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Lembecker Laurentiusschule wird ein Jahr früher geschlossen

Lembeck – Da in diesem Schuljahr weder eine 6. noch eine 7. Klasse an der Hauptschule gebildet werden konnte, wird die Laurentiusschule ein Jahr früher als geplant geschlossen.

673_Laurentiusschule_3_1„Der Schulbetrieb läuft statt Ende des Schuljahres 2014/2015 bereits im Sommer des kommenden Jahres aus“, teilten Stadtverwaltung und Schulrätin am Dienstag auf einer Elternversammlung mit. Ins Feld geführt wurden vor allem pädagogische Gründe.

Da die Laurentiusschule ab dem kommenden Jahr mit kaum mehr als 55 Schülern an den Start gegangen wäre, hätte die Bezirksregierung nicht genügend Lehrer zuweisen dürfen, um die nötige Unterrichts-Standards gewährleisten zu können. Viele Eltern hatten angesichts des drohenden Endes der Schule ihre Kinder schon jetzt an Hauptschulen in Raesfeld, Reken oder Haltern angemeldet.

“Es tut mir in der Seele weh”

„Nach 38 Jahren tut es mir in der Seele weh, dass die Schule dicht gemacht wird“, erklärte Rektor Günther Lakenbrink gestern zu der bereits für den Sommer geplanten Schließung des Lembecker Hauptschulstandorts. Der Schulleiter hätte nach eigenen Angaben die Schule „gerne anders übergeben, als hier den Schlüssel zuzudrehen“. Günter Lakenbrink überlegt sich nun, angesichts seiner 63 Jahre zum Ende des Schuljahres in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Die weiteren zehn Pädagogen an der Schule müssen sich ein Jahr eher als geplant nach freien Stellen umsehen.

Die 37 Schüler, die derzeit die beiden 10. Klassen besuchen, sind also die letzten, die an der Laurentiusschule ihren Abschluss machen werden. Die 40 Schüler der beiden 9. Klassen müssen nach den Sommerferien auf andere Schulen wechseln (so sie denn noch die 10. Klasse besuchen wollen). Das gilt vor allem auch für den derzeitigen 8. Jahrgang mit seinen 25 Schülern.

Kompletter Klassenverband nach Dorsten

„Die Schulrätin hat angeboten, dass diese Jahrgangsstufe als kompletter Klassenverband samt Klassenlehrer auf eine andere Dorstener Schule gehen kann“, erklärte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst auf Anfrage. Allerdings: Eine solche Klasse käme nur zustande, wenn mindestens 16 Schüler angemeldet würden. Eine Pädagogin hat sich nach Angaben von Günter Lakenbrink bereits erklärt, entweder zur Geschwister-Scholl-Schule am Nonnenkamp oder zur Bonhoeffer-Schule am Schulzentrum Pliesterbecker Straße mit zu gehen. Denn auf diese beiden Standorte sollen die jetzigen Laurentiusschüler nach dem Sommer wechseln.

Heißt: Die Schüler aus den nördlichen Stadtteilen werden künftig per Bus nach Dorsten fahren müssen. „Aber womöglich gibt es auch in Reken noch Restkapazitäten“, sagt Günther Lakenbrink. Was aus den Gebäude-Trakten an der Schulstraße wird, ist noch unklar. Da der Spielmannszug und das Blasorchester Lembeck Teile der Schule als Proben- und Gemeinschaftsräume nutzen und auch die Ex-Jugendkunstschule dort Angebote bereit hält, will die Stadt mit den Beteiligten neue Konzepte entwickeln.
Quelle: Dorstener Zeitung (Michael Klein)

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