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Jacqueline Bußmann (14) verbringt ein Jahr in Südafrika

LEMBECK Erst war es ganz weit weg. Dann hieß es: “Noch ein halbes Jahr.” Doch die Zeit verging wie im Fluge. Noch ein Monat, noch eine Woche. Heute sitzt Jacqueline Bußmann (14) auf gepackten Koffern. Ihr Ziel: Südafrika.

Foto: privat
Foto: privat

Die Gymnasiastin wird ein Austauschjahr in Kapstadt verbringen. Dort lebt sie bei einer Gastfamilie, besucht die „Tuscany Glen Highschool“, die örtliche Schule.

Mit ihren Gasteltern und ihrer Gastschwester Tamzyn hat sie bereits via E-Mail und Facebook Kontakt aufgenommen. Tamzyn ist in ihrem Alter, die Mädchen mögen sich, schreiben sich mehrmals am Tag Nachrichten übers Internet. Bei den Bußmanns hat es schon fast Tradition, ein Jahr im Ausland zu verbringen, die beiden älteren Söhne (17, 18) waren bereits in den USA.

Reisefieber gepackt

Kein Wunder also, dass auch Jacqueline irgendwann das Reisefieber packte. Für ein Austauschjahr in Amerika war sie allerdings zu jung – da musste eine Alternative her. Englischsprachig musste sie sein – und nicht so teuer wie Kanada oder Neuseeland. Die Lösung: Südafrika. „Erst dachten wir, dass Südafrika total gefährlich ist“, erzählt Jacqueline. „Aber dann haben wir uns informiert, und die Entscheidung ist schnell gefallen.“ Dennoch gibt es in Südafrika einige Einschränkungen für die Gymnasiastin. „Als weißes Mädchen darf ich nicht alleine raus – nur in Begleitung“, erzählt Jacqueline.

Zur Schule mit dem Taxi

Zur Schule geht es mit dem Taxi. Alles Sicherheitsmaßnahmen. Trotzdem freut sich Jacqueline auf die Zeit im fernen Afrika: Auf ihre Gastfamilie, die Natur, den Strand. Zur Vorfreude mischt sich aber auch Skepsis: „Ich habe ein wenig Angst, dass ich total überfordert bin, nichts verstehe – oder schreckliches Heimweh bekomme“, sagt Jacqueline, die in Maria Veen zur Schule geht. Denn das Austauschjahr bedeutet gleichzeitig ein Jahr ohne Eltern, Brüder und Freunde. Besuch wird sie nicht bekommen – so sieht es das Austauschprogramm vor.

An Weihnachten alleine

An Weihnachten oder an ihrem Geburtstag wird sie nur via Skype mit ihren Lieben daheim kommunizieren. Doch ihre Freundinnen haben vorgesorgt: Für jeden besonderen Anlass haben sie Jacqueline einen Brief geschrieben. Das Briefbündel ist natürlich mit dabei, wenn die 14-Jährige Donnerstagabend (7.7.) in Frankfurt den Flieger besteigt. 

Quelle: Dorstener Zeitung (Maren Volkmann)

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