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Autofriedhof mitten im Dorf nervt die Lembecker – Verursacher bekannt!

Lembeck – Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht der Wohnwagen vor der Tür! Wenig weihnachtliche Gefühle weckt das bei Anwohnern und Nutzern des Parkplatzes am “Steenpatt” (hinter Elektro Bügers). Denn der Parkplatz verwandelt sich nach und nach in einen Autofriedhof.

schrottparkplatz
Foto: Dorstener Zeitung (Krause)

“Das ist eine schleichende Entwicklung”, berichtet Rainer Heimann vom SPD-Ortsverein Lembeck. Ihm ist bereits im Frühjahr aufgefallen, dass auf dem Steenpatt-Parkplatz zwei PKW ohne Nummernschilder offenbar zur ewigen Ruhe abgestellt worden waren und monatelang Stellplätze blockierten.
“Da es sich um städtisches Gelände handelt, habe ich im Rathaus angefragt, ob die Stadt die Autos nicht entfernen lassen kann”, erklärt Heimann, der in der Nachbarschaft zuhause ist. “Die Auskunft lautete: Das sei nicht möglich, da die Fahrzeughalter mittellos seien und die Stadt auf den Kosten sitzen bleiben würde.”Fünf Autos, ein WohnwagenMittlerweile entfalten die Autowracks jedoch offenbar eine Magnetwirkung. Inzwischen stehen schon fünf “alte Möhren” auf dem Parkplatz, der, so Heimann, “immer mehr zum Schrottplatz wird”. Dazu trägt jetzt auch noch ein ausrangierter Wohnwagen bei, der anmutet, als könne gleich einer der Ludolf-Brüder aus dem Fenster schauen.Die Stadt erklärt nun, die Fläche sei in privatem Besitz, deshalb gebe es keine Handhabe zum Eingreifen. Wieso dann ein offizielles blaues Parkplatzschild dort steht, verwundert sehr. Und auch, dass wilde Müllkippen verboten sind, wilde Autofriedhöfe jedoch offenbar nicht.

Update 01.10.: Seit heute sind die Schrottfahrzeuge mit roten Aufklebern der Stadt versehen worden und der Besitzer wird damit aufgefordert, die Fahrzeuge umgehend zu entfernen. Höchstwahrscheinlich ist für die Fahrzeuge jemand aus der diekten Nachbarschaft (aus einem Mehrfamilienhaus) verantwortlich, der hier und auch auf dem Stenen-Hues-Parkplatz neben der Bäckerei Spangemacher regelmäßig alte Autos zwischenlagerte und auch schon bei Kunden-Verkaufsgesprächen an diesen Autos gesehen wurde. Vermutlich wird hier ohne Gewerbeschein und ohne Gewerbeerlaubnis der schnelle Euro am Finanzamt vorbei gemacht.

Wem gehört der Parkplatz?

Wenn die Stadt Dorsten trotz städtischer Beschilderung des Parkplatzes behauptet, dieser gehört einem privaten Besitzer, dann dürfte die Frage gestellt werden: WEM?! Fest steht, das unter der Aschedecke die Übereste des 1979 abgerissenen Textilhauses Kipp begraben sind.

Update 01.10. – 20.48 Uhr:

Ein kundiger Lembecker hat uns gerade per Email mit genausten Einzelheiten zum „Mittellosen Besitzer“ der Schrottautos informiert. Der Name des kundigen Lembeckers, als auch der Name des Fahrzeugebesitzers sind unserer Redaktion (Lembecker.de) mit Adresse bekannt. Möglicherweise kennt auch die Stadt Dorsten den Verursacher (Fahrzeugebesitzer), den sie als mittellos bezeichnet. Ob diese sogenannte Mittellosigkeit automatisch in eine Haftungs- und Straflosigkeit übergehen kann, sollte die Stadt Dorsten jetzt genau prüfen und in jedem Fall einschreiten.

Quelle: Dorstener Zeitung (Klaus-Dieter Krause) & Lembecker.de (Frank Langenhorst)

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