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Keine Stühle – Kein Geld – Keine Vorausplanung

Lembeck – Rund 30 Leute aus Lembecker Vereinen, Politik und Presse trafen sich um 20 Uhr heute im Pfarrheim um gemeinsam eine Lösung für die fragwürdige Stuhlentsorgung der Sport- und Kulturhalle Lembeck zu finden.

Vereinsvertreter diskutierten im Juli letzten Jahres mit Tobias Stockhoff (CDU) und Thomas Boos (FDP) den Lembecker "Stuhlstreit". Jetzt rückt eine Lösung in Sicht. (Foto © : Lembecker.de - Frank Langenhorst)
Vereinsvertreter diskutierten im Juli letzten Jahres mit Tobias Stockhoff (CDU) und Thomas Boos (FDP) den Lembecker “Stuhlstreit”. Jetzt rückt eine Lösung in Sicht. (Foto © : Lembecker.de – Frank Langenhorst)

 

Wie Lembecker.de berichtete, hat die Stadt Dorsten die Bestuhlung der Sport- und Kulturhalle Lembeck zum Teil entsorgt ohne eine Absprache mit betroffenen Vereinen oder Schulen zu treffen. Rund die Hälfte der Stühle wurden über Schützenfest Lembeck (18.-20. Juni 2011) entsorgt und das Ankündigungsschreiben der Stadt Dorsten ist auf den 20. Juni datiert und damit nicht vor dem 21. beim Kolpingverein angekommen. Werner Kleine-Vorholt verstand es heute Abend, sachlich über die Situation zu berichten und alles sieht danach aus, als wenn der oder die Entscheidungsträger der Stadt einfach nur eine Sporthalle vor Augen hatten und leider nicht an den kulturellen Bereich dachten. Das Amt 43 für Kulturverwaltung wäre ansonsten in die Entscheidung mit eingeflossen, erklärte Thomas Boos von der Dorstener FDP.

Dass für eine neue Bestuhlung das Geld fehlt, bedurfte keiner weiteren Erklärung. Auch Tobias Stockhoff von der Dorstener CDU erklärte einmal mehr die Umstände um die ausgebrannten Stadtkassen und gab zu, dass die Informationspolitik der Stadt in Punkto Vorankündigung und Alternativplanung gänzlich versagte.

Foto © : Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto © : Lembecker.de – Frank Langenhorst

Die Lembecker Vereine sind sogar bereit, die Stühle mit entsprechenden Bodengleitern nach gewünschter Norm selber zu bestücken und die Stühle zu reparieren bzw. marode Stühle aus dem Verkehr zu ziehen. Der städtische Vorschlag, bei Veranstaltungen zukünftig aus anderen Dorstener Einrichtungen anzuleihen, wird laut Auskunft einiger Beteiligter wohl daran scheitern, dass diese im noch schlechteren Zustand sein sollen, als die bereits entsorgten Lembecker Stühle. Auch wurde in der Preiskalkulation einer kompletten Neuanschaffung mit 50-100 € pro Stuhl viel zu hoch gegriffen. Anreihbare Stapelstühle sind ab ca. 17 € erhältlich und die Heidener haben für 25,40 € pro Stück sogar gepolsterte Sitzmöbel einkaufen können.

Alles in Allem erstickte die Nacht- und Nebelaktion der Stadt jegliche Vorausplanungen und jetzt sind Politik und Vereine gefragt. Eine Lösung wird frühestens nach der politischen Sommerpause im September zu erwarten sein, wobei eine Leihbestuhlung für kommende Theaterstücke von der örtlichen Politik zugesagt wurde.

25.07.2011 – Lembecker.de – Frank Langenhorst

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