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Unfall mit Fahrerflucht – Familie sucht weiter

Lembeck – Am 22. Dezember hat der bis heute unbekannte Fahrer (oder Fahrerin) eines schwarzen Kleinwagens in Lembeck die Brinker Straße/Oldenkamp auf der Höhe Kreuzung Torfvenn mit überhöhter Geschwindigkeit passiert, einen Hund angefahren und ist dann geflüchtet.

Foto: Ludger Stollbrink
Foto: Ludger Stollbrink

Im Kreuzungsbereich ist es dann zu einem Unfall gekommen. Der Fahrer erfasste den Hund Daisy (Foto) der dort lebenden Familie, zu der Zeit als die 88-jährige Familienangehörige die Mülltonnen zur Straßenkreuzung stellte.
Die alte Dame war bereits wieder auf dem Rückweg, als zwischen 16:00 und 17:30 Uhr das Unglück geschah. Der Aufprall des Tieres auf das Fahrzeug war auch aus einiger Entfernung deutlich wahrzunehmen.
Einzig der Fahrer des Fahrzeugs schien von alle dem nicht bemerkt zu haben, setzte seine Fahrt mit unvermindertem Tempo fort und ließ das schwer verletzte Tier achtlos auf der Straße zurück.
Die alte Dame hat daraufhin das Tier, immerhin fast 15 Kilogramm schwer, mit Blut überströmt, über 100 Meter weit ins Haus getragen, um erste Hilfe zu leisten.
Da außer Zweifel stand, dass ernsthafte Verletzungen die Folge des Unfalls waren, ist das Tier unverzüglich zum Tierarzt verbracht worden. Hier schlossen sich Untersuchungen an, in deren Verlauf die alte Frau selbst zusammenbrach und ebenfalls der ärztlichen Hilfe bedurfte. Dankenswerter Weise kam ihr behandelnder Hausarzt unverzüglich in der Tierarztpraxis und konnte die 88-jährige stabilisieren.

Schlechter war die Prognose des verletzten Hundes: vermutlich schwere Wirbelsäulenverletzung, Hinterbeine ohne Kontrolle und Gefühl, neben zahlreichen Prellungen und Schürfwunden.
Die Empfehlung des Tiermediziners war, das Tier einem Spezialisten vorzustellen, der die weiteren Behandlungen einschätzen solle. Mittlerweile war die Zeit fortgeschritten, so dass in der empfohlenen Tierklinik keine Behandlungsmöglichkeit an diesem Abend mehr bestand.
Trotz verabreichter Schmerzmedikamente, litt das Tier unter starken Schmerzen, die auch im Verlaufe der Nacht nicht nachließen.
Nach schlafloser Nacht wurde der Hund am Morgen des darauffolgenden Tages der Tierklinik in Duisburg vorgestellt. Nach intensiver Untersuchung des Tieres wurde die Prognose des Haustierarztes bestätigt.

Das Tier hätte unverzüglich an der gebrochenen Wirbelsäule und direkt anschließend mindestens einmal am Kniegelenk des Hinterbeines operiert werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit einer tiergerechten Wiederherstelllung standen sehr schlecht, zumal sich das verletzte Tier noch nicht einmal von seiner letzten Operation vor vier Wochen, bei der Teile des Dahms in Folge eines akuten Leistenbruchs entfernt werden musste, erholt und musste deshalb eingeschläfert werden.
Den Besitzern ist nicht zu erklären, warum jemand, auch wenn es sich „nur um ein Tier“ handelt, mit weit überhöhter Geschwindigkeit über die schmalen und maroden Wirtschaftswege des Torfvenns jagt, ein Tier anfährt und dann das Weite sucht. Der moralische Anspruch wäre gewesen, sich zumindest um die Folgen des Unfalls zu kümmern. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen, da der Straftatbestand der Fahrerflucht gemäß § 142 Strafgesetzbuch erfüllt ist.

Des Öfteren nutzen Fahrer den Brink als Abkürzung zwischen Heidener Straße und Dorf und geben auf den teils schmalen Straßen richtig Gas.

Quelle: Ludger Stollbrink für Lembecker.de

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