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Das Stenen-Hues wird 190 Jahre alt – oder sogar noch älter!

LEMBECK Das Stenen Hues ist in Lembeck und darüber hinaus eine geschätzte Adresse für gepflegte Gastlichkeit. Jetzt feiert das Lokal seinen 190. Geburtstag. Und ganz Lembeck dürfte dabei sein, wenn Bernd und Leo Langenhorst einladen.

Foto: Lembecker.de - Frank Langenhorst
Foto: Lembecker.de – Frank Langenhorst

Am 28. August laden sie auf den Kirchplatz ein, für Unterhaltung sorgen Spielmannszug, Blaskapelle und einige Gesangsvereine.
Für viele Vereine ist das Stenen Hues nach wie vor Vereinslokal, obwohl viele Lembecker Vereine mittlerweile eigene Häuser haben, sagt Leo Langenhorst, der den Betrieb bis 1987 führte. Gern erinnert sich der 73-Jährige an alte Zeiten zurück, als das Stenen Hues noch zentrale Anlaufstelle in der Stadt war. In den 50er Jahren wurde sogar das Arbeitslosengeld dort ausbezahlt. „Das hat dem Umsatz sicherlich nicht geschadet“, sagt Leo Langenhorst mit einem Lächeln.

Geschichte des Hauses überall präsent

Überall im Stenen Hues begegnet einem die Geschichte des Hauses. So hat Bernd Langenhorst noch eine Revisionsbericht der Gesundheitskommission von 1910: „In der Gaststube fehlt ein Spucknapf“, ist dort zu lesen. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg traf sich immer ein Studentenclub in der Kneipe. „Jeder hatte seinen eigenen Bierkrug“, sagt Bernd Langenhorst. Und holt die Krüge hinter der Theke hervor.

Leo Langenhorst kann sich noch gut an die alten Zeiten erinnern. Wenn die Bauern in den 50er Jahren am Sonntag die Kirche besuchten, stellten sie ihr Fahrrad auf der Deele der Gastwirtschaft ab. Und kamen anschließend natürlich zum Frühschoppen. „Die Zeiten, wo die Leute hier beim Frühschoppen in Dreier-Reihen vor der Theke standen, sind aber schon lange vorbei“, sagt Leo Langenhorst. Sein Sohn Bernd Langenhorst, der den Betrieb 1987 übernommen hat, pflichtet ihm bei: „Die Jugend geht viel später raus als damals. Die gehen dann ins Bett, wenn früher die Leute zum Frühschoppen kamen.“

Vom Schneidermeister zum Gastwirt

Was ist das Geheimnis, eine Wirtschaft über so eine lange Zeit zu führen? „Die Seiteneinsteiger kommen meistens nicht damit zurecht, dass sie keine Freizeit mehr haben“, glaubt Leo Langenhorst. „Man lebt damit“, sagt Bernd Langenhorst. In den 50er Jahren war die Trennung zwischen Familienleben und Kneipenbetrieb noch weniger gegeben. Leo Langenhorst, ausgebildeter Schneidermeister wie auch sein Vater und sein Großvater, kann sich noch an Zeiten erinnern, als Wohnzimmer, Kneipe und Schneiderwerkstatt eins waren.

1958 habe er seinen letzten Anzug gemacht, dann eröffnete er eine Imbissbude. Aber einen Knopf könnte er doch bestimmt immer noch annähen? Leo Langenhorst lacht: „Ich bin froh, wenn meine Frau das macht.“

Jubiläumsfeier auf dem Kirchplatz

Die große Jubiläumsfeier findet am kommenden Freitag, den 28. 08. 2009 ab 19.00 Uhr statt.
Wir feiern unser Jubiläum auf dem Kirchplatz mit dem Spielmannszug und der Blaskapelle Lembeck.

190 Jahre Stenen Hues & 50 Jahre Bitburger Konzession

Getränke, Bratwurst, Spießbraten
alles 1,– Euro

Quelle: Dorstener Zeitung – Berthold Fehmer

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