koeb_schrudde
Foto: koeb-lembeck.de

Auf 76 Seiten blickt Autor und Büchereileiter Willy Schrudde auf die Geschichte der Institution. Neben Grußworten findet der Leser Wissenswertes über die Entwicklung und lernt das aktuelle Büchereiteam kennen. Zudem hat Schrudde einen Text zur Geschichte des Buches verfasst. Alle Pfarrer der 150-jährigen Geschichte der KöB sind ebenso aufgelistet wie die Kaplanstellen, die Büchereileiter seit 1943 sowie die Zahlen der jährlichen Ausleihen.

Zu bekommen ist die Festschrift in folgenden Verkaufsstellen in Lembeck: beim Copy Shop, in der Sparkasse Vest, bei der Raiffeisen Hohe Mark und natürlich in der Bücherei. Der Band kostet 5 €.

2011 ist das Lembecker Jubiläumsjahr: 150 Jahre Bücherei (KöB), 100 Jahre Freiw. Feuerwehr Lembeck, 20 Jahre Ärztehaus (Bahnhofstr. 20a), 10 Jahre Lembecker.de, 5 Jahre Dorfcafe im Seniorenzentrum und 1 Jahr Holzwarthapotheke in Lembeck. Ausführliche Berichte, Fotos und Videos sind jederzeit im Archiv hier auf Lembecker.de zu finden.
Die offizielle Jubiläumswoche der KöB ist vom 5. bis 12. November geplant. Dazu gehören eine Festmesse in St. Laurentius und ein Empfang der Vereine und Gäste im Pfarrheim.

Willy Schrudde weist zudem hin auf die Weihnachts-Ausstellung, die in der Bücherei zu sehen ist. Die Öffnungszeiten: sonntags, 9.30 bis 11.30 Uhr, dienstags, 15 bis 17 Uhr und donnerstags, 16 bis 18 Uhr.

Der neue Buchspiegel Winter 2010/11 liegt auch vor und beinhaltet viele schöne Medien zum Verschenken. Bestellungen sind möglich.

Die Geschichte der KÖB. St. Laurentius Lembeck

Die Kirchengemeinde St. Laurentius Lembeck hat in Dorsten, der Herrlichkeit und näherer Umgebung die älteste Bücherei. Darauf kann die Gemeinde stolz sein und sich glücklich fühlen. Im Jahre 1861, als Friedrich Graf von Galen Pfarrer (1857-1864) der Kirchengemeinde war, wurde eine Pfarrbücherei eröffnet.Seit Aug. 1854 war als Aushilfe bis zum Tode des betagten Lembecker Pfarrers von Droste zu Senden und ab 10. Aug. 1857 als Kaplan des Pfarrers Friedrich Graf von Galen der aus Coesfeld stammende Theodor Hüsing tätig. Nach dem Tode von Galens war Hüsing noch kurze Zeit in Lembeck als Pfarrverwalter tätig. Von Th. Hüsing stammt das Buch “Friedrich Graf von Galen – Ein Lebensbild”. 1861 warJohann Georg Müller (1847-1870) Bischof von Münster Der politischen Gemeinde standen Gemeindevorsteher H. Lochum (1859-1863) und Amtmann Brunn (1841-1875) vor Als König von Preußen regierte Wilhelm der 1., der Nachfolger des am 2.1. 1861 verstorbenen Bruders Friedrich Wilhelm IV. In dieser Zeit lebten auch der Gründer der KAB Bischof Emanuel Ketteler (1811 – 1877) sowie der Gründer der Kolpingsfamilie Adolf Kolping (1813-1865). Zu erwähnen ist auch, dass der Lembecker Dr. Bernhard Liesen von 1872-1877 Sekretär des Bischofs Ketteler in Mainz war. Der Lembecker Pfarrer F. Graf von Galen war ein Onkel von Bischof von Ketteler.

Die Katholische Sozialpolitik kam in Bewegung und die Verbreitung guter Schriften und Bücher wurde gesteigert. Die Katholischen Pfarrbüchereien haben ihren Ursprung der Gründung des “Borromäusvereins” in Bonn (im Jahre 1845) zu verdanken. Noch heute werden die KÖB -das heißt auch wir- vom “Borromäusverein” mit Büchern, Plakaten und wichtigen Informationen versorgt.

Von der Diözese Münster wird die gute Betreuung durch die Fachstelle für Kath. Öffentliche Büchereien garantiert.

Die Chronik der Kirchengemeinde St. Laurentius beginnt erst mit Aufzeichnungen unter Pfarrer Roth im Jahre 1935. In dieser Chronik wird erstmals im Jahre 1938 die Borromäus-Bibliothek erwähnt. Es heißt dort wörtlich: “Ferner bekam Gerhard Wolthaus noch den Auftrag, die Borromäus-Bibliothek unter der Kirche neu einzurichten. Damit ist bestätigt, dass sich die Bücherei seit 1938 nach der Erweiterung der Kirche im Kirchenkeller befindet. Einige Lembecker wissen noch, dass sich die Bücherei vorher im Altbau des damaligen Küsters, Fritz Cosanne, in 2 Räumen befand. Nachweislich steht allerdings fest, dass die Borromäus-Bücherei unter dem Präses, Pfarrer Friedrich von Galen, 1861 gegründet wurde. Die schriftliche Bestätigung über das Gründungsjahr geht aus der Ehrenurkunde des Borromäusvereins vom 29.4.1996 hervor.

Die Namen all der vielen Helferinnen und Helfer sind leider auch nirgendwo festgehalten. Ebenso sind die Leiterinnen und Leiter namentlich erst ab 1943 festgehalten.

Die Lembecker Pfarrbücherei führte von 1861 – 1920 den Namen “Volks-Bibliothek des Borromäusvereins”, danach bis 1983 “Volks- und Jugendbücherei” und ab 1984 bis heute “Katholisch Öffentliche Bücherei”.

Von 1938-1976 konnte die Bücherei nur über die Außenkellertreppe, diese ist heute noch vorhanden, wird jedoch nicht mehr benutzt, erreicht werden. Einige treue Leser/innen, die schon damals ihre Bücher entliehen, erzählen: “Es war ganz anders als heute.”Wir mußten Schlange stehen auf der Treppe bzw. im engen Gang vor der Bücherei”, so sagten Sophie Rekers und Franz-Josef Micheel. “Dann waren da 3 Schalter wie bei der Post dahinter bedienten dann Büchereileiter, Helferinnen und Helfer, nahmen Bücher zurück und gaben neue heraus.” Somit hatte der Leser/in keinen direkten Zugang zum Regal und zum Buch. Im Jahre 1976 / 77 wurde der Keller umgebaut und die Bücherei in die heutigen Räume verlegt. In den letzten Jahren wurde versucht die Bücherei attraktiver zu gestalten, was meiner Meinung nach auch gelungen ist. Der überwiegende Teil der Finanzmittel wurde von der Kirchengemeinde St. Laurentius zur Verfügung gestellt. Die Diözese gewährte einen Zuschuß. – Hierfür ein herzliches Dankeschön.

Neue Präsentationsständer bieten die Bücher für jeden Leser sofort sichtbar an. Im Angebot sind neben Büchern noch CD’s, CD-Rom’s, Video’s, Cassetten, Spiele und 13 Zeitschriften.

Besonderen Wert legen wir auf die Betreuung der beiden Kindergärten und der Don Bosco Grundschule, um die Kinder zum Buch hinzuführen. Es soll ein Versuch sein, die Kinder von den Massenmedien fernzuhalten. Bücher führen weiter und bilden.
Die Erzieherinnen und Lehrer garantieren bisher in Lembeck eine gute Zusammenarbeit. Wir hoffen, dass es so bleiben und sich noch steigern wird. Seit 1996 kooperiert die KÖB mit der Stadtbilbliothek Dorsten und erhält seit 2001 einen finanziellen Zuschuß von der Stadt Dorsten. Wir weisen an dieser Stelle daraufhin, dass die Bücherei öffentlich ist und demnach für alle zugänglich.

Die KÖB schafft in der Gemeinde Kommunikation für groß und klein, indem sie Menschen und Ideen miteinander in Verbindung bringt. 

Quelle: Lembecker.de, WAZ / Der Westen & www.koeb-lembeck.de