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Rund 120 Gratulanten schüttelten Josef Breuer die Hand

Lembeck – Ein 90. Geburtstag – aber alles Andere als ein „Dinner for one“. Rund 120 Gratulanten kamen heute gegen 11 Uhr ins Haus Nordendorf um Josef Breuer zum 90. Geburtstag zu gratulieren und um die vielen Engagements des Bundesverdienstkreuzträgers zu würdigen.

Familie Breuer (v.l.n.r.): Gertrud, Irmgard, Stefan, Geburtstagskind Josef, Ulrich und Martin (Foto: Frank Langenhorst)
Familie Breuer (v.l.n.r.): Gertrud, Irmgard, Stefan, Geburtstagskind Josef, Ulrich und Martin (Foto: Frank Langenhorst)

Lembeck ist zwar mit 52,7 Quadratkilometern der mit Abstand größte Ort in Dorsten, was aber die wahre Größe eines Ortes aus macht, sind Menschen wie Josef Breuer. Rund 120 Gratulanten, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs, Josef Breuers Nachfolgerin im Jugendamt Agnes Kuhlmann, CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Stockhoff, der frisch gebackene Diakon Burghard Altrath und Ludwig Drüing im Namen der Kirchengemeinde St. Laurentius, um nur einige zu nennen, schüttelten Josef Breuer die Hand und wünschten alles Gute zum 90. Geburtstag.

Ein bewegtes Leben, in dem er viel bewegte

Der rüstige Rentner Josef blickt bescheiden auf seine langjährige Lebensreise zurück und hat im Laufe der Zeit vieles erlebt, erfahren und durchgemacht. Geboren und Aufgewachsen ist er im oberschlesischen Falkenberg und fand mit jungen 14 Jahren schon Aufnahme bei den Steyler Missionaren und wollte mit ihnen nach Afrika in die Mission gehen. Die Nazis warfen ihn aber zwei Jahre später hinaus und enteigneten das Missionshaus. Daraufhin besuchte er das Gymnasium, bevor der Krieg ihn einholte und er 1945 als Soldat der Luftwaffe in amerikanische Gefangenschaft kam. Nach seiner Entlassung schlug er sich als Bergarbeiter und Tagelöhner in der Bauernschaft durch, bevor er in Königstein sein Abitur nachholte. Darauf folgte das Studium der Philosophie und Theologie, als auch die Ausbildung zum Sozialarbeiter in Freiburg.

Soziales Engagement war immer das Ziel seiner Bemühungen und so wurde er Leiter des Ludwig-Wolker-Lehrlingsheimes in Essen und 1970 dann Leiter des Jugendamt Dorsten. Er schwärmt noch heute von seinem „wunderschönen Berufsleben“ und den Entwicklungen neuer Strukturen in der neuen Stadt Wulfen, als auch die vielen Gespräche mit den Entwicklungsgesellschaften und auch mit den Kirchen über neue Kindergärten, Jugend- und Freizeitstätten. Auch „die vielen Diskussionen in der Arbeitsgemeinschaft der freien Verbände wie AWO, Caritas, den Kirchen und dem DRK ist mir noch gut in Erinnerung“, sagt Breuer, der vor 25 Jahren (1989) in den wohl verdienten Ruhestand ging.

Ein Rentnerleben im Schaukelstuhl vor dem Fernseher ist undenkbar

Viele Züge fahren in viele Richtungen, wenn nicht ein streckenkundiger Schaffner das Ruder übernimmt. Und so hatte Josef Breuer seine tiefgreifenden Erfahrungen dem Lembecker Jugendkomitee, von der Gründung im Jahre 1968 bis weit in die 1990er Jahre zur Verfügung gestellt. Der Werdegang eines jungen Menschen lag ihm immer am Herzen und Generationen Lembecker Jugendliche blicken dankbar auf das zurück, was Josef Breuer mit dem Jugendheim und seinem jahrzehntelangem Ehrenamt bewirkt hatte. Aber nicht nur die Zukunft der Jugend, sondern auch die der Senioren ist für Breuer eine Herzensangelegenheit und so gründete er vor rund 10 Jahren zusammen mit Hermann Bügers sen. die „Fördergemeinschaft St. Laurentius Lembeck“ für ein Alten- und Pflegeheim mit angrenzenden barrierefreien Wohnungen für Senioren in bester Dorflage von Lembeck.

1997 erhielt Breuer das verdiente Bundesverdienstkreuz

Man könnte noch viele Seiten damit füllen, was Josef Breuer in seinem Leben alles auf rechten Weg gebracht hat. Im Jahre 1997 erhielt er das ehrwürdige Bundesverdienstkreuz, was vom Generalvikar Werner Thissen mit folgenden Worten kommentiert wurde: „Ich danke Ihnen in der Hoffnung, dass das Bistum Münster, die Kirchengemeinde St. Laurentius und die dort lebenden Kinder und Jugendlichen noch lange auf Ihre reiche Erfahrung, Ihren Einsatz und Ihren Rat vertrauen können“.
Diesen Wünschen möchten wir uns auch heute noch anschließen und ergänzen diese mit den allerbesten Glückwünschen zum 90. Geburtstag!

Zahlreiche Gratulanten fanden lobende Worte für das Geburtstagskind Josef Breuer (Foto: Frank Langenhorst)
Zahlreiche Gratulanten fanden lobende Worte für das Geburtstagskind Josef Breuer (Foto: Frank Langenhorst)

Viele Fotos vom Geburtstagsempfang und einige historische Aufnahmen sind in unserer Fotogalerie zu finden.
Quelle: 18.01.2014 Lembecker.de (Frank Langenhorst)

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