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Kein Christentum Light

Lembeck. Glaubensfragen bewegen die Menschen. Das erklärt sicher den regelrechten Ansturm auf die Buchhandlung Cosanne in Lembeck, als dort für Samstag der emeritierte Bischof Reinhard Lettmann und der ehemalige Militärseelsorger Hans-Jürgen Vogelpohl den „Chrashkurs Christentum“ präsentieren und signieren wollten.

Friedrich Cosanne und Hans-Jürgen Vogelpohl (Foto: Friedrich Cosanne)
Friedrich Cosanne und Hans-Jürgen Vogelpohl (Foto: Friedrich Cosanne)

Bischof Lettmann musste den Termin aus gesundheitlichen Gründen absagen, doch er richtete ein Grußwort schriftlich an die Besucher. Der 69-jährige Hans-Jürgen Vogelpohl stellte sich den Fragen und gab Antworten, die ganz dem Credo des kleinen Büchleins über das Christentum entsprachen.

Er redete in der Sprache seiner Gäste. „Wir müssen uns in der Kirche darüber im Klaren sein, dass wir uns verständlich ausdrücken müssen. Wir müssen die „komm zu uns Kirche“ zu einer „wir gehen hin Kirche“ umbauen. Unser Buch soll ein Wegbegleiter sein“, sagte Vogelpohl, der in seinen langen Dienstjahren als Militär- und Polizeiseelsorger die Sprache der Menschen auf der Straße gelernt hat.

Als Polizeiseelsorger hat Vogelpohl auch Fritz Cosanne kennengelernt. Der leidenschaftliche Hobbypilot und Christ Cosanne hat den verstorbenen Vetter Vogelpohls oft geflogen. Über diesen im wahrsten Sinne des Wortes himmlischen Kontakt lernten sich die beiden Männer kennen und schätzen.

Keine Tornisterschrift für Glaubenskrieger

„Ich finde es toll, dass dieses Buch nicht als Tornisterschrift für Glaubenskrieger daher kommt, sondern das Christentum leicht und verständlich erklärt, ohne oberflächlich zu sein“, sagte Fritz Cosanne, der mit seiner Familie diesen Besuch auf den Weg gebracht hatte. „Das Buch ist wissenschaftlich, dafür steht der Theologe Thomas Karman. Es ist auch kirchlich ausgerichtet. Dafür steht ein erfahrener Bischof in der Autorenliste. Damit auch alle verstehen, worum es geht, ist es verständlich geschrieben. Das war mein Job und der von Staatssekretär Clemens Stroetmann“, sagte Hans-Jürgen Vogelpohl.

Was zeichnet nun dieses Werk aus? Blättert man in dem kleinen Büchlein, dann spürt man schnell, dass es kurz und prägnant zusammenfasst, was sonst nur in einem Katechismus nachzulesen ist. Wichtig ist, dass es keine Belehrung ist. Die Autoren setzten dort an, wo christlicher Glaube sichtbar und spürbar wird: Im gemeinsamen Feiern und im gemeinsamen Gebet.

Die Autoren sind weit davon entfernt, missionarisch zu wirken, sondern sie erklären die Angebote der Spiritualität der christlichen Lehre. Eine Marktlücke, die das himmlische Schriftsteller-Quartett da aufgetan hat, denn ein solches Buch gab es bislang nicht.

„Zum Glauben kommt man nicht durch den Verstand, aber Glaube kann Fragen auslösen, die der Verstand beantworten kann. Für solche Antworten kann das Buch Hilfestellung bieten. Es gibt schon genug religiöse Bücher, die Antworten auf Fragen geben, die niemand gestellt hat“, sagt Hans-Jürgen Vogelpohl. Ein Statement, dass eindrucksvoll belegt, wie der 69-jährige Priester den Begriff Seelsorge interpretiert.

In Lembeck hat er den Dialog mit den Suchenden gefunden. „Ich bin begeistert, wie jung die Ideen von diesem Mann sind“, sagte eine junge Frau, die gleich zwei Exemplare des „Crashkurs Christum“ erwarb. „Die schenke ich meinen Freundinnen zum Geburtstag“, verriet sie weiter. Ein Vertriebsweg, den das Christentum wohl sehr gut gebrauchen kann. 

Quelle: WAZ (Jo Gernoth)

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