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Hohe Mark lockt „Schatzsucher“

Lembeck. „WALD – Wir Alle Leben Davon“: So lautet das Motto der Wanderung, die Förster Michael Reidemeister durch die Hohe Mark im Norden der Stadt Dorsten alljährlich unternimmt.

hohemark„ Im Regelfall starten wir immer mit 15 bis 20 Teilnehmern zu dieser Tour. Diesmal war niemand am Treffpunkt und aus diesem Grund fiel die Sache natürlich aus“, sagte Förster Reidemeister im Gespräch mit der WAZ. Über die Gründe dieser Pleite muss man nicht lange philosophieren: König Fußball hat mit den EM-Spielen da klar nach Ansicht des Grünrocks die besseren Karten gehabt. Unabhängig von dieser kleinen Pleite stellt Förster Reidemeister den Waldbesuchern ein gutes Zeugnis aus. „Es hat sich in den vergangenen Jahren ein Bewusstsein für den Wald eingestellt und die Wanderer benutzen den Wald sehr bewusst und sehr vorsichtig, um sich bei Wanderungen zu erholen und die Natur zu genießen. Auch die Tatsache, dass der Wald ja durch Mountain-Biker und Jogger zu einer Art Sportstätte geworden ist, stört nicht weiter, weil sie sich weitestgehend an Regeln halten und sich auf den vorgegebenen Wegstrecken bewegen“, so Förster Reidemeister.

Ein Ärgernis stellen indes gelegentlich die Jünger einer hochmodernen Freizeitbeschäftigung dar: Die Geocacher geistern zuweilen unkontrolliert durch den Wald. Geocaching ist die Bezeichnung für eine Art Schnitzeljagd per Satelliten-Navigation. Mit einem Navi für Wanderer werden Koordinaten nachgewandert, um irgendwo mitten im Wald versteckte „Schatzkisten“ oder eine Siegerurkunde zu finden. „Ein wirkliches Problem ist es noch nicht, aber man muss halt im Vorfeld auf die Leute einwirken, damit es nicht zum Problem wird“, so der Förster, der sein Revier auch im waldbiologischen Gleichgewicht mit dem Wildbestand sieht. „In meinem Revier sind die Jagdreviere verpachtet und mit den Pächtern herrscht bestes Einvernehmen.“

Wir schaffen es, jagdliche Interessen mit den forstwirtschaftlichen Notwendigkeiten unter einen Hut zu bringen“, so Reidemeister, der sich schon jetzt auf den kommenden Mittwoch freut: Da finden die Waldjugendspiele statt, an denen rund 250 Schüler aus Dorsten und Reken teilnehmen werden. „Das ist immer wieder eine tolle Sache, die den Kids zeigt, wie wertvoll der Wald als Erholungsstätte ist“, so Michael Reidemeister. Die Erwachsenen müssen bis zum 31. Oktober warten, um gemeinsam mit dem Experten den Wald zu erleben, denn dann startet Reidemeister mit Rad zu einer Exkursion durch den herbstlichen Wald. Bis dahin bietet die Hohe Mark viel Gelegenheit zur Sommerfrische und lädt zu Wanderungen auf den ausgewiesenen Wegen ein.

Quelle: WAZ / Der Westen (Jo Gernoth)
Foto © : Archiv Lembecker.de

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