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Gute Noten für Don Bosco-Grundschule

Lembeck – Beim Vera-Vergleichstest der Grundschulen in NRW gehören die Dritt- (mittlerweile Viert-)Klässler der Don Bosco-Grundschule in diesem Jahr zu den landesweit 72 besten in Mathematik. Die WAZ sprach über den unerwarteten Erfolg mit Schulleiterin Johanna Walt.

Johanna Walt: Danke. Wir haben uns wirklich gefreut, bei 3300 Grundschulen in NRW unter den 72 besten zu sein.

Was ist das Lembecker Erfolgsgeheimnis?

Walt: In aller Bescheidenheit: Wir sind nicht die große Superschule. Wir bemühen uns um das Lernen unserer Kinder nicht mehr als andere Schulen. In diesem dritten Jahrgang hatten wir aber eine günstige Zusammensetzung: Besonders viele Kinder, die interessiert sind an Mathematik, gleichzeitig viele begabte Kinder und sehr fördernde und unterstützende Elternhäuser.

Zu deutsch: Die heile Welt auf dem Lande ist ein Standortvorteil bei den Vera-Tests?

Walt: Schon, obwohl die Ergebnisse in drei so genannten Kontext-Gruppen gewertet werden, die das soziale Umfeld einer Schule berücksichtigen. Wir hier in Lembeck gehören allerdings zur oberen Kontextgruppe.

Sagt der Erfolg dennoch etwas über die Qualität einer Schule aus?

Walt: Die Vergleichbarkeit mit dem Landesdurchschnitt ist durchaus gegeben. Die Bedingungen, unter denen die Ergebnisse zustande kommen, sind aber sicher nicht überall gleich. Wirklich einschätzen kann man das eigene Leistungsprofil nur bei Betrachtung der Ergebnisse über einen längeren Zeitraum und unter Berücksichtigung aller Bereiche eines Fachs. Bei den Tests geht es jeweils nur um Teilbereiche des Lehrplans, in Mathe diesmal um Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten sowie Geometrie. 

Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Grundschule? Die hab’ ich selbst auf dem Gymnasium nicht begriffen.

Walt: Das Thema kann man aber sehr anschaulich vermitteln. Im zweiten Jahrgang etwa basteln die Kinder bei uns aus Schuhkartons kleine Teiche, darin verschiedene Frösche. Und dann sollen sie Tiere mit bestimmten Merkmalen herausangeln. Ob das klappt, das kann man ausprobieren.

Sie sagten, die Vera-Tests hätten Aussagekraft nur in der Langzeitbetrachtung. Wie steht die Don Bosco-Schule da?

Walt: In beiden Vera-Fächern, Deutsch und Mathe, lagen wir bisher immer weit über dem Landesdurchschnitt.

Irgendwas müssen Sie also doch richtiger machen als andere . . .

Walt: Für uns waren die guten Ergebnisse vor allem eine Bestätigung, dass wir auf einem effektiven Weg sind, zugleich aber auch ein Impuls, über Fortentwicklung nachzudenken. Das ist ja auch ausdrückliche Aufgabe einer Schule.

Wie gestalten Sie den Mathe-Unterricht?

Walt: Eckpfeiler sind: Basisförderung in der Eingangsstufe im Sinne von: Erst das Fundament schaffen. Zeit und Personal werden hier zuerst eingesetzt, etwa in zusätzlichen Förderstunden. Manchmal sind das wirklich nur zwei bis vier Stunden. Die meiste Arbeit leisten die Klassen- und Fachlehrer, die bei vielen Fragen eng zusammen arbeiten. Leistungsstärkere Kinder werden vom ersten Tag an gefördert. Die Möglichkeit, in einer Klasse differenzierte Aufgaben zu stellen, ist noch entwicklungsfähig. Dafür brauchen wir aber Geld und Personal.

Das bekommen Sie nach dem Vera-Erfolg doch bestimmt . . .

Walt: Wir bekommen eine Urkunde. Die müsste in den nächsten Tagen in der Post sein.

Quelle: WAZ

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