos: Ludger Elvermann und Frank Langenhorst

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