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Genossenschaft will hoch hinaus

Lembeck. Die Raiffeisen Hohe Mark eG will im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus. Am kommenden Dienstag (16 Uhr, Rathaus) berät der Planungsausschuss über den Antrag zur Erweiterung des Mischfutterwerkes der Genossenschaft im Lembecker Gewerbegebiet 1 (Krusenhof / Reithalle). Wenn die Politik den Weg frei macht für die geplante Expansion, könnten die Anlagen bis zu 30 Meter hoch werden.

raiffeisen_luftaufnahmeDie Verwaltung hat erhebliche Bedenken, dem zuzustimmen. In seiner Vorlage für die Beratung verweist Stadtbaurat Holger Lohse darauf, dass schon 2001 bei der letzten Erweiterung des Betriebs das Ziel der Bebauungsplan-Änderung war, eine „verträgliche Höhenlinie“ von maximal 12 Metern festzulegen und weitere Überschreitungen auszuschließen. Eine derart massive Überschreitung dieser Maximalhöhe werde das Orts- und Landschaftsbild massiv verändern und sei möglicherweise städtebaulich nicht mehr vertretbar, so der Stadtbaurat: Es sei also abzuwägen zwischen dem Schutz des Ortsbildes und den wirtschaftlichen Belangen des Unternehmens.

Das stellt die Investition von 8 Mio Euro und 12 neue Arbeitsplätze in Aussicht. Notwendig werde die Erweiterung, weil die Landwirte keinen Mais mehr für das eigene Vieh, sondern die Biogas-Produktion anbauen, erklärt Raiffeisen-Geschäftsführer Bernhard Harks. Ihre Schweinezucht versorgten die Bauern statt dessen mit Mischfutter der Genossenschaft. Harks: „Die Nachfrage können wir im Moment nicht befriedigen.“ Theoretisch, so der Geschäftsführer, lasse sich die Erweiterung auch in einer 11 Meter hohen Halle unterbringen. Eine solche Produktion sei aber lärm- und geruchsintensiv und benötige außerdem ungleich mehr Energie. 

Quelle: 14.10.2011 WAZ / Der Westen (Martin Ahlers)

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