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Vorsicht! Erneute Abzockversuche durch “Gewerbeauskunft-Zentrale.de”

Lembeck – Wir haben bereits im August letzten Jahres vor den dubiosen Machenschaften eines vermeintlichen Branchenportals gewarnt. Trotz eindeutiger Gerichtsbeschlüsse, geht der Kundenfang mit weit überdrehten Preisen im Kleingedruckten aktuell weiter. Ein vermeintlich amtliches Schreiben flattert derzeit wieder in die Briefkästen vieler Gewerbebetreiber. Das bewusst auf Täuschung ausgelegte Schreiben offeriert das dringliche Begehren, seine bereits hinterlegten Firmendaten mit Angabe der Branche, Email- und Internetadresse zu vervollständigen und sofort per Fax zu verschicken.

abofalle_gaz_klGerade eben erreichte unsere Redaktion per Post das besagte Schreiben, das fast gleich mit dem vom letzten Jahr ist. Nach mehreren Abzockversuchen in den vergangenen Jahren gab es ein Urteil gegen die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH / Gewerbeauskunft-Zentrale.de (das Landgericht Düsseldorf entschied mit Urteil vom 21.12.2012, Az. 38 O 37/12: Auch der Versuch der GWE Wirtschaftsinformations GmbH / Gewerbeauskunft-Zentrale, durch Rechnungsübersendungen, Mahnungen, Inkasso- und Rechtsanwaltsschreiben gewonnene “Kunden” zu Zahlungen zu bewegen, stellt jeweils eine geschäftlich unlautere Handlung im Sinne von § 3 Abs. 1 UWG und § 4 Nr. 1 UWG dar.) Auch der Fernsehanwalt des Senders RTL, Christopher Posch (Ich kämpfe für Ihr Recht) hat sich der Sache angenommen und die Spuren dieser dubiosen Firma verfolgt.

Dass Gewerbebetreiber selten Langeweile und wenig Zeit für Kleinigkeiten haben, nutzt dieses unseriöse Unternehmen schamlos aus. Wer allerdings vor Unterschrift mal das Kleingedruckte liest, entdeckt die Beauftragung eines Gewerbeeintrages in einem Internetbranchenverzeichnis für stolze und absolut überteuerte 569,06 € pro Jahr mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren, was im Kleingedruckten auf der Rückseite steht. Die Rechnung erfolgt kurz nach Absenden des Faxes mit der Vervollständigung der Firmendaten.

Das Internet ist keine Weltbühne

Nicht nur viele Gewerbebetreiber haben das Internet noch nicht vollständig verstanden und meinen mit einem Eintrag in irgendeiner Gewerbeliste auf einmal für 300 Millionen Internetnutzer sichtbar zu sein. Eine nicht suchmaschinenoptimierte Gewerbeliste auf irgendeiner Domain bringt absolut nichts. Es gibt potentielle Kunden, die in einer Suchmaschine nach einem geeigneten Fachbetrieb suchen, oder noch besser, durch einen Werbeeintrag wie auf Lembecker.de aufmerksam gemacht werden. Wer in einer stark frequentierten Webseite wirbt, hat wesentlich größere Chancen gesehen zu werden und diesen „seriösen Auftritt“ für mögliche Kunden zu nutzen. Eine versteckte Nennung in einer fremden Gewerbeliste ist kein Cent wert.

Wer bereits auf diese miese Masche der Täuschung herein gefallen ist, hat sehr gute Karten hier mit (oder ohne) anwaltlicher Hilfe wieder heraus zu kommen. Wie dreist die Maschen und Geldeintreibungen der Gewerbeauskunftzentrale sind, kann man zu genüge im Internet recherchieren. Viele Infos und Tipps gibt es z.B. in diesem NDR-Video: Vorsicht vor “Gewerbeauskunft-Zentrale”

Quelle: 04.06.2013 Lembecker.de – Frank Langenhorst

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