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„Jugendkunstschule“ schließt ihre Türen

LEMBECK Drei Jahre lang hat der Verein „Kunstschule Lembeck“ die Türen des alten evangelischen Gemeindehauses für kreative Kinder und Jugendliche offen gehalten, doch zum Jahresanfang haben Vorsitzender Bernhard Wiemeyer und sein Mitstreiter aufgegeben.

Foto: Dorstener Zeitung
Foto: Dorstener Zeitung

„Die finanziellen Belastungen durch das Gebäude waren zu groß“, erklärt der Vereinsvorsitzende. „Die Miete war zwar gering, aber die Teilnehmergebühren haben bei weitem nicht die Strom- und Versicherungskosten für das Haus gedeckt“, sagt Bernhard Wiemeyer, der als Lehrer an der Laurentius-Hauptschule in Lembeck tätig ist und die „Jugendkunstschule“ am Schluerweg ehrenamtlich geleitet hatte.

Von Anfang an war die Resonanz der Lembecker Kinder und Jugendlichen nicht so groß, wie es die Verantwortlichen sich erhofft hatten. „Es gab vor allem zu wenig Anmeldungen für die Mal- und Musikkurse“, so Wiemeyer.

Zu wenig Werbung 

Zwar gab es immer wieder mal Angebote, die gut liefen: Die Tanzkurse „Dance for Fans“ in Kooperation mit der Tanzschule Höfken, das Projekt für das Ruhr.2010-Kulturfest auf Schloss Lembeck, „bei vernünftiger Werbung wären auch die Ferienaktionen sicher noch besser gelaufen“, so Wiemeyer.

„Vor allem die letzten Monate zehrten an der Motivation“, gesteht Bernhard Wiemeyer. Deswegen habe der Verein „die Notbremse“ gezogen und zum Jahresende die Türen geschlossen.

Viel Arbeit reingesteckt

„Man muss auch mal an sich denken“, sagt er. „Wir haben viel Kraft und Arbeit in das Projekt reingesteckt.“ Der Vorsitzende ärgert sich im Nachhinein vor allem darüber, dass man sich im Vorfeld zu wenig Gedanken über die Finanzierung gemacht habe.

„Wir haben ja keine öffentlichen Zuschüsse bekommen“, erklärt er. Wiemeyer weiß natürlich, dass die Stadt kein Geld hat. „Aber bei ein wenig Zuschuss hätten wir vielleicht Landesmittel bekommen.“ Er plant, mit dem Verein außerschulische Projekte an der Laurentiusschule zu verwirklichen.

Die Ev. Kirchengemeinde versucht nach Angaben von Kirchbaumeister Hartmut Lesch derzeit, das Gelände zu verkaufen oder auf Erbpachtbasis jemanden zu finden, der es übernimmt. Sollte es klappen, dann dürfte das alte Gemeindezentrum wohl abgerissen werden.

Quelle: Dorstener Zeitung (Michael Klein)

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