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Materialermüdung führte zum Verlust zweier Reifen

Lembeck / Wulfen – Materialermüdung an der Achse führte zu einem Schulbus-Malheuer: Am 10. November hatte das Fahrzeug auf der Fahrt von Lembeck nach Wulfen gleich zwei Räder verloren.

Dieser Vorfall hatte jetzt ein Nachspiel im Rat. Zwar war der Bus ohne Unfall zum Stehen gekommen und keinem Insassen war etwas passiert. Aber weil es auch ganz anders hätte kommen können, fragten sich die Betroffenen und die zuständigen Stellen natürlich: „Wie war das überhaupt möglich? Und wer ist für solch einen eklatanten Mangel verantwortlich?“

Abmahnung

Genau das habe sich nach Auskunft der Stadt nicht klären lassen. Gerhard Baumeister letzte Woche im Rat: „Die Schadensursache ist nicht eindeutig.“ Es sei nicht nachweisbar, ob in einer KFZ-Werkstatt beim Reifenwechsel womöglich so schlampig gearbeitet wurde, dass sich zwei Räder gleichzeitig lösen konnten oder ob dies die Busgesellschaft aus Marl selbst verursacht hat. Obwohl CDU-Fraktions-Chef Bernd Schwane die Vertragsaufkündigung gefordert hatte, beließ es die Stadt deshalb bei einer Abmahnung.

TÜV-Kontrollen

Offen ist jedoch, ob dies aufrechterhalten werden kann. Wie auf Nachfrage zu erfahren war, haben die Prüfungen der Polizei ergeben, dass ein Doppelreifen sich selbstständig machte, weil Materialermüdungen an einer Achse aufgetreten waren. Dies sei vorher nicht absehbar gewesen, auch TÜV-Kontrollen hätten keine Hinweise ergeben.
Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber: „Und bei unseren permanenten Schulbus-Kontrollen gab es bisher auch keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Firma das schwarze Schaf der Branche sein könnte.“

Quelle: Dorstener Zeitung (Klaus-Dieter Krause)

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