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Spielplatz ist ein großes Ärgernis

LEMBECK “Früher war hier ein Spielplatz, der seinen Namen auch verdiente. Jetzt ist hier noch eine Sandwüste.” Karl Tillmann, Anwohner des Ginsterwegs in Lembeck, kann nicht verstehen, was das Dorstener Grünflächenamt bei der Neugestaltung der benachbarten Spielanlage am Holtberg geritten haben mag.

Um seinen Ärger zu verdeutlichen, zählt der Lembecker die Geräte auf, die hier jahrelang den Benutzern zur Verfügung standen: Ein Kletterturm und eine Doppelschaukel (die im Laufe der Jahre aber marode geworden sind) für die größeren Kinder, eine Sitzbank für die Eltern, ein Sandkasten für die kleinen Kinder.

Im September 2010 kam ein Bautrupp der Stadt vorbei und begann mit den Umgestaltungsarbeiten. „Wir hatten gehofft, dass ein, zwei der Spielgeräte ersetzt werden“, sagt Karl Tillmann.
Die Anwohner der Siedlung, in der mehrere junge Familien wohnen, freuten sich zu früh. Der Kletterturm wurde ebenso beseitigt wie die bereits zersägte Schaukel und die Sitzbank, dafür wurde die Sandfläche vergrößert und mit Betonstelen eingegrenzt.

25 Jahre alte Spielröhre

„Wenn da Kinder mit dem Kopf drauf fallen, dürfte es verdammt wehtun“, so Karl Tillmann. Als „Witz“ bezeichnet er die Tatsache, dass die Rutsche auf dem Platz einfach nur neu gestrichen wurde: „Die ist jetzt so stumpf, die Kinder kommen nur bis zu Hälfte und bleiben dann sitzen.“

Und die 25 Jahre alte Spielröhre haben die städtischen Mitarbeiter einfach so verdreckt stehen gelassen. „Die ist dermaßen siffig, da lassen wir unsere Kinder nicht spielen“, pflichtet eine Mutter dem Lembecker bei: „Ich gehe mit meinen Kindern lieber zum Platz an der Schulstraße, da gibt es wenigstens vernünftige Geräte.“

Platz verdreckt

Was die Anwohner aber ganz besonders auf die Palme bringt: Sie hatten die Stadt aufgefordert, die beiden Spitzahornbäume auf dem Platz zu entfernen. „Im Herbst verdrecken die den ganzen Platz mit ihren Millionen Nasen. Wenn die dann feucht werden, bekommt man die nicht mehr weg“, so Karl Tillmann: „Außerdem verstopfen sie die Dachabläufe an den Nachbarhäusern.“ Gefällt hat die Stadt hingegen drei Laubbäume, die den Platz zur Straße abtrennten: „Aber die machten doch gar keine Probleme.“

Quelle: Dorstener Zeitung (Michael Klein)

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