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Holländische Panzer erschreckten Spaziergängerin auf Waldweg

LEMBECK – Eine Lembeckerin erlitt am Mittwochabend beim Sapziergang durch den Wald einen kleinen Schock, als sie sich plötzlich Auge in Auge mit dem Zielfernrohr eines Panzers wiederfand.

Zwei dieser Kampfgefährte waren auf einem Waldweg im gräflichen Forst unweit der Jugendherberge Lembeck unterwegs. Die Panzer hatten holländische Militär-Kennzeichen, kamen also nicht von hier. „Das sollte aber kein Hinderungsgrund sein, die Bürger über ein Manöver in der Nachbarschaft zu informieren“, meint die Lembeckerin. „Wir leben doch nicht mehr im Kalten Krieg, wo solche Übungen dauernd stattfanden.“

Müssen nur die Behörden über derartige Manöver Bescheid wissen oder auch die Bürger? Die Informationskette jedenfalls wurde bis zum Dorstener Rathaus eingehalten, dann aber riss sie ab: Die „Königliche Landmacht“ in Utrecht hatte beim NRW-Innenministerium beantragt, dass die 42. Brigade für die Übung mit 90 Soldaten und 35 Fahrzeugen am Niederrhein und im südlichen Münsterland deutsches Territorium betreten dürfe, die Landesregierung informierte dann über die Bezirksregierung und den Kreis Recklinghausen auch das Dorstener Ordnungsamt, wie Stadt-Pressesprecherin Lisa Bauckhorn erklärte.

„Eine feste Regelung, ob dann die Öffentlichkeit informiert wird, gibt es nicht“, sagte sie: „Ich hätte damals sicher eine Pressemitteilung herausgegeben, wenn ich da gewesen wäre, weil ich das Thema wichtig finde.“ Nur: „Krankheitsbedingt gab es einen Personalengpass bei uns, da ist das wohl einfach durchgegangen.“

Geübt werden sollte eigentlich nur in Rhade

Merkwürdig ist laut ihren Informationen, dass die Panzer überhaupt am Mittwoch in Lembeck auftauchten: Laut Truppenübungsplan, der der Stadt vorliegt, sollte das Manöver auf Dorstener Gebiet eigentlich nur in Rhade stattfinden und am Mittwoch wollte das holländische Militär schon längst in Rees sein.

Aber vielleicht hatten sich die Panzerfahrer in Rhade ja auch nur verfahren und irren seitdem navi- und ziellos im unwegsamen Dorstener Norden umher…

Quelle: Dorstener Zeitung (Michael Klein)

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