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Schirmschuppen wächst weiter

Lembeck. An den abgebrannten alten Spieker erinnern auf dem Lembecker Heimathof nur noch eine Teilfläche des gepflasterten Bodens und einige Fundamente: Aber der Heimatverein hat längst mit dem Errichten eines Ersatzbaus begonnen. Gestern war der Bautrupp des Heimatvereins wieder fleißig, leistete das Richten des Dachstuhls.

Der Bautrupp des Heimatvereins Lembeck baut einen neuen Schirmschuppen. Der alte ist abgebrannt.
Der Bautrupp des Heimatvereins Lembeck baut einen neuen Schirmschuppen. Der alte ist abgebrannt.

Anfang März begannen die Ehrenamtlichen mit den Vorbereitungen, dem Anlegen der Bodenplatte. Diese liegt auf einem gasdichten Untergrund, da sich unter dem Heimathof eine alte Mülldeponie verbirgt. „Das haben wir auch am neuen Backhaus so gemacht“, erklärt Heinz Haane, der die Arbeiten koordiniert.

Zwei Angebote für ein Gebäude lagen dem Verein vor. Dieser entschied sich dann für den alten Schirmschuppen, der auf dem Deutener Hof von Heiner Jungblut stand. Bis zu 150 Jahre alt seien die Eichenbalken, die den Dachstuhl tragen, schätzt Haane. „Manche wurden schon doppelt verwendet.“ Denn: „Eiche hält länger als Eisen.“ Nur einige Dachbalken musste der Heimatverein neu zuschneiden lassen, diese zu verbauen hätte sich kaum noch gelohnt. „Wir versuchen, möglichst viel im Original zu erhalten.“ So fügt die Gruppe einen Kastanienbalken ein, der vermutlich einmal zum Ausbessern diente.

Der Name Schirmschuppen erklärt sich so: Wie ein ungleichschenkliges Dreieck sieht das Dach des Hauses im Querschnitt aus. Unter dem Überhang standen früher die Heuwagen oder anderes Gerät im Trockenen. Sieben mal 16 Meter misst das Gebäude, in einer Hälfte wollen die Heimatfreunde ihre Werkstatt unterbringen wollen, die derzeit provisorisch ein blauer Container beherbergt. Haane: „Es geht leider nicht anders.“

Anders als beim Original wird der Verein den Schuppen aber rundum verschließen, zwei große Flügeltore und eine Tür sollen Zugang gewähren. Das noch fehlende Fachwerk wird später ausgemauert. Die nötigen Fachleute hat der Heimatverein in seinen Reihen.

Anders als früher werden die Doppelfalzziegel („davon haben wir noch genug“) auf eine Folie gelegt. Diese schütze den Schuppen etwas vor Wärme und Kälte, aber vor allem vor der Nässe, sollte ein Ziegel verrutschen. Denn die Lembecker wissen, alt und neu zu kombinieren, wenn es ihren Projekten dient. 

Quelle: WAZ

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