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Lembecker Landwirt kämpft für seinen Hof

DORSTEN Es geht ums Ganze. Wenn mehr als 1000 Landwirte aus halb Europa von weither anreisen, um den in Brüssel versammelten Landwirtschaftsministern deutlich die Meinung zu sagen, dann muss die Lage sehr ernst sein. Mittendrin: Georg Hüls aua Lembeck.

Der Lembecker war am Montag in aller Herrgottsfrühe mit 30 weiteren Milchbauern aus der Region nach Brüssel aufgebrochen, um sich an der Protestkundgebung zu beteiligen.

Exemplarischer Fall

Sein Fall ist exemplarisch. Seit dem 17. Jahrhundert betreibt seine Familie ihren Hof in Lembeck. Noch nie war jedoch ihre landwirtschaftliche Existenz so gefährdet wie heute.

Verluste drohen

“Ich würde den Hof gern eines Tages meinen Kindern überschreiben, aber gegenwärtig weiß ich nicht einmal, wie ich die 30 Jahre bis zur Rente selbst über die Runden kommen soll”, stellt der 36-Jährige fest. Neben der Schweinemast gehören die 80 Milchkühe zu den Haupt-Ertragsquellen seines Betriebes. Doch statt Erträgen drohen Verluste: Die Erzeuger-Erlöse sind in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken.

“Eine Mengenbegrenzung wäre die einzige Lösung, die wirklich Abhilfe schaffen kann”, fordert Hüls, was die EU noch hartnäckig verweigert, “stattdessen wird gegenwärtig mit Steuermitteln erst der Stallbau bezuschusst und dann muss der Steuerzahler erneut für die Einlagerung der Milch bezahlen.”

Faire Milch

Die Aktion “Faire Milch”, die in Dorsten sehr gut angelaufen ist, sieht der Lembecker als Hoffnungsschimmer. Auch, weil sie dafür sorgt, dass der Öffentlichkeit die Problematik bewusst wird. “Sie kann aber nicht die alleinige Lösung sein, weil ein Großteil der Milch für Käse, Yoghurt oder Quark und andere Milchprodukte industriell verarbeitet wird.”

Quelle: Dorstener Zeitung

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