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Wie man zwischen Stühlen sitzt, die gar nicht da sind

Lembeck. Kann man auch zwischen den Stühlen sitzen, wenn keine Stühle (mehr) da sind? So eine ähnliche Position dürfte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst in Lembeck einnehmen, nachdem die maroden Sitzmöbel der Sport- und Kulturhalle ersatzlos entsorgt wurden. Ein Paradebeispiel für die Finanzlage.

Karikatur: Heiko Sakurai
Karikatur: Heiko Sakurai

Es gibt viele Ansprüche an die Stadtkasse, die nicht oder nur mit aberwitzigen Klimmzügen erfüllt werden können. Große Förderprojekte wie Stadtumbau oder Soziale Stadt (Lütkenhorst: „So etwas wie den Stadtumbau würden wir heute gar nicht mehr durchkriegen“), Kleinigkeiten, wie kaputte Möbel in Schulen oder 1600 Euro Eigenanteil zum DSL-Ausbau in Deuten. „Wir haben kein Geld. Aber das glaubt mir ja keiner“, barmt der Bürgermeister. Und: „Wir werden den Leuten noch klarer sagen müssen, was geht und was nicht. Die Kunst ist jetzt, den Lembeckern zu erklären, dass wir nicht für 35 000 Euro neue Stühle kaufen können. Vielleicht gibt es ja eine andere Lösung. Aber dafür brauche ich mehr als zwei Tage.“

23.07.2011 WAZ / Der Westen


Kommentar Lembecker.de: 
Wir warten gespannt und stehen zu einer brauchbaren Entscheidung (Sitzen geht ja bekanntlich nicht mehr). 
Die Politik scheint indes nicht mehr fähig zu sein, mit Geldern umzugehen. Zum einen wird eine nahezu unnütze und millionenschwere Brücke für eine Hand voll Tiere über die A 31 gebaut und im Gegenzug stirbt ein etabliertes Kulturzentrum aus Mangel an Sitzmöglichkeiten.


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