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Die paffende Berta begeisterte in plattdeutscher Komödie

Lembeck. Zwischen Basketballkörben und Turnmatten saßen die über 300 gut gelaunten Gäste erwartungsvoll auf ihren Plätzen in der Lembecker Sport- und Kulturhalle, um die plattdeutsche Komödie „Denn ledigen Bauplass“ zu erleben, aufgeführt von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Lembeck.

Alle Altersgruppen waren vertreten, um die Premiere zu erleben. Die Vorfreude war groß und nach den ersten Szenen wussten alle: Sie werden nicht enttäuscht. Die Komödie von Regina Rösch erzählt in drei Akten von verschiedenen Menschen, die alle das gleiche Problem haben: Berta.

Die Hauptperson des Dramas (gespielt von Maria Hellenkamp) ist ein nicht ganz einfacher Charakter, weit über 40 Jahre alt, aber bis jetzt ohne Ehemann. Eigentlich kein großes Problem, wäre da nicht das Testament ihres Vaters, das besagt, dass ihre Schwestern ihr so lange ein Zuhause bieten müssen, bis sie verheiratet ist. Damit geht die Streiterei der Schwestern Karola (Hildegard Kuckuck) und Mathilde (Hildegard Heiming) los: Wer soll für Bertas Obhut und ihren enormen Verbrauch an Zigarren und Bier sorgen?

20 Jahre nach dem Tod des Vaters soll sie endlich an den Mann gebracht werden. Dafür lässt sich die Verwandtschaft etwas einfallen: Berta soll zusammen mit dem familieneigenen Bauplatz angeboten werden, damit das Interesse der heiratswilligen Männer erhöht wird. Zwecks dessen erscheint in verschiedenen Zeitungen – der Geschichte nach auch in der WAZ – eine Heiratsannonce.

Wer nun das Inserat beantwortet, wie Berta diese Männer findet, und wie sich die Geschichte doch noch positiv für sie wendet, wird nicht verraten, denn es folgen noch zwei Aufführungen am Samstag, 20. November, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 21. November, um 16.30 Uhr.

Von der Premiere zeigten sich alle Zuschauer – Jung und Alt – gleichauf begeistert. Auch über kleine Textschwierigkeiten und Probleme beim Anzünden von Zigarren sah das Publikum großzügig hinweg. Simon Fabiunke (18), Schüler, war das erste Mal bei einer Aufführung und beschreibt sie als „sehr unterhaltsames, lustiges Erlebnis“.

Auch Elisabeth Wessling (70), gebürtige Lembeckerin, gefiel das Schauspiel ausgesprochen gut: „Die Darstellerin der Berta ist besonders toll gewesen.“ Am besten gefällt ihr, dass sie alle Schauspieler persönlich kennt und sie erzählt schmunzelnd: „Wenn wir uns in den nächsten Tagen begegnen, müssen wir zusammen noch viel lachen.“

Diese Meinung teilten auch die anderen Zuschauer, weswegen sie nicht mit Applaus geizten, wenn Bertas Schwestern und Schwager die ledige Trunkenboldin als „Restposten“ mit längst überfälligem „Verfallsdatum“ beschrieben, den man auch nicht mehr im Winterschlussverkauf loswerden könnte.

Quelle: WAZ (Lisa Lensing)

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