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Heimatverein stellte Infoschild an der Schule Beck auf

Lembeck – Der Heimatverein Lembeck hat am Samstag den 16.10.2010 in der Bauernschaft Beck an der alten Schule ein Schild aufgestellt.

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Das Lembecker Gräberfeld

Am Oberlauf des Middlicher Mühlenbaches in der Bauernschaft Beck befindet sich ein frühmittelalterliches Gräberfeld. Die Gräber stammen aus der Zeit der Sachsenkriege und der fränkischen Eroberung. Bereits 1925 fand man bei Ausschachtungsarbeiten in 1,80m Tiefe Grabbeigaben, die unkontrolliert geborgen wurden. In den Jahren 1938, 1954 und 1974 nahm Prof. Winkelmann aus Münster zielgerichtete Grabungen vor. In Nord-Süd-öRichtung, meistens als Kammergräber, fand er 111 Körpergräber und 7 Pferdegräber. In West-Ost-Richtung liegen 23 Baumsarg-Gräber.

Als Grabbeigaben fand man in Lembeck:
Silberne und bronzene Fibeln, Perlenketten, Tongefäße, Langschwerter, Breitsaxe, Lanzen, Pfeilspitzen und Messer. Im Herbst 1974 and man im Grab eines heidnischen sächsischen Kriegers ein fränkisches Prunkschwert, ein zweischneidiges Langschwert, wie es Mitglieder der adeligen fränkischen Führungsschicht trugen. Das Lembecker Gräberfeld wurde bis in die Mitte des 9. Jahrhunderts belegt. In einem in West-Ost-Richtung liegenden Grab fand man als Beigabe eine halbierte Münze ( Aquitanien 819-822) Ludwigs des Frommen, die diesen Rückschluss zulässt.
Prof. Winkelmann vermutete, dass hier bis zu tausend Bestattungen stattfanden. Die Lembecker Grabungsfunde sind im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne augestellt.

Quelle / Foto: Heimatverein Lembeck – Gabi Piepke (Pressesprecherin)

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