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Lembecker Energie auf 50 Quadratmetern in Dorsten

Lembeck / Dorsten – Bei der 5. Porte im Dorstener Fundbüro war gestern Abend scheinbar die gesamte Lembecker Führung vor Ort. Das was an Power und Tatendrang gestern von den rund 40 Lembeckern rüber kam, ließ die eigentliche Stadt Dorsten schon fast aussehen, wie eine abgebrannte Lagerhalle.

Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Marion Taube heißt der kreative Kopf des Fundbüros für Stadtideen in Dorsten – und seit gestern Abend war allen klar, dass sie das Kerosin für den Flug nach vorne ist. Rund 40 geladene und dazu gekommene Vertreter Lembecker Vereine, Firmen und Bürger versammelten sich zusammen mit dem Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, den Kandidaten Michael Baune und Tobias Stockhoff, dem Stadtbaurat Holger Lohse und dem Redaktionsleiter der Dorstener Zeitung, Stafan Diebäcker. Und alle staunten nicht schlecht, wie autark und funktionierend Lembeck da steht und auch keine Seitenhiebe in Richtung Stadtspitze auslässt.
Nachdem Architekt Stefan Risthaus an einer Powerpointpräsentation eindrucksvoll die Lembecker Bauentwicklung mit alten Karten und Luftbildern zeigte und auch diverse Baustile umgesetzter Projekte vorführte, kam auf Anfrage von Marion Taube eine Erklärung von mir (Lembecker.de), warum die Ortsseite seit 2001 so explosionsartig nach vorne geschossen ist und was alles angeboten wird. Marion Taube erzählte dann, was sie als Lembeckerin (seit ca. 10 Jahren) so alles erlebte, wie sie den Ort sieht und mit welchen Ritualen sie konfrontiert wurde. Allen voran kam der Schützenverein zur Sprache und sein Vorsitzender Werner Kleine Vorholt schilderte eindrucksvoll, welche Priorität das Schützenfest in Lembeck hat. „Gleich ganz Lembeck nimmt für dieses Fest Urlaub und viele Neugeborene sind schon vor ihrer Taufe im Schützenverein”. Aber: „Es werden Vereinen heute immer mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen…“, schärfere Auflagen, leere Stadtkassen sind nur einige der Gründe. Werner Kleine Vorholt erinnerte auch an die zweifelhafte Aktion der Stadt Dorsten, die die komplette Turnhallenbestuhlung ersatzlos auf einem Schützenfestwochenende entsorgte und erst aufgrund einer Volksbankspende dieser Notstand wieder aufgehoben werden konnte. Es ist nicht alles Gold was glänzt und als erster Kritikpunkt kam das über 20 Jahre leer stehende Brauhaus auf die Tagesordnung. Gewünscht wird ein Lembecker Planungskomitee, indem Planer und Eigentümer in einem Boot sitzen.

Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

 

Zitat: “In Lembeck funktioniert das”

Dieses stellte nicht nur Lambert Lütkenhorst fest, sondern vor wenigen Wochen auch die Dorstener Zeitung, die über einen kläglichen Webcamversuch der Dorstener berichtete und im Vergleich die seit rund 8 Jahren aktive Webcam in der Lembecker Dorfmitte vorstellte. SPD-Bürgermeister-Kandidat Michael Baune stellte heute auf seinem Facebookprofil fest: „…als interessierter Zuhörer bleiben zwei Eindrücke haften: Lembeck hat gegenüber so manch anderem Dorstener Ortsteil den unschätzbaren Vorteil, über ein gut funktionierendes Netzwerk einer selbstbewussten Dorfgemeinschaft zu verfügen, in der viele Dinge auf kurzem Wege und mit viel bürgerschaftlichem Engagement noch eigenständig auf den Weg gebracht werden. Wer genau hinhörte, dem blieb aber auch nicht verborgen, dass diese bisweilen fast trotzig formulierte Eigenständigkeit nicht frei von ersten kleinen Rissen ist (Gebäudeleerstände, Laurentiusschule). Das Wörtchen “noch” war eine häufig benutzte Vokabel, die andeutete, dass auch Lembeck nicht von den Auswirkungen des demografischen Wandels verschont ist.“ Und auch Bürgermeisterkandidat Tobias Stockhoff schrieb heute auf Facebook: „Lembeck ist lebenswert – das lag heute in der Luft bei Marion Taubes Einladung zur V. Porte (Lembeck). Ein Stadtteil, in dem Bürgergesellschaft in einer ihrer besten Formen existiert und wo man die klamme Stadtkasse durch Eigeninitative, Kreativität und mit herzhafter westfälischer Herzlichkeit der Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger geschickt umschifft. Ob es die Dynamik der Gastgeberin war, die dazu führte, dass die Lembecker bald eine “Zweigstelle” des Stadtteilbüros eröffnen… keine Ahnung…“.
Marion Taube war sichtlich beeindruckt von der 5. Porte und schrieb in einem Facebookkommentar: „…aber gottlob, Empathie liegt ja nicht im Blick des Betrachters, sondern im Herzen, und da war Lembeck gestern ziemlich unschlagbar, ich steh da auch nur rum und versprühe ein paar Zündfunken…danke noch einmal für eine ganz besondere Porte an alle…..und lecker war’s auch noch Matthias und Hanne!!!“

2. Lembecker Porte findet in Lembeck statt

Erfolgreiches soll man fortführen. Und genau deswegen wurde eine zweite Lembecker Porte am Mittwoch, den 9. April um 20 Uhr im ersten Obergeschoss der alten Laurentiusschule geplant. Eine historische Örtlichkeit, die leider auch den Verfall Lembecker Nahversorgung im Bereich Bildung und Kunst dokumentiert.

Quelle: Lembecker.de – Frank Langenhorst

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