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Nur Lembeck bei der „Nacht der Jugendkultur“ dabei

Lembeck / Dorsten – Es war eines der „Ruhr.2010“-Kulturhauptstadtprojekte, das nachhaltig jedes Jahr für Aufmerksamkeit sorgen sollte: die „Nacht der Jugendkultur“. In Dorsten läuft die Geschichte in diesem Jahr aber auf Sparflamme.

Immerhin beteiligt sich eine Einrichtung aus der Lippestadt (im Gegensatz zu Nachbarstädten wie Haltern, Bottrop oder Marl) an dem Veranstaltungsreigen, der inzwischen den Namen „Nachtfrequenz“ trägt: Gemeinsam mit der Radsport-Abteilung des SV Lembeck setzt das TOT Lembeck am kommenden Wochenende auf „Natur, Sport und Spannung“.

Für 10- bis 16-Jährige ist am „Mountainbike-Treff“ an der Lippramsdorfer Straße 250 die ganze Nacht „Action“ angesagt: Die Teilnehmer können auf ihren Bikes durch den Naturpark Hohe Mark kurven, die Nacht im Zeltlager verbringen, Nachtwanderung und Lagerfeuer-Stimmung inklusive.

Personalmangel

Das Jugendamt hingegen ist diesmal nicht dabei, der Hauptgrund: Personalmangel. „Nach dem Weggang von Abteilungsleiter Sven Werk nach Münster und dem Wechsel meines Kollegen Marcus Müller zu den Schulsozialarbeitern war ich hier zeitweilig alleine“, sagt Daniela Thoring (Jugendförderung der Stadt).

„Da wäre die Nacht der Jugendkultur neben dem Weltkindertag die zweite große Sache innerhalb einer Woche gewesen“, sagt sie. „Aber nächstes Jahr sind wir garantiert wieder dabei.“

Rockfestival

Dann haben auch die neuen Mitglieder des Gremiums „Jugend in Aktion“ ihre Arbeit aufgenommen. 2011 hatte die Jugendvertretung noch ein Rockfestival im Treffpunkt Altstadt zur „Nacht der Jugendkultur“ organisiert – das allerdings nur enttäuschend wenig Publikum lockte.

Das ist aber nicht der alleinige Grund, warum „Jugend in Aktion“ sich diesmal rar macht: Derzeit laufen an den Schulen die Wahlen für die Nachfolger-Vertreter, da hatte das scheidende Team wohl nur wenig Motivation, sich noch eine Veranstaltung ans Bein zu binden.

Kulturhauptstadtjahr

„Ich hatte die Infos zur Nacht der Jugendkultur an alle Dorstener Jugendeinrichtungen weiter geschickt“, so Daniela Thoring, in der Hoffnung, dass nicht nur das ToT Lembeck mitmacht. „Leider hat das nicht gefruchtet.“

Die Jugendamts-Mitarbeiterin erinnert sich nämlich noch gerne an das Kulturhauptstadtjahr 2010 zurück, als zahlreiche Vereine und Organisationen bei der Jugend-Nacht mit Aktionen am Start waren – von der LAG Medien, über den Kunstverein „Virtuell-Visuell“ bis hin zur damaligen Jugendkunstschule in Lembeck. 

Quelle: Dorstener Zeitung

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