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Rolf Olland widmet sich ganz der Musik

LEMBECK Sein Künstlername ist “Wwoollff” – denn doppelt gemoppelt hält besser. Und außerdem: “Der Name ist einzigartig, den habe ich im Internet kein zweites Mal gefunden”, erklärt der Lembecker Musiker Rolf Olland.

Foto: www.ubetoo.com/wwoollff
Foto: www.ubetoo.com/wwoollff

Der Wolf ist das Markenzeichen des 57-jährigen Ex-Lehrers. “Wailing Wolf” heißt seine erste CD, “Wagging Wolf” ein Stück darauf. Und der Wolf auf dem Plattencover? “Das ist unser Hund Gigi”, sagt Rolf Olland. “Immerhin eine Mischung aus Schäferhund und Wolfspitz.”

Der Lembecker Rolf Olland hat sich ganz der Musik und dem Texten verschrieben. “Ich könnte jeden Tag einen neuen Song aufnehmen”, sagt er. “Ich habe noch viele Ideen in meiner Kladde.” Die Hörer des Internet-Portals “www.musiker-on.de” wird es freuen. Fast 20 000 Visits verzeichnet der “Wwoollff” auf der Seite und über 4700 Downloads. “Damit bin ich dort ganz weit vorne.”

Gitarre mit zehn Jahren

Früh kam der 57-Jährige zur Gitarre. Als er zehn war, lag eine unter dem Weihnachtsbaum. “War nicht selbstverständlich für eine Arbeiterfamilie.” Mt 14 die erste Band mit Klassenkameraden: Beatmusik. Es war die Zeit der späten Sechziger Jahre. Dann ein Lehramts-Studium und eine erste Stelle an der Dorstener Hauptschule an der Pliesterbecker Straße. Manfred Materna hieß dort sein pädagogischer und musikalischer Mentor. Rolf Olland erinnert sich an die gemeinsame Tanzmusik-Zeit: “Dandies” hieß die Gruppe, die von 1978 bis 1982 für Stimmung sorgte.

Heftiger Burnout

Als Gesamtschullehrer (“26 Jahre lang in Marl”) erlitt Rolf Olland 2003 einen “Burnout”. So richtig mit Depressionen und psychosomatischen Beschwerden. Musste krankheitsbedingt den Job an den Nagel hängen. Und zunächst auch die Musik. “Ich konnte zwei Jahre lang keine Gitarre mehr anfassen.” Erst nachdem er begann, im Rhader Gospelchor “Enjoy” zu singen, fand der “Wwoollff” langsam zu seinem Instrument zurück. Und merkte schnell, dass auf der Bühne keine Rudelbildung mehr vonnöten ist: “Ich brauche eigentlich keine Band, ich kann mich auch gut solo ausdrücken.” Der Lembecker, der auch Bass, Flöte und Saxophon beherrscht, ist seitdem auf vielen Veranstaltungen in Dorsten und Umgebung zu sehen und zu hören gewesen: Beim Literarischen Arbeitskreis, beim Weihnachtsmarkt Wulfen, beim Kunsthandwerkermarkt, bei privaten Festen, bei den Frauenkulturtagen, zuletzt beim SPD-Neujahrsempfang. Auch für die Dorstener Ruhr.2010-Schachtzeichen-Aktion ist er angefragt.

Hunderter CD-Auflage

Folk und Blues, mit eigenen deutschen und englischen Texten, findet sich auf seiner 2009 erschienenen CD. “In hunderter Auflage” vertreibt der Musiker sie bei Auftritten. Und auch von der Weihnachts-CD “Swinging Christmas” hat er Exemplare unters Volk gebracht: “50 verkauft, den Rest verschenkt.” Hier bodenständig und “unplugged”, dort mit elektronischen Instrumenten und Effekten präsentiert sich das, was der Lembecker in seinem Kellerstudio und auch live eingespielt hat. Sogar ein Blas-Synthesizer, der ähnlich wie ein Saxophon klingt, kommt zum Einsatz. Mit “Burn out” und Titeln wie “Blei in deinen Füßen” und “Qual” gibt es auf der Platte auch eine “Depri-Reihe”, wie Rolf Olland erzählt. “Die Depression ist ein guter Themengeber für Songs und Gedichte.”

Doch die Depressionen hat er überwunden, mit Unterstützung der Dorstener Selbsthilfegruppe “Lichtblicke” – und seiner Musik. Und so ist der “Wwoollff” wieder in seinem Revier unterwegs – was Rolf Olland übrigens auch als “Rroollff” tun könnte. Denn Rolf ist die Kurzform des Namens Rudolf und der ist eine Zusammensetzung aus den altgermanischen Worten für Ruhm – und Wolf. 

www.musiker-on.de/wwoollff 

Quelle: Dorstener Zeitung

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