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FDP fordert: Bio-Station auf die Streichliste!

DORSTEN / LEMBECK – Plötzlich stand die Existenz der Bio-Station auf des Messers Schneide: FDP-Sprecher Thomas Boos kündigte im Umweltausschuss an, dass seine Fraktion einer weiteren Zahlung des städtischen Zuschusses nicht mehr zustimmen werde, zumindest nicht in Höhe von 12.160 Euro.

Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Da auch die CDU sich zunächst noch nicht festlegte und laut darüber nachdachte, ob die Mittel reduziert werden könnten, kam am Dienstag schnell eine intensive Diskussion in Gang. Vor allem Grüne und Sozialdemokraten wiesen auf die große Bedeutung der Biologischen Station des Kreises für ganz Dorsten hin. Die Station hat ihren Sitz auf einem Waldbauernhof in Lembeck und ist vor allem im Sommer ein Magnet für Familien aus nah und fern.

Leistungen der Bio-Station

Aber nicht nur das. Stadtbaurat Holger Lohse zählte bereits in der Verwaltungsvorlage eine Vielzahl von Leistungen der Bio-Station auf, die der Stadt eine wesentlich höhere Summe erspare, als sie der Zuschuss koste. Dies bekräftigte der Dezernent noch einmal ausdrücklich in der Sitzung.

Thomas Boos begründete die ablehnende Haltung der Liberalen mit Haushalts-Aspekten: „Wir können nicht immer nur sagen, wir müssen sparen und dann doch freiwillige Zuschüsse ohne Einschränkung gewähren. Wir sind schließlich eine Nothaushalts-Kommune, schmerzliche Opfer müssen deshalb von vielen erbracht werden.“

Einsparungen und Personalreduzierungen

Widerspruch kam vom Planungsausschuss-Vorsitzenden Friedhelm Fragemann. Er erinnerte daran, dass die Bio-Station bereits extreme Einsparungen und Personalreduzierungen hinnehmen musste, die Mitarbeiter viele Opfer gebracht hätten und die Schmerzgrenze längst erreicht sei.

Vor allem machte er deutlich, dass ein Ausstieg der Stadt – und als solcher würde eine Mittelkürzung gewertet, weil Dorsten mit seiner Zahlung ohnehin an der absoluten Untergrenze angelangt sei – auch die Förderzusagen von Kreis und Land hinfällig machen würden.

Tobias Stockhoff (CDU) entschärfte dann die Situation mit seinem Kompromiss-Vorschlag. Der Ausschuss billigte (bei Stimm-Enthaltungen der FDP) den Zuschuss für 2011, wird aber künftig jeweils rechtzeitig vor dem Beginn des Folgejahres darüber diskutieren, ob die Mittel weiterhin fließen.

Quelle: Dorstener Zeitung (Klaus-Dieter Krause)

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