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Kinder und Erwachsene genossen das Bachkino

LEMBECK Beim Sommerfest der Biologischen Station fischten Kinder Frösche mit dem Käscher aus dem Hofteich. Lebendiger Biologie-Unterricht, anregend, aber angesichts der Sommerhitze ein wenig anstrengend. 

Georg Tenger, stellvertretender Leiter der Biologischen Station, freut sich über den Stand des NABU Dorsten: „Die Eltern sind oft zu ängstlich, die Kinder trauen sich dann auch nicht. Dabei ist es so spannend, selbst auf Entdeckungstour durch die Natur zu gehen.“ 

Beim Sommerfest auf dem Punsmann-Hof bekamen Tenger und sein Team außerdem tatkräftige Unterstützung durch den NABU Haltern, den Regionalverband Ruhr, den Imkerverband Dorsten sowie von den Oldtimerfreunden Lembeck.

Wer nicht im Teich nach Getier suchte, bastelte Nistkästen, fing heimische Insekten ein, wanderte durch die Ausstellungen oder bestimmte, was auf der Wildwiese wurzelt.

Eintagsfliegen unter dem Mikroskop

Dr. Gerhard Laukötter von der Natur- und Umweltschutzakademie Recklinghausen legte Köcherfliegen, Strudelwürmer, Erbsenmuscheln oder Eintagsfliegen unters Mikroskop und projizierte die Bilder an die Wand. Sein Bachkino wimmelte von Tieren, die Aufschluss über die Wasserqualität von Flüssen und Bächen geben.

Niels Ribbrock warb um Aufmerksamkeit für den Hirschkäfer. Südlich der Lippe kommt er überhaupt nicht mehr vor. Denn sein Lebensraum, altes Holz, geht ihm verloren. Die Bio-Station bittet unbedingt um Meldungen, wenn jemand den größten Käfer Mitteleuropas entdeckt.
Festtags-Freude und Not liegen nah beieinander. Sechs Mitarbeiter teilen sich 3,5 Stellen, seit 2004 werden die Mittel für die Bio-Station permanent gekürzt. Georg Tenger: „Wir versuchen, die Arbeit aufrecht zu erhalten und hoffen, dass sie mit neuer politischer Unterstützung weitergehen kann. 

Quelle: Dorstener Zeitung

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