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1. Spieleabend im Dorfcafe erfolgreich gestartet

Lembeck – Der Lembecker Spielefan Stefan Breuer versteht es nicht nur, Spiele zu erfinden, er schaffte es heute auch in Rekordzeit, spielbegeisterte Besucher ins Dorfcafe zu locken.

Der Spieleerfinder und Gastgeber des Spieleabends: Stefan Breuer (Foto © : Frank Langenhorst)
Der Spieleerfinder und Gastgeber des Spieleabends: Stefan Breuer (Foto © : Frank Langenhorst)

Der 41-Jährige Lembecker ist Vater von 3 Kindern und schätzt klassische Spiele, bei denen kein Computer die Regie übernimmt. Auch soll es nicht um Geldgewinne gehen, sondern „der Spaßfaktor“ spielt die Hauptrolle. Sein erstes, selbst erfundenes Spiel heißt „Ententeich“ wobei die Figuren möglichst viele Brotkrumen sammeln. Wer die meisten Plastik-Bröckchen zusammen hat, gewinnt. Dieses Spiel hat Breuer am Lembecker Tiermarkt am Möbelgeschäft Bahde vorgestellt.

“Dreck am Stecken“

In ca. einer Woche ist auch das neuste Spiel aus dem Hause Breuer zu erwerben. Im Kartenspiel „Dreck am Stecken“ sitzen Mädchenhändler, Drogendealer, Mörder „und was man so alles braucht“ an einem Tisch. Dann geschieht ein Mord im Nachtclub – Ede K., Gastgeber allabendlicher Pokerrunden, liegt tot in seinem Büro. Neben ihm eine mysteriöse Liste mit Namen von sechs stadtbekannten Gaunern. Doch wer ist der Mörder? Die Charaktere, unter anderem Silvio R., Sven D. oder Kalle T. bekommen per Karte eine Tat zugeordnet. Durch geschicktes Fragestellen muss am Ende ein Verdacht geäußert werden, wer der Schuldige ist.
Weil man hier einmal lügen darf, ist es nicht so einfach. Nach vier gestellten Fragen pro Teilnehmer ist die Runde vorbei. Mindestens drei Mitspieler sollten in der Runde sein.
„Es gibt insgesamt sechs Charaktere, die spielen immer mit. Wenn man sie befragen will und es gibt keinen realen Mitspieler, schaut man sich einfach verdeckt die Karten an, die ihnen zugeordnet wurden“, erklärt der “Spieleerklärer“ Stefan Breuer. So kommt man der Lösung immer näher. Wird man ertappt, streichen die anderen Punkte ein. Hat man sie erfolgreich belogen, kassiert man selbst welche.

Monatelang wurde getüftelt und mit Freunden getestet, bevor der 41-Jährige Lembecker das Spiel einem Verlag vorstellte, der es auch vermarktet. Der Verlag vertreibt eigentlich Bücher, so ist das Spiel denn auch im Buchhandel zu finden. „Ich habe 500 Spiele zu Hause, es hat mich schon lange gereizt, etwas selbst zu entwickeln“, erklärt der Vater von drei Kindern, wie er sein Hobby zum Nebenjob gemacht hat.
„Reich wird man dadurch nicht“ sagt der Spieleerfinder, der pro verkauftes Spiel eine Umsatzbeteiligung von etwa 30 Cent erhält.

Das Dorfcafe wird zum Spielezentrum

Viele neue Spiele, unter anderem von der letzten Spielemesse in Essen, warteten heute nicht lange auf ihren Einsatz. Der Versuch, ein paar Leute zum Spielen ins Dorfcafe einzuladen, konnte nach den ersten 10 Minuten schon für erfolgreich erklärt werden. Stefan Breuer hatte als „Spiele-Erklärer“ ordentlich zu tun und ein aufgewecktes Publikum versank begeistert in eine Spielewelt, die nicht vom Computerbildschirm dominiert wird.

Fortsetzung folgt

Die Premiere des öffentlichen Spieleabends am heutigen Dienstag, bei dem in den ersten Minuten schon die meisten Tische belegt waren, bestätigte den Wunsch auf Regelmäßigkeit. Das Spielecafe wird es daher an jedem letzten Dienstag im Monat ab 19 Uhr für jung und alt im Lembecker Dorfcafe (Bodelschwingweg 12 / Seniorenzentrum) geben.

25.10.2011 – Lembecker.de (Frank Langenhorst)

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