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Wohnen wie Beckham

Kapstadt/Lembeck. Birgit Hinsken (31) aus Lembeck vermittelt mit ihrer Freundin Jenny Swienty (gebürtig aus Bottrop, jetzt in Kapstadt heimisch) Luxusquartiere in Südafrika. Die beiden hoffen auf gute Geschäfte, wenn 2010 die Fußball-WM in dem Land ausgetragen wird.

birgit_hinskenEin türkisfarbener Pool, die diskrete Anwesenheit eines Butlers im weiten Geläuf einer Villa mit 12 Schlafzimmern? Oder darf’s auch noch ein Rolls Royce mit Chauffeur sein? Oder ein Helikopter, der mal eben zum Shopping in die City von Kapstadt fliegt?

Die Liste von Bedürfnissen, die dem legendären Normalverbraucher fremd sind, lässt sich beliebig verlängern und Birgit Hinsken aus Lembeck sorgt mit ihrer in Südafrika lebenden Freundin Jenny Swienty dafür, dass all diese Wünsche wahr werden. Gegen Bares, versteht sich. Ihr Geschäft ist das Vermitteln von exklusiven Wohnstätten im südlichen Südafrika. Die Region um Kapstadt gilt als einer der schönsten Flecken auf dieser Erde. Von 18 000 bis hin zu bescheidenen 100 Euro erstreckt sich die Preisskala für die ungewöhnlichen Herbergen, die von Lembeck aus vermarktet werden. Wie um Himmelswillen kommt jemand in Lembeck auf die Idee, Villen zu vermieten, in denen sich Menschen wie Viktoria Beckham wohlfühlen?

Ein gewisser Hang zur Ferne 

Nun, die 31-jährige Birgit Hinsken hat Speditionskauffrau gelernt. Ein gewisser Hang zur Ferne lässt sich da nachweisen. Bei einer Werbeagentur bekommt sie quasi den Feinschliff für das Ungewöhnliche im Alltag. Dort lernt sie auch Jenny Swienty kennen. Jenny arbeitet in Hamburg und übernimmt das „booking” für Künstler. Jenny Swienty reist irgendwann nach Südafrika und es geht ihr so, wie es vielen Menschen geht, die den afrikanischen Kontinent betreten: Sie verliebt sich in dieses Land, in die Weite und die herbe Schönheit der Kap-Region. So weit, so schön. Ein Backfisch-Traum? Wohl kaum. Jenny Swienty sucht die Nische im Markt und findet sie dort, wo Alternativen selten werden: Ganz oben. Der Einstieg in die Agentur „Cape Luxury” gelingt und die beste Freundin in Lembeck gerät ins Träumen und Schwärmen, als sie von all dem hört. Birgit Hinskens Situation ist längst nicht so, wie aus dem Lifestyle-Magazin herauskopiert: In Lembeck wird der Vater krank, muss dauerhaft gepflegt werden und im elterlichen Betrieb fehlt die Hand, die den Laden im Griff hat. „Blut ist dicker als Wasser, deshalb stand für mich fest, dass ich mich in Lembeck engagiere”, erklärt Hinsken entschlossen.

“Unsere Objekte sind durch Security gesichert”

Jenny Swienty hat in dieser Zeit ganz pragmatisch erkannt, dass eine Deutschland-Dependance für Cape Luxury ideal ist. „Die WM steht vor der Tür und da hoffen wir schon, dass wir uns ein Stück vom Kuchen abschneiden können. Da kam mir Birgits Wunsch, die Afrika ebenso liebt wie ich, sehr gelegen”, erklärt Swienty. Die beiden Frauen wissen, dass sie kein leichtes Business betreiben: Teure Dienstleistungen, keine Unterstützung durch die FiFA in Sachen WM und der denkbar schlechte Sicherheitsstandard des südlichen Afrikas. „Kapstadt gilt als die gefährlichste Stadt der Welt. Wenn man allerdings Regeln beachtet und sich so verhält, wie die Insider empfehlen, ist alles halb so wild. Unsere Objekte sind alle durch Security gesichert. Da ist noch nichts passiert”, versichert Jenny Swienty. Wie auch immer: Die beiden Frauen haben Mut. Ganz viel Mut, um ein ungewöhnliches Geschäft zu betreiben und andere Wege zu gehen. In Lembeck und in Südafrika. Frauengeschichten der besonderen Art.

Das Geschäft von Cape Luxury ist natürlich voll und ganz von den modernen Medien abhängig. Wer einmal die Website des Unternehmens aufsucht, wird entdecken, dass neben den Häusern exklusive Automobile, Safaris, Haifischtauchen und der Mitflug in Kampfjets angeboten werden.

Der Mix macht es und der Erfolg der beiden ungewöhnlichen Frauen stellt sich so langsam ein.

www.capeluxuryaccommodation.com 

Quelle: WAZ

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