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Lembecker Tiermarkt geht kein Risiko ein

LEMBECK Den Behördenmarathon hat Karl-Heinz Jacob am Dienstag mit Erfolg beendet. “Ich habe alle Genehmigungen zusammen”, freute sich der Organisator des Lembecker Tiermarktes. Sollte elf Tage vor der Großveranstaltung eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht.

Denn nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg gelten auch für die Lembecker Interessengemeinschaft als Veranstalter des alljährlichen Spektakels verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Stadtverwaltung, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei – sie alle wollen – und müssen – in der Vorbereitungsphase ein Wörtchen mitreden. Dabei ist Jacob überzeugt: „Gefährlich war es auch früher nicht auf dem Tiermarkt.“

Mehr Ordner als früher

Nun aber sind die Auflagen höher, die die Lembecker indes gerne erfüllt haben. Eine Fachfirma aus Gelsenkirchen sorgt am 1. Mai für die notwendigen Absperrungen im Ortskern, die Zahl der Ordner wurde auf 25 erhöht. „Sie müssen namentlich benannt werden und sind während der Veranstaltung ständig über Handys in Kontakt“, erklärt der Organisator.

Rettungsfahrzeuge sind im ganzen Dorf verteilt, ein Wagen der Freiwilligen Feuerwehr wird mit acht Mann Besatzung auf dem Hubschrauberlandeplatz am Rande des Gewerbegebietes stationiert. Die Polizei schließlich schickt neben einer Motorradstreife auch drei Beamte (früher zwei) nach Lembeck.

Besucherzahl schätzen

Neu war für Karl-Heinz Jacob auch, dass er die Besucherzahl schätzen sollte. Nicht ganz einfach, wo der Erfolg des Tiermarktes doch auch von den Witterungsbedingungen abhängt. Immerhin konnte er versichern, dass sich keinesfalls mehr als 30 000 Menschen gleichzeitig im Dorfkern aufhalten.

Dann wären die Auflagen noch strenger gewesen. Jacob konnte aber alle Bedenkenträger beruhigen. „Wir haben bei Kontrollen auf den Parkplätzen im letzten Jahr festgestellt, dass die Fluktuation gerade bei den auswärtigen Besuchern sehr hoch ist.“

Mehr als zwei Stunden halten es offenbar nur die wenigsten Tierfreunde im schönen Lembeck aus. 

Quelle: Dorstener Zeitung (Stefan Diebäcker)

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