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3 Begrenzungspfähle beenden seit heute den Schluerweg-Streit

Lembeck – Die Info erreichte unsere Redaktion heute Vormittag per Email. Rolf Köllmann vom Ordnungsamt empfahl den Besuch mit Digitalkamera an der „uns bekannten Stelle“ am Schluerweg im Laufe des Tages. Weitere Infos ließ er offen und man durfte grübeln, ob bauliche Veränderungen stattfinden oder der vermeintliche Dorfscheriff in Stein zur Statue gemeißelt wird. 

Gegen Mittag ging die Reise dann per PKW und Digicam durch den Anlieger-Frei-Bereich vom Holtberg (Pressearbeit ist ein Anliegen) bis zur letzten Querstraße am Holtberg, die am Schluerweg endet. Irgendwelche Bauarbeiter waren nicht zu sehen und beim ersten Blick fiel auch nichts Neues auf. Beim zweiten Blick in nördlicher Richtung sah man dann in Höhe des Neubaugebietes 3 rot-weiße Begrenzungspfähle, die heute im Auftrag der Stadt Dorsten in die Straße eingesetzt wurden und ein unerlaubtes Durchfahren für Kraftfahrzeuge unmöglich macht. Ursprünglich war diese Maßnahme abgelehnt worden, um dem (erlaubten) landwirtschaftlichen Verkehr freie Fahrt zu lassen.
Auf weitere Nachfrage beim Ordnungsamt bestätigte Rolf Köllmann, dass es neben dem alten Anliegerstreit (Lembecker.de berichtete) auch massive Beschwerden von den Bewohnern des Neubaugebietes (Lebensteinring) gab.

Foto © : Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto © : Lembecker.de – Frank Langenhorst

schluerwegsperrung_10082011_2Im letzten Jahr eröffneten betroffene Autofahrer, die von Anlieger(n) fotografiert und angezeigt wurden, eine lebhafte Diskussion hier im Forum von Lembecker.de.
Die Familie, die auf lembecker.de im Blick stand, legte im WAZ-Gespräch Wert auf die Feststellung, dass nicht sie allein Fußweg-Sünder fotografiert, sondern auch weitere Anwohner auf Einhaltung der neuen Regel achten. „Wir kämpfen für den Fußweg. Und seit einige Leute fotografieren, ist es hier ruhiger geworden”, sagen sie. Und: „Es gehe nicht um Autofahrer, die den lang geübten Schleichweg zur Umgehung der Ampel in der Dorfmitte vorsichtig und rücksichtsvoll befahren. Die haben nie ‘ne Anzeige erhalten.” Vielmehr gebe es einige Unbelehrbare, die den Weg nur befahren, um weiteren Streit zu provozieren.

Die etwas genervte Polizei (über 100 Anzeigen vom Schluerweg) sah den Streit durchaus mit gemischten Gefühlen. „Natürlich werde jede Anzeige durch Halterfeststellung und Versand eines Anhörungsbogens verfolgt“ sagte Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. „Aber die Polizei habe durchaus genug Präsenz, um den Verkehr zu überwachen. Keinesfalls sollten Anwohner Autos anhalten. Das provoziere Streit und könne auf der schmalen Fahrbahn sogar gefährlich sein“. Dem hielten die Anwohner entgegen, dass die Polizei eben keine Präsenz zeige. „Wie auch, wenn nur zwei Streifenwagen für Wulfen, Lembeck und Rhade zur Verfügung stehen.“
Das Problem sollte jetzt mit den 3 Begrenzungspfählen zum Wohle aller Anwohner gelöst sein.

10.08.2011 Lembecker.de (Frank Langenhorst)

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