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Autofahrer beobachtet Motorradunfall und fährt weiter

Lembeck – Als der 22jährige Arne heute gegen 8.30 Uhr die Kreuzung Am Krusenhof / Zur Reithalle befuhr, erwischte er eine Eisfläche und stürzte. Er kam auf der Kreuzung zum liegen und wurde glücklicherweise nicht verletzt. Das größte Ärgernis sieht er jedoch bei einem Autofahrer (oder Autofahrerin?), der einfach um den Motorradfahrer auf der Kreuzung herum fuhr, ohne sich um eine mögliche Hilfeleistung zu kümmern.

motorradunfallIn einem Beitrag auf unserer Facebookseite Lembecker De beschreibt der junge Fahrer seinen Unmut mit folgenden Worten:

Ist es zu viel verlangt an einem Unfallstelle anzuhalten und sich zu erkundigen ob alles in Ordnung ist oder zu fragen ob man helfen kann? Vor allem wenn man als erster am Unfall vorbeifährt und diesen wahrscheinlich auch noch gesehen hat? Anscheinend schon. So passiert heute zwischen 8:30 und 8:40 an der Kreuzung Am Krusenenhof und Zur Reithalle. Ich bin mit meinem Motorrad auf einem vereisten Stück Straße ausgerutscht und gestürzt und auf der Kreuzung zum liegen gekommen. Habe mich natürlich geärgert aber das mit dem Eis ist ein Risiko, das man als Motorradfahrer im Winter kennt. Aber noch mehr hat mich der Autofahrer aufgeregt der seelenruhig über die Kreuzung und an mir vorbeigefahren ist ohne auch nur mal eben das Fenster runter zu kurbeln um zu fragen, ob alles ok ist oder er helfen könnte. Zu diesem Zeitpunkt stand ich zwar schon wieder auf meinen Beinen aber dass Motorrad lag noch auf der Straße. “Was war denn das“ hab ich in dem Moment nur gedacht – ich war vollkommen verdattert. Mit so einem Verhalten hab ich in so einem beschaulichen Dorf wie Lembeck nun wirklich nicht gerechnet. Hier auf dem Land sollte die Welt doch noch in Ordnung sein und sich Leute untereinander helfen.
Dieser Autofahrer (oder Autofahrerin?) im weißen oder silbernen PKW oder Kastenwagen (?) regt mich viel mehr auf als der Sturz selber, wie gesagt kann im Winter Eis geben weis man halt. Falls dieser Autofahrer das hier liest sollte er sich mal ernsthaft Gedanken machen wie er sich in so einer Situation vielleicht fühlen würde. Wenn er mal einen Unfall hat und es keiner für Nötig hält zu helfen. Hoffe alle anderen die das hier lesen denken auch mal über ihr Verhalten nach wenn sie an einem vielleicht auch harmlos wirkenden Unfall vorbeifahren. Grade mit dem Motorrad kann auch bei einem so kleinen Wegrutscher einiges passieren und vielleicht braucht dann jemand ja mal wirklich Hilfe.

Kommentar: Auch wenn der Fahrer wieder „auf den Beinen“ steht, können innere Verletzungen oder ein Schockzustand zu schweren Folgen führen. Ein Minimum der Courage hätte das kurze Ansprechen des Verunglückten zur Folge gehabt. Vielleicht wäre das Motorrad auch nicht mehr fahrbereit gewesen und der Fahrer hätte kein Handy mitgeführt. Als Betreiber von Lembecker.de kenne ich solche Fälle aus unserer Region eigentlich nicht, der Fall von heute sollte einmal mehr zum Nachdenken anregen.
Quelle: 02.02.2014 Lembecker.de (Arne Thiel & Frank Langenhorst)

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