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Brand in Lembecker Behinderten-Wohnheim

Lembeck. Feuer hat am Montag Abend den Mehrzweck-Raum im Lembecker Behindertenwohnheim der Lebenshilfe zerstört. Ausgezahlt haben sich im Moment des Brandes die regelmäßigen Übungen: Alle 18 Bewohner konnten schnell und sicher evakuiert werden.

feuerwehr_newsDas Feuer war gegen 19.45 Uhr im Mehrzweckraum unterm Dach ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Brandexperten der Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen.

Das Inventar des Raumes ist vollständig zerstört, Gebäudeschäden scheint es aber nach erster Sichtung nicht zu geben, berichtet Birgit Stifter, Geschäftsführerin der Lebenshilfe. Die Polizei schätzt den Schaden nach erster Begutachtung auf 50 000 Euro.

Am Morgen nach dem Brand ist Birgit Stifter zuallererst erleichtert, dass keine Personen zu Schaden kamen. „Alles, was wir mit Geld wieder gutmachen können, ist in Ordnung“, sagt sie. Die Evakuiertung habe großartig geklappt. Alle Bewohner hätten gut mitgemacht, ein Mitarbeiter war zufällig ein paar Häuser neben dem Wohnheim bei Bekannten zu Besuch, verstärkte das anwesende Personal. Stifter: „Alle haben absolut gut geargiert.“ Nachbarn kümmerten sich in der ersten Not um die Heimbewohner, versorgten sie in einer Garage mit Tee und Zuspruch. „Die haben super geholfen“, dankt die Lebenshilfe-Geschäftsführerin für den spontanen Beistand.

Auch der Feuerwehreinsatz lief reibungslos. Stifter: „Der Löschzug der Freiwilligen hat seinen Sitz Gottseidank um die Ecke. In dem Moment hat sich ausgezahlt, dass wir regelmäßig üben und die Feuerwehr Brandschauen macht.“

Die ersten beiden Wohnetagen wurden noch am Abend von der Feuerwehr freigegeben. Allerdings kehrten nur sieben der 18 Bewohner ins Erdgeschoss des Hauses zurück. Noch am Abend wurde sicher gestellt, dass die Brandmeldeanlage weiterhin reibungslos funktioniert. Die übrigen Bewohner werden bis zum Ende der Woche zunächst bei ihren Familien unterkommen. 

Ein Krankenhaus in Marl hatte am Abend als Notunterkunft noch zwei Etagen frei geräumt. Das Angebot musste die Lebenshilfe aber nicht mehr in Anspruch nehmen. Noch am Abend kam Bürgermeister Lambert Lütgenhorst zum Wohnheim um sich über das Wohl der Bewohner zu informieren und dankte den Feuerwehren für ihren erfolgreichen und schnellen Einsatz.

Kurios: Eine knappe Stunde vor dem „echten“ Brand hatte es bereits einen Alarm in dem Wohnheim gegeben, schon da waren die Bewohner evakuiert worden. Auslöser für diesen Fehlalarm war aber wohl nur ein Schwall Wasserdampf aus den Duschen.

19.07.2011 WAZ (Ludger Böhne)

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