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Bürgermeister stellt sich zur Diskussion um die Laurentiusschule

Lembeck – „Jedes Kind hat das Recht auf Bildung auch ohne weite Wege!“ Mit diesem Slogan werben Eltern für die Sekundarschule in Lembeck und damit für den Erhalt der erfolgreichen Laurentiusschule.

673_Laurentiusschule_3_1Am Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 19.30 Uhr sind alle eingeladen, die den Erhalt der Laurentiusschule und damit ein Garant für erfolgreiche Bildung im Dorstener Norden erhalten wollen. Unser Bürgermeister Lambert Lütkenhorst kommt mit einem insgesamt sechsköpfigen Team der Stadt Dorsten zur Laurentiusschule nach Lembeck und informiert über Möglichkeiten zum Erhalt der seit 85 Jahren erfolgreichen Hauptschule mit sehr gutem Ruf.
“Aufgrund der demografischen Entwicklung stehen für ganz Dorsten tiefe Einschnitte in die Schullandschaft bevor. Wir können das generative Verhalten jetzt schon vorhersagen, aber wir wissen noch nicht, wie die Schullandschaft im Jahr 2030 aussieht. Aber ich bin ein Freund der Hauptschule und empfehle, die Laurentiusschule so attraktiv zu machen, dass die Kinder in Lembeck nicht außerorts beschult werden. Eine Sekundarschule in Lembeck müsste dreizügig sein, das wird nicht gehen. Aber ich komme nach Lembeck und diskutiere mit Ihnen, notfalls schon nächste Woche.“ – So äußerte sich Lütkenhorst vor rund 3 Wochen in einer Fragestunde.

Schreck für die Eltern der Laurentiusschüler: In einem Brief an sie hieß es jetzt, die Schule solle bis spätestens 2014/15 geschlossen werden. Doch das, so der Schuldezernent, sei noch längst nicht beschlossen.

„Die Schule soll in den nächsten Jahren geschlossen werden, also bis spätestens 2014/15!“ Dieses konkrete Datum ist in einem Elternbrief zu lesen, den jetzt Laurentiusschüler nach Hause brachten. „Ist das wahr?“, meldeten sich besorgte Eltern in unserer Redaktion.

Wir gaben die Frage weiter an den zuständigen Schuldezernenten Gerd Baumeister. Der zeigte sich verwundert bis verärgert: „Weder über ein Ob noch ein Wann gibt es bislang eine Entscheidung“, dementiert Baumeister konkrete Schulschließungs-Beschlüsse. Fakt ist, dass die geringen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr die Bildung einer 5. Klasse nicht zulassen (wir berichteten).

Da ist es nur verständlich, dass besorgte Eltern bei der Schulleitung verstärkt nachfragen, wie es für ihre Kinder in den kommenden Jahren weitergeht. Auch Schulleiter Lakenbrink hatte Gerd Baumeister schon so bald als möglich um eine verbindliche Aussage des Schulträgers gebeten.

„Ich kann Ihnen darauf heute noch keine Antwort geben“, ließ Baumeister den Schulleiter in seinem Antwortschreiben wissen. Die Stadt stecke derzeit in der Erarbeitung eines neuen Schulentwicklungsplanes. Dabei werde wegen des Rückgangs der Schülerzahlen insbesondere die Neuregelung des Sekundar I-Bereiches eine große Rolle spielen.

Auch über die neue Schulform der Sekundarstufe werde zu diskutieren sein. „Die Entscheidungen werden frühestens gegen Ende des Jahres 2012 oder zu Beginn des Jahres 2013 getroffen werden“, versprach Baumeister die Schulleitung auf dem Laufenden zu halten. 

Elterninitiative

Doch damit will sich ein Teil der Elternschaft offensichtlich nicht zufrieden geben, wie der aktuelle Elternbrief beweist: „Ja! – Die Schülerzahl ist rückläufig, aber deswegen muss die Laurentiusschule nicht unbedingt geschlossen werden. Eine Umstrukturierung zur Sekundarschule ist durchaus möglich!

Dadurch hätten auch Schüler, die eine Realschulempfehlung bekommen und auf den Umkreis ausweichen müssten, die Möglichkeit, die Schule ortsnah zu besuchen“, hoffen die Eltern, den Schulstandort in Lembeck erhalten zu können.

Quelle: Dorstener Zeitung (Anke Klapsing-Reich) & Lembecker.de (Frank Langenhorst)

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