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Karmelitinnen aus dem Michaelisstift verlassen Lembeck

Das Michaelisstift am 6. Januar 2016 - Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst

LEMBECK Die Karmelitinnen verlassen Lembeck: Auf ihrer Homepage teilen die Ordensfrauen mit, dass sie ihren Karmel St. Michael aufgeben und an die Leine ziehen. Der Umzug wird voraussichtlich im Herbst 2013 abgewickelt. Als Grund für den Wegzug geben die Ordensfrauen die hohen Heizkosten für die alten Räumlichkeiten an.

Das Michaelisstift am 6. Januar 2016 - Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Das Kloster am Kanal bekommt neue Bewohnerinnen: Karmelitinnen aus dem Karmel St. Michael in Dorsten-Lembeck im Bistum Münster werden voraussichtlich im Herbst diesen Jahres den malerisch gelegenen Karmel am Mittellandkanal in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover beziehen. Das teilen die Karmelitinnen auf ihrer Homepage mit.

Diese Entscheidung ist vor wenigen Tagen im Einvernehmen mit den Bischöfen von Hildesheim und Münster, Norbert Trelle und Dr. Felix Genn, gefallen. Die Schwestern aus dem Bistum Münster lösen fünf polnische Karmelitinnen ab, die Hannover im Advent letzten Jahres verlassen haben. Die Lembecker Karmelitinnen bewohnen den ehemaligen Witwensitz derer von Westerholt, der Ende des 20. Jahrhunderts zu einem karmelitischen Kloster umgebaut wurde.

Elf Schwestern zogen 1998 ein

Elf Karmelitinnen zogen am 29. September 1998 in das ehemalige Michaelisstift ein. Nun zieht es die inzwischen wieder 13 Frauen an die Leine. Der alte Bau in Lembeck sei für ihre Zwecke letztlich doch nicht so gut geeignet, erklärte Schwester Teresa Benedicta. Die Heizkosten für die hohen Räume seien in den letzten Jahren immer mehr ins Geld gegangen. Als die Priorin Anfang Dezember 2012 hörte, dass die polnischen Karmelitinnen ihren Karmel in Hannover verlassen möchten, fühlte sie bei Bischof Norbert Trelle vor, ob der sich einen Umzug der Lembecker Schwestern in sein Bistum vorstellen könne.

Räume in Hannover gut geeignet

„Bischof Trelle war sehr erfreut und entgegenkommend“, erinnert sich Schwester Teresa Benedicta. Ein Besuch in Hannover brachte dann die Gewissheit, dass die Räumlichkeiten an der Leine gut für die Ordensfrauen geeignet sind: kleiner und besser nutzbar als in Lembeck, vor allem mit ausreichenden Gruppenräumen versehen. Am 5. Januar 2013 schließlich stimmten die Schwestern in einer internen Versammlung einstimmig für den Umzug nach Niedersachsen.

Zunächst Renovierung

Nun muss der Karmel in Hannover zunächst renoviert werden. Voraussichtlich im Herbst werden dann 13 Schwestern ins Bistum Hildesheim ziehen. In Hannover wollen die Schwestern, deren Durchschnittsalter bei 62 Jahren liegt, gastfreundlich auftreten und ihr Kloster für Menschen öffnen, die eine religiöse Atmosphäre suchen.

„Wir sind dankbar für diese Chance“, freut sich Priorin Teresa Benedicta, lässt aber auch leichte Wehmut anklingen. Man habe sich in Lembeck trotz allem wohl gefühlt und viele Freundschaften geschlossen. Vielleicht, so sagt die Priorin nachdenklich, sei dies ja nun der Auftrag ihrer kleinen Gemeinschaft: In einem Diasporabistum wie Hildesheim den karmelitischen Geist weiter zu tragen.

Quelle: Dorstener Zeitung

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