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Musik ist eine Sprache für sich

Lembeck. Der Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck e.V. eröffnete die neue Saison am Samstag mit einem abwechslungsreichen Neujahrskonzert. Stargast und Moderatorin des Abends war Esther Münch.

Sie ist seit 1980 erfolgreich als Kabarettistin, Moderatorin, Sängerin und Sprecherin tätig.

Zwischen Basketballkörben und Turngeräten lauschten die über 300 Gäste den Klängen der Instrumente und den Witzen der Moderatorin. Die Sport- und Kulturhalle Lembeck war in grün-weiße Fahnen und Lembecker Flaggen gehüllt und ein auf eine große Leinwand projiziertes Bild ließ auch die Besucher der letzten Reihen alles gut sehen.

Unter lautem Beifall erklomm zunächst Esther Münch in der Rolle der Putzfrau Waltraut die Bühne. Einerseits witzelte sie von Touchscreen Handys über Männer und Frauen bis hin zum Wetter, andererseits kündigte sie auch immer höchst charmant die nächsten Musikstücke an: „Ich hab `ne Liste, wat für Dinger die hier am tröten sind“.

Unter musikalischer Leitung von Eva Pellmann begann damit das Neujahrskonzert der besonderen Art. Münch hatte zuvor angekündigt: „Sie kriegen heute alles durcheinander gemixt“, und damit hatte sie vollkommen Recht.

Von moderneren Stücken, über Filmmusik bis hin zu den traditionellen Märschen war für jeden Geschmack und für jede Altersklasse etwas dabei. Die monatelange Vorbereitung hatte sich gelohnt.

Auf der Leinwand liefen im Wechsel Bilder von Landschaften, des Orchesters und des Publikums. Bei dem mit Konzertquerflöten dargebotenen Stück „Yesterday“ liefen auch Schwarz-Weiß-Bilder der Beatles über den Livescreen. Außerdem gehörte eine Choreographie dazu, bei der Kinder mit Kerzen um die Zuschauerreihen gingen.

Kurz darauf wurde wieder kräftig über die Witze quer durch die Reihen von Waltrauts imaginären Familienmitgliedern gelacht. Bei ihrem Mann konnte sie nur noch feststellen: „Das kluge Haar verlässt den dummen Kopf“.

Doch nicht nur Esther Münch überzeugte mit ihrer schauspielerischen Darbietung, ebenso der Spielmannszug hatte sich einiges einfallen lassen und so ritt bei der Filmmusik zu „Winnetou“ ein winkender Indianer auf einem Holzpferd durch die Reihen.

Auch die ganz Kleinen hatten ihren Auftritt im Jugendchor. Dabei spielten sich über 30 Kinder und Jugendliche in die Herzen der Besucher.

Die Highlights der Show waren aber zum einen ein Duett von zwei Querflötistinnen, die schnelle, heitere Töne anstimmten. Bei gedämmten Licht und anhaltender Stille lag die ganze Aufmerksamkeit der Anwesenden auf den beiden Mädchen, die nach ihrer Solo-Einlage mit viel Beifall belohnt wurden.

Zum Anderen gab es bei völliger Dunkelheit einen musikalischen und tänzerischen Auftritt der Trommler. Das Quartett schwang schwarz gekleidet und synchron die in gelben Neonfarben leuchtenden, Stäbe. Nach ihrer Choreographie wurden sie mit „Zugabe-Rufen“ überschüttet und so gab es das Gleiche noch einmal bei Licht.

Die Putzfrau Waltraut erklärt kurz darauf passend: „Musik ist eine Sprache für sich“.

Die größte Überraschung gab es aber bei der Verwandlung von Waltraut zurück zu Esther Münch. Während sie vorher noch eine Rap-Version des Klassikers „Hänschen Klein“ angestimmt hatte, verschwand sie kurz darauf für einige Sekunden hinter einem Tuch und kam, statt im Putzkittel, in einem roten Abendkleid zum Vorschein und sang „Oh happy day“.

Quelle: WAZ (Lisa Lensing)

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